Fuerteventura Inselnachrichten Winter 2002/03

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FUERTEVENTURA - NACHRICHTEN DER SAISON
Ausgabe Winter 2002 / 2003

aus unserem

Fotos zum Vergrößern einfach anklicken!

Grünes Licht für die "Casa de los Coroneles"
und die "Casa del doctor Meda"

Anfang 2003 werden die Arbeiten am denkmalgeschützten Bau “Casa de los Coroneles” in La Oliva wieder aufgenommen, versicherte der Minister für Kultur und Erziehung, José Miguel Ruano, dem Bürgermeister von La Oliva, Domingo González Arroyo. 

Das Problem für die lange Verzögerung lag darin, dass zuerst angrenzende Terrains erworben werden mussten, damit nach erfolgter Renovierung die Ästethik des Gebäudes nicht durch andere, artfremde Bauten beeinträchtigt oder zerstört werden kann. Mit der Fertigstellung des Projekts wird der benachbarte Grund wohl extrem im Preis steigen, was die Kaufverhandlungen verständlicherweise schwierig gemacht hatte.

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Casa de los Coroneles

Es wird damit gerechnet, dass der größte denkmalgeschützte Bau Fuerteventuras im Frühjahr wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann.

Das Ministerium für Kultur und Erziehung (’La Consejería de Educación y Cultura del Cabildo Insular’) hat einen Betrag von € 66.700 für den Erwerb von Möbeln und anderen Gütern aus dem Besitz der Erben des “Doctor Mena” ausgewiesen, um das Museum “Casa Museo del Doctor Mena” im Ort Ampuyenta, im Kreis Puerto del Rosario, zu möblieren und zu dekorieren. Das Haus, bisher bekannt unter den Namen “Casa de los Alfaro” oder “Casa de La Cuesta”, wurde vom Cabildo Insular für den Zweck der Einrichtung eines Museums erworben.

Die zuletzt vorgenommene Investition beinhaltet Möbel, Dekorationsobjekte, eine Bibliothek, eine Sammlung antiker Fotos, Familienporträts, persönliche Utensilien des Doctor Mena und verschiedene Kunstgegenstände aus jener Zeit. Mit deren Erwerb vervollständigte man die Kollektion bereits angesammelter Antiquitäten aus dem 19. Jahrhundert, die dem Museum schon vor geraumer Zeit von den Nachkommen des Doktors geschenkt worden waren. 

 

Endlich!
Shuttle-Busse im Süden der Insel

Seit Ende Juni 2002 steht in den Regionen Morro Jable bis Playa Esquinzo, sowie Costa Calma bis La Lajita, zusätzlich zu den vorhandenen Linienbussen ein neuer regionaler Bus-Service zur Verfügung.

Von 06:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr abends verkehren die modernen, klimatisierten Busse vorläufig im 30-Minuten-Takt. Sie sind treppenfrei und besitzen eine Rampe für behinderte Fahrgäste. Jede Fahrt kostet pauschal 0,80 €. Die Bushaltestellen erkennt man an den gelb/blau gestreiften Bordsteinkanten und den auf dem Asphalt angebrachten Parkplatzmarkierungen mit der Aufschrift "BUS".

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Die Busse halten praktisch an jedem größeren Hotel und bringen Sie zu allen wichtigen Punkten der Umgebung, einschließlich Strand:

Linie 1
Hafen Morro Jable —— Avenida El Saladar
(bis zum Ende der Strandstraße an der Playa
Matorral de Jandía)
Linie 2
Hafen Morro Jable —— Trasera Stella Canaris
(bis zum Club Aldiana)
Linie 3
Hafen Morro Jable —— Esquinzo/Butihondo
(bis zur Playa de Esquinzo)
Linien 4 + 5
La Lajita —— Costa Calma —— Los Gorriones
(Playa Barca)

Die Busfahrer warten auf Ihr Handzeichen an den Haltestellen! 
Bis jetzt gibt es noch keinen offiziellen Fahrplan. Nicht nur die Erfahrungen mit der durchschnittlichen Auslastung der Busse werden Einfluss auf den endgültigen Fahrplan haben, sondern auch die zu erwartenden Proteste und Streiks der Taxifahrer in diesen Regionen. Auf unserer Homepage werden wir die jeweils letzten Aktualisierungen veröffentlichen.

 

Inselregierung in neuem Gebäude

Anfang September wurden die neuen Diensträume der Inselverwaltung 
(Cabildo Insular de Fuerteventura) offiziell in Betrieb genommen.

Die neuen Diensträume befinden sich in Puerto del Rosario in den Straßen Juan de Bethencourt und Extremadura.

Die Finanzierung erfolgte aus europäischen Fonds und der einheimischen Inselverwaltung mit einem Gesamtaufwand von € 540.000.

 

Für Residenten bis 26 Jahre:
"Carné Joven" mit vielen Vergünstigungen

Während der Sommermonate August und September bis einschließlich 13. Oktober offerierte die Inselregierung, genauer: die ‘Dirección General de Juventud’ und die ‘Fundación Canaria de Juventud Ideo’, für alle Inhaber des ‘Carné Joven Euro <26’ die Möglichkeit, eine Gratisreise (Hin- und Rückfahrt) mit einer Fähre der Naviera Armas innerhalb des kanarischen Archipels zu unternehmen.

Die Kanaren zählen im Moment etwa 500.000 Jugendliche, von denen in diesem Jahr bereits 20.000 im Besitz dieses Ausweises sind. Man erwartet am Ende der Promotion , dass diese Zahl auf 50.000 gestiegen sein wird.
Weitere (Preis-)Nachlässe erhält der Inhaber auf verschiedene Veranstaltungen — bei Sportevents bis zu 50% — auf Eintrittspreise in Freizeitparks oder Kinos, bei Einschreibung und Teilnahme an Fremdsprachenlehrgängen, in Reiseagenturen, etc.

Auch auf dem spanischen Festland und in weiteren 33(!!!) europäischen Ländern ist der ‘Carné Joven’ etabliert.

Als Sponsoren beteiligten sich außer der Inselregierung auch die Reederei ‘Naviera Armas’, das Autohaus ‘Volkswagen’ und die Sparkasse ‘La Caixa’, bei deren Filialen bei Vorlage des DNI — für ausländische Residenten die "Residencia" — für den Preis von € 7,50 der 'Carné Joven <26’ für zwei Jahre erworben werden kann. 

Worauf noch warten?

 

Neue CDs mit
kanarischer Folkloremusik

Die kanarische Gruppe 'Los Gofiones' drehte Anfang September auf Gran Canaria ihre ersten Videoclips, passend zur Neuerscheinung der CD mit dem Titel 'Cronistas de la música popular' im Oktober diesen Jahres. Die beiden Videoclips mit den Titeln 'Que siga el tren' und 'Lolita Pluma' werden vornehmlich auf lokalen Fernsehsendern ausgestrahlt.

Aus Fuerteventura und dort aus der Lokalität Tiscamanita wurde die Veröffentlichung einer CD der Formation 'El Rancho de Ánimas' bekannt gegeben. Die aus 33 Mitgliedern bestehende und sich ständig ändernde Gruppe beschäftigt sich überwiegend mit folkloristischer Musik und religiösen Themen. Die Disco wurde am 9. August nach einer Eröffnungsrede auf dem Marktplatz in Tiscamanita vorgestellt.

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Folkloregruppe "El Rancho de Ánimas" 

Die Tradition dieser Musik und die Zusammenstellung der Gruppen, genannt ‘Ranchos’, reichen bis ins XVII. Jahrhundert zurück. Dem Mayordomo, heute Koordinator der Formation, oblag es, die Anwohner über eine Neuigkeit — überwiegend Sterbefälle — zu informieren und zum Gebet und Gesang aufzurufen. Bis vor 40 Jahren gab es mehrere dieser ‘Ranchos’ in den Orten Pájara, La Oliva, Antigua, Casillas del Ángel, Betancuria und Ampuyenta, die sich jedoch auflösten. Die einzige wieder aktive Gruppe aus Tiscamanita nahm diese Tradition im Jahr 1987 wieder auf und spielt heute auch bei Festanlässen wie dem Festtag der ‘Virgen de la Peña’, der Schutzheiligen der Majoreros.

Einfach mal reinhören...!

 

Striktere Kontrollen für
motorisierte Wassersportfahrzeuge

Der Sommer ist die beste Zeit, die verschiedensten Wassersportarten auszuüben. Die Wasser-Jet-Skis und die Sportboote erfreuen sich einer ständig wachsenden Fangemeinde. Dieses Freizeitvergnügen bringt allerdings nicht nur Spaß mit sich, sondern birgt auch allerlei Gefahren.

Durch nicht sachgerechten Umgang und Leichtsinn mit den Jet-Skis sind im vergangen Jahr an den spanischen Küsten fünf Personen ums Leben gekommen. Aufgrund der ständig wachsenden Zahl neuer motorisierter Wassersportgeräte mit immer stärkerer Motorisierung hat die Guardia Civil einige Vorschriften zum korrekten Gebrauch und zur Sicherheit erlassen, um die Gefahr weiterer Opfer zu minimieren. 

In der Provinz Las Palmas (zu der auch Fuerteventura gehört) wurden im Laufe dieses Jahres inzwischen einige Bußgeldbescheide erlassen, die sich auf die unsachgemäße Benutzung der Jet-Skis oder deren Gebrauch in nicht erlaubten Gewässerzonen bezogen. Insgesamt wurden im ersten halben Jahr 1.619 Bußgelder verhängt, die auch Strafen für das Fehlen der obligatorischen Versicherungen einschlossen. 

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Es wurde neun Verleihern die Lizenz entzogen, die nicht die erforderlichen Papiere vorlegen konnten oder keinen verantwortlichen Mitarbeiter zur Überwachung des Betriebs ihrer Wassersportgeräte abgestellt hatten.
Von der Guardia Civil und der Generaldirektion der Marine, denen die Überwachung und die Zulassung von Wassergefährten obliegt, wurden verschiedene Erlasse veröffentlicht:

• Zum Führen eines Jet-Skis muss der Fahrer 18
Jahre alt sein, mit Erlaubnis der Eltern 16.
• Für Boote gleich welcher (Bau-)Art wird eine
Navigationslizenz erforderlich.
• Ausnahme: Sollte das Wassergefährt nur
stundenweise gemietet werden und die Potenz
von 54,4 PS nicht überschreiten und nur inner-
halb einer sichtlich abgetrennten, limitierten
Fläche benutzt werden, nur in einer Richtung
bewegt werden und ein Zwischenraum von 50
Metern zum nächsten Gefährt gesichert sein,
entfällt die erforderliche Lizenz.

Ausnahmslos alle motorisierten Wasserfahrzeuge müssen mit einem Schild oder Aufkleber versehen sein, welches die notwendigsten Informationen zur sachgerechten Handhabung beschreibt. 

Die Jet-Skis müssen ein Kennzeichen führen, registriert sein, eine Haftpflichtversicherung aufweisen und, im Falle von Leihfahrzeugen, ebenfalls eine Unfallversicherung. 

Des weiteren dürfen diese nicht zum Abschleppen oder Ziehen anderer Fahrzeuge oder sonstiger Objekte (wie z.B. die Banane) benutzt werden oder die zugelassene Personenzahl überschreiten.

Zur Eröffnung eines Verleihbetriebes dieser Wasser-Motos wird die Erlaubnis der Verwaltungsbehörde verlangt und die Zulassung der Wasserbehörde (Capitanía Marítima). 

...Ahoi !

 

Rettungsdienste, Wasserwacht
und Polizei an den Stränden der Insel

An den meistbesuchten Stränden unserer Insel sorgten sich in den Sommermonaten 37 ausgebildete Rettungsschwimmer um die Gesundheit der — oft durch Leichtsinn — in Nöten geratenen Schwimmer, Surfer, Taucher und sonstiger Wassersportler, unterstützt von verschiedenen Wasserfahrzeugen wie den Jet-Skis oder Rettungsbooten verschiedener Größen. 

Auch das gute Auge und das schnelle Eingreifen der Angestellten der über die ganzen Insel verteilten Surf-Stationen hat einige Surfer und Kiter den festen Boden unter den Füssen zurückgebracht.

Am längsten Strand von Fuerteventura, von der Costa Calma über Tierra Dorada und Ezquinzo Butihondo bis zum Strand in Morro Jable sorgen sich siebzehn ausgebildete Rettungsschwimmer um die körperliche Unversehrtheit der Tausende von Strandbesuchern — unterstützt von je einem Allradfahrzeug an den Stränden von Costa Calma und El Matorral in Jandía, sowie einem Quad, um die unzugänglicheren Strandabschnitte in den Zwischenstücken zu überwachen.

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Strandwacht bei Corralejo
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In Morro Jable wurde zudem auch für den Zeitraum der Sommermonate eine zusätzliche Erste-Hilfe-Station in Betrieb genommen.

Aus Kreisen des Zivilschutzes, zu dem die Wasserwacht und die Rettungsdienste gehören, wurde verlautet, dass dieser Service auch während des restlichen Jahres aufrechterhalten werde, da über 80% der Belegschaft mit Festverträgen angestellt wurde.

Auch im nördlichen Kreis La Oliva wurde dieser Rettungsservice erheblich verbessert, vor allem an den großen Stränden um Corralejo. Mit zehn Wasserwachtlern soll auch dort der Rettungsdienst während des ganzen Jahres aufrechterhalten werden. Für die erhöhte Anzahl von Strandbesuchern in den Sommermonaten setzte man vier zusätzliche Rettungsschwimmer ein.
Ein Jeep, ein Allrad-Fahrzeug, sowie sechs Quads stehen dem Rettungsteam dort zur Verfügung..

Für den Strand um El Cotillo, der dieses Jahr noch ohne irgendeinen Rettungsdienst auskommen musste, ist im folgenden Jahr 2003 ebenfalls die Einrichtung eines derartigen Services geplant. 

Im Kreis Antigua ist lediglich der Strand in El Castillo - Caleta de Fuste mit zwei Rettungsschwimmern ausgestattet worden. Die Stadt Gran Tarajal, zur Gemeinde Tuineje gehörend, hat drei 'vigilantes de la playa' unter Vertrag genommen, und der Strand vor Puerto del Rosario, ‘Playa Blanca’, verfügt seit August ebenfalls über einen 'socorrista'.

Auch die anderen Strände der Insel, die nicht mit extra Personal ausgestattet sind, unterliegen der Observation der Rettungsdienste, wobei in vielen Fällen die schnelle Reaktion und die Aufmerksamkeit anderer Strandgäste ein schnelles Handeln und bestmöglichste Hilfe ermöglichen und so manches Unglück verhindern.

So geschehen beispielsweise im Falle einer Schnorchlerin in La Lajita, die aus nicht näher bekannten Gründen plötzlich Wasser einatmete und bewusstlos aus dem Meer gezogen werden musste. Die schnelle Ankunft eines Arztes und des Rettungshubschraubers, der die Frau ins Hospital nach Puerto del Rosario flog, verhinderten Schlimmeres. 

Oder ein Kite-Surfer, der an der Westküste, in der Nähe des Strandes 'Garcey' (bekannt durch die Strandung des Schiffes 'American Star’) in arge Nöte geraten war und die Gefahr bestand, durch die dortigen Wind- und Strömungsverhältnisse auf's offene Meer hinaus getrieben zu werden. Nur durch das schnelle und beherzte Handeln eines — zufällig — vorhandenen Strandbesuchers mit Wassermotorrad kann der ‘Wasser-Artist ' sein Hobby auch weiterhin ausüben. 

Und auch der Windsurfer, der seine physischen Kräfte wohl über- und die Macht des Windes und der Strömung unterschätzte und 3 1/2 Seemeilen vor der Küste bei ‘Matas Blancas’ von der Wasserwacht eingesammelt wurde und mit dem Rettungsboot Salvamar ‘Bentayga’ sicher an Land zurückgebracht wurde.

Vorsicht ist geboten vor allem bei ablandigem Wind an der Ostküste (Corralejo - Puerto del Rosario - Caleta de Fuste - Gran Tarajal - Tarajalejo - La Lajita - Costa Calma - Los Gorriones - Tierra Dorada - Esquinzo Butihondo - Jandía) und bei Gezeitenwechsel und Flut an der unruhigeren Westküste (El Cotillo - Los Molinos - Aguas Verdes - Playa de Garcey - La Pared - Cofete - La Punta de Jandía) und an den Stränden um Corralejo / Playas de Corralejo durch die dort stets unruhigen Gewässer, bedingt durch die Meerpassage zwischen Fuerteventura und Lanzarote.

 

FKK:
Fuerteventura, das Nudistenparadies

Das kanarische Archipel ist das Paradies schlechthin für Anhänger des Nudismus. Die Dünenlandschaft in Maspalomas, Gran Canaria waren das erste, offiziell als ‘FKK-Strand’ ausgewiesene Terrain auf spanischen Territorialgebiet. Heutzutage, einige Jahre danach, hat Fuerteventura der Nachbarinsel den Rang abgelaufen und sich als der bevorzugte Ort für ‘unbeengten’ Urlaub etabliert. 

Laut der ‘Federación Española de Naturismo’, dem spanischen Frei-Körper-Kultur-Verband, befinden sich auf der Insel 32 Badebuchten für Nudismus, die als solche ausgewiesen sind und jährlich zahlreiche Gäste - ausländische wie auch spanische - auf der Suche nach dem ‘Gefühl der Freiheit’, der legendären Philosophie der Nudismusanhänger, nach Fuerteventura lockt.

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Im Kreis La Oliva befindet sich der Grossteil dieser Strände, überwiegend in und um die Dünenlandschaft bei Corralejo.

Laut dem Präsidenten Paco Ojeda der gerade erst neu gegründeten ‘Asociación Naturista de Canarias’, dem kanarischen FKK-Verbandsableger, verlagerte sich die Klientel, die einst die Ruhe, Abgeschiedenheit und Ungestörtheit auf Gran Canaria fand, wegen zugebauter Strandabschnitte und massenhaft zugenommenem (Billig-)Tourismus nach dem (noch) ruhigen Fuerteventura, um ihrem Urlaubs- und Freizeitspaß nachgehen zu können.
Für Paco Ojeda ("Mein ganzes Leben schon FKK-ler!"), ist es "das Natürlichste überhaupt", und "besonders das Gefühl der Freiheit, das man dabei hat, macht die Faszination aus!" 

Für ihn ist die Badehose mehr ein Verstecken und stört doch erheblich, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, ohne sie auszukommen.
Auch für gar übereifrige Polizeibeamten hat er etwas parat: “Es gibt da noch das Problem einiger Provinzpolizisten, die, so scheint es, nicht wissen, dass es kein Gesetz mehr gibt, das den Nudismus verbietet, denn einige von ihnen glauben immer noch, FKK wäre grundsätzlich ‘Erregung öffentlichen Ärgernisses’....”.

An folgenden Stränden der Insel können Sie jetzt ganz legal FKK-Urlaub genießen:

Im Süden der Insel, im Kreis Pájara
an den Stränden von...

- Playa de Sotavento
- Playa de Butihondo
- Playa de Puerto de la Cebada
- Playa de las Coloradas
- Playa del Morro de Potala
- Playa de Cofete
- Playa de Barlovento
- Playa del Viejo Rey
- Playa de Ugán
- Playa de los Muertos / de Ajuy

...und im Norden, im Kreis La Oliva...

- Playa del Jarubio
- Playa del Aljibe de Cueva
- Playa del Castillo
- Playa de Cotillo
- Playa de Marfolín
- Playa del Islote
- Playa del Río
- Los Charcos
- Playa del Charcón
- Playa Beatriz
- Playa de la Punta Blanca
- Playa del Médano
- Playa del Pozo
- Playa del Viejo
- Playa del Caserón
- Playa Bajo Negro
- Playa Larga
- Playa de los Martos
- Playa del Dormidero
- Playa del Morro
- Playa del Rosadero
- Playa Alzada

Anm. d. Red.: Auch wenn die Festland-Spanier mit die Ersten sind, die sich sämtliche Kleider vom Leibe reißen, wenn sie die Mischung aus Sonne, Strand und Meer erblicken, und auch wenn die Einheimischen und hier Lebenden sicher schon Schlimmeres gesehen haben, vermeiden Sie es bitte trotzdem, ihrem ‘totalen Freikörpergefühl’ an den Stränden der Siedlungen und Städte freien Lauf zu lassen.

In den Gemeinden wie z.B. Corralejo, El Cotillo, Puerto del Rosario, Gran Tarajal, La Lajita, Tarajalejo und Morro Jable läuft das Leben wie in jeder anderen europäischen Stadt ab, nur eben, dass sie einen der schönsten Strände Europas vor der Nase, oder besser gesagt: vor der Haustür haben.

Oder möchten Sie zu Hause neben ihrer Kaffeetasse auf einen fremden Po blicken, ihre Kinder zwischen "Gehängen" Hausaufgaben machen oder Ball spielen lassen...?

 

Neue Wassertarife
Preissenkung bis zu 16 Prozent

Für alle Haushalt, Geschäfte und Betriebe, die an das öffentliche Wasserversorgungsnetz - ‘Consorcio de Aguas’ - angeschlossen sind, vermindern sich seit dem 9. September 2002 (Veröffentlichung im BOC - Boletín Oficial de Canarias - Offizieller Anzeiger der kanarischen Regierung) die Wasserpreise.

Gestaffelt nach einer Verbrauchstabelle machen dabei den besten Schnitt Wenigverbraucher wie Privathaushalte und Kleinbetriebe, was auch, so der Präsident des Wasserbeschaffungsverbands José Juan Herrera, die Idee war, nämlich “den bedachten Konsumenten zu belohnen”.

Ihre neue Wasserrechnung müsste dann demnach ab dem o.a. Datum des Inkrafttretens folgende Preisminderungen beinhalten:

1) 01-10 m3 = -0,21 € /m3
2) 11-30 m3 = -0,03 € /m3
3) 31-40 m3 = eine Preissteigerung auf 1,76 € /m3

Anm. d. Red.: Und was ist mit den Verbrauchern in Cañada del Río - Costa Calma?

 

Kanarische Hilfe für
Opfer der Flutwasserkatastrophe

Unwetter und sintflutartige Regenfälle in Deutschland hatten ein einziges Chaos hinterlassen. Nach all den Aufräumarbeiten begann dann die Zeit des Vergessens, vor allem für die in den betroffenen Gegenden wohnenden Kinder, die wohl die Welt nicht mehr verstanden.

Die Kanaren, vertreten durch ihren Präsidenten Román Rodríguez, offerierten den dort wohnenden Familien Hilfe auf kanarische Art: Die Einladung der Kinder, für zwei Wochen eine der Inseln gratis zu besuchen, um das schrecklich Erlebte ein wenig vergessen zu machen.

Begleitet jeweils von einem Elternteil oder Tutor kamen so rund 1.000 deutsche Kinder in den Genuss dieses Angebots. Alle Ausgaben, von der Bahnfahrt zum Flughafen, dem Flug auf die Kanaren, über die Hotelunterkunft mit Vollpension bis hin zur Rückreise sind von verschiedenen Firmen und Institutionen des kanarischen Archipels übernommen worden. 

Für die ca. 150 Kinder mit Begleitung, die auf Fuerteventura in der Zeit von September bis Mitte Dezember Station gemacht haben, engagierten sich das ‘Patronato de Turismo’, vertreten durch den Chef des Fremdenverkehrsamtes von Fuerteventura, Aniceto Rodríguez, verschiedene Reiseagenturen und Fluglinien, die kooperierenden Hotels, die je nach Auslastung Hotelzimmer zur Verfügung stellten, und die verschiedenen Freizeitzentren, die ihre Installationen ebenfalls gratis bereitstellten.

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Tourismusminister Aniceto Rodriguez 

Die ‘Asociación de Empresarios de Hostelería y Turismo - Aefhtf’, der kanarische Hotel- und Gaststättenverband, koordinierte die Verfügbarkeit der Hotelzimmer, während sich der Minister für den Bereich Tourismus der Regierung auf Fuerteventura, Aniceto Rodríguez, um die sonstigen Formalitäten für einen reibungslosen Ablauf des Angebots kümmerte.

Die kanarischen Inseln möchten sich mit dieser Geste in erster Linie bei dem deutschen Volk für ihre Treue zum kanarischen Archipel bedanken, die Treue, die es ermöglichte, und es hoffentlich auch weiterhin ermöglicht, die Inseln touristisch und ökonomisch voranzubringen, und die es der Bevölkerung auf dem Archipel erlaubt hat, einen angenehmeren Lebensstandard zu erreichen.

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Gerhard Schröder und Román Rodriguez

Der Präsident der Kanarischen Regierung, Román Rodríguez, begleitet von Juan Carlos Becerra, dem Minister für Tourismus und Transport der Kanaren, wurde von Bundeskanzler Schröder und Innenminister Schily nach Berlin eingeladen, wo die deutschen Politiker ihren herzlichen Dank für dieses Zeichen von Menschlichkeit und Solidarität zum Ausdruck brachten.

Angeregt wurde diese Initiative übrigens von Justus Frantz, dem auf Gran Canaria lebenden deutschen Musiker und Orchesterleiter.

 

Dezentralisierung 
verschiedener Ämter und Einrichtungen

Anfang Juli eröffnete in Gran Tarajal das Arbeitsamt ICFEM eine Zweigstelle in der Strasse Maxorata Nº 5, im Gebäude der Gemeinde- verwaltung der für Gran Tarajal zuständigen Kreishauptstadt Tuineje.

Damit soll den im Süden der Insel wohnenden Residenten der Weg von bis zu einhundert Kilometern bis nach Puerto del Rosario erspart werden, um ihre mit dem Arbeitsamt verbundenen Angelegenheiten zu regeln.
Die Öffnungszeiten für den Publikumsverkehr sind von 08.30 Uhr bis 13.30 Uhr, von Montag bis Freitag.

Costa Calma bietet seit geraumer Zeit ein Consultorio des Centro de Salud, der Arztpraxis der spanischen Sozialversicherung, um den hier Ansässigen den weiten Weg und die dann oftmals langen Wartezeiten bis nach Morro Jable zu verkürzen. Die Praxisräume befinden sich im Shoppingcenter ‘Centro Comercial Palmeral’ im ersten Stockwerk.
Die Publikumszeiten sind Montag, Dienstag und Freitag von 08.00 Uhr bis 13.30 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr.

Ebenfalls an der Costa Calma steht dem Bürger ein Büro der Gemeinde- verwaltung des Kreises Pájara zur Verfügung. Es befindet sich am Taxistand, neben der Polizeistation. Publikumsverkehr von Montag bis Freitag zu den normalen Ämteröffnungszeiten.

Auch das lange ersehnte Postamt an der Costa Calma öffnete jetzt seine Pforten. Es liegt gegenüber der Bungalowanlage "Althay" in der Calle Los Mosquitos. Öffnungszeiten von 09:00 bis 14:30 Uhr.

 

Das kam nicht nur uns 
doch ziemlich "spanisch" vor...

"Herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung des 5-Sterne-Golf-Hotels in Caleta de Fuste!”, so dachte wohl der Consejero de Gobierno (Regierungsrat) und schickte auch sogleich, einen Tag nach der feierlichen Eröffnung am 20. Mai, einen Bußgeldbescheid über 120.000 € an die verantwortliche Firma des Fuerteventura Golf Clubs, wg. Verstößen gegen geltendes Umweltrecht.

Was war geschehen? Bei der Bepflanzung der Grünanlagen der Parks und des Golfplatzes um das Hotel wurden Palmen der Gattung Fénix dactilíferas eingesetzt, die nach Verlautbarung des Regierungssprechers "auf den kanarischen Inseln verboten sind, da sie der einheimischen Palme, der Fénix canariensis, Schaden zufügen kann".

Mit Erscheinen des entsprechenden Artikels in der Tagespresse ‘La Provincia’ am 22. Mai wurden verschiedene Stellen — sowohl Privatleute und Hoteliers als auch Staatsbedienstete — hellhörig. 

Die Phoenix datylifera ist, außer der Phoenix canariensis, eine der meist gesetzten Palmen im ganzen Territorial von Fuerteventura, so sind auch die Avenida Marítima in Puerto del Rosario und die meisten Straßenzüge in Morro Jable mit jener Spezies versehen, und auch der alte Flughafen Los Estancos wurde mit jenem Palmetyp bepflanzt.

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Nicht sehr logisch erschien demnach, sollte diese Palmenart wirklich auf dem Archipel verboten sein, warum man sie dann ganz offiziell erwerben kann, und warum wird sie bei der Kontrolle im Zollhafen nicht gleich aus dem Verkehr gezogen wurde?
Zwei Tage später wurde dann die Auflösung des Palmenrätsels veröffentlicht: Wie der Regierungssprecher verlauten ließ, hätte er sich darauf beschränkt, den technischen Bericht des Ministeriums für territoriale Politik und Umwelt (Consejería de Política Territorial y Medio Ambiente) lediglich vorzulesen. 
Danach war aus Quellen des zitierten Ministeriums auch gleich zu hören, dass die umstrittene Palmenart auf Fuerteventura und dem gesamten kanarischen Archipel nie verboten war, und ein Agraringenieur fügte hinzu, die Palmenart würde auf Fuerteventura seit Hunderten von Jahren beheimatet sein.

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Also dann keine Strafe? Oder doch? Was das Ministerium letztendlich bemängelte, war die Tatsache, dass für den Golf-Club die Bepflanzung mit der einheimischen Palmenart, der ‘Phoenix canariensis’, vorgeschrieben wurde, da in unmittelbarer Nähe diese Spezies schon gesetzt worden war und man Hybriden (Palmenkreuzungen) durch die Benachbarung der beiden Arten vermeiden wollte.
Das "Beamtendeutsch" kommt einem manchmal doch etwas sehr spanisch vor...

 

Gefährliche Kreuzungen
Hauptursache von Unfällen

Nach einem tragischen Verkehrsunfall Anfang diesen Jahres auf der Durchgangsstrasse in Costa Calma, bei dem eine junge Spanierin ums Leben kam, ist die Bevölkerung sehr sensibel geworden.

Im Zuge des Ausbaus der Landstrasse FV-1, von Corralejo nach Morro Jable, wurde und wird so mancher gefährliche Verkehrsknoten entschärft. Beispiele dafür sind der neue Kreisverkehr in La Lajita oder auch die gerade fertiggestellte ‘Redonda’ in Tarajalejo. 

Einige berühmt-berüchtigte Abzweigungen sollten jedoch vorrangig in Angriff genommen werden, um weitere Verkehrsunfälle schon im Vorfeld zu vermeiden, wie z.B. die Kreuzung von Costa Calma in Richtung Morro Jable, auf der Höhe des Hotels ‘Los Gorriones’. Die Fahrzeuge erreichen hier — trotz der ausgewiesenen erlaubten 60 km/h — hohe Geschwindigkeiten, und die Ausfahrten sind durch mehrere Schichten von Asphalt nicht mehr auf der gleichen Höhe wie die Hauptstrasse. Sie weisen zudem mehrere Schlaglöcher auf und die Kreuzung ist überhaupt sehr unübersichtlich gestaltet. 

Das gleiche Debakel gilt in etwa auch für die Kreuzung, Costa Calma Richtung Norden verlassend, bei der Ausfahrt nach La Pared.

Vor Jahren haben diese Verkehrskreuze dem damaligen Verkehrsaufkommen noch genügt, doch man hat bei der damaligen Straßenverkehrsgestaltung nicht an den inzwischen immens gewachsenen Fahrzeugpark auf unserer Insel gedacht, was auch nicht unbedingt absehbar war.

Diese Ausrede gilt heutzutage allerdings nicht mehr, und es sollte nicht erst abgewartet werden, bis das nächste Opfer wegen fehlender Initiative und Voraussicht der Verantwortlichen zu beklagen ist...!

 

Gute Idee:
Unterirdische Müllcontainer

In Morro Jable sind sie bereits seit Mitte Juni installiert und in Betrieb genommen worden: unterirdische Müllcontainer, verteilt in verschiedenen Punkten der Stadt. Weitere Einrichtungen dieser Art sind zuerst einmal für alle touristisch frequentierten Regionen der Insel geplant.

Die "Müllverstecke" haben die grünen und grauen Plastikcontainer von den Strassen Morro Jables verdrängt, die bei dem hiesigen Klima stets ‘gen Himmel stanken’ und nicht unbedingt ein tourismusförderndes Image darboten. 

Wie herrenlos und schmierig standen sie an jeder Ecke rum, und je nach Benutzer befand sich der Müll innerhalb oder außerhalb der Container.
Von den neuen unterirdischen Containern sieht der Passant lediglich den Einwurfdeckel. Sollte ein Container voll sein, verriegelt sich automatisch der Einwurfdeckel. Zur Entleerung, die täglich erfolgt, hebt sich der Container automatisch aus seinem Versteck.

Beim Gebrauch wird vom Bürger Mithilfe erwartet, die sich auf den sach- gemäßen Gebrauch beschränkt: Müll in verschlossenen Tüten und keine Flüssigkeiten! Und zum Funktionieren dieser Container und zum Sauberhalten unserer Umwelt muss der Müll in die Container eingeworfen werden und darf nicht, wie es leider in der Vergangenheit immer wieder zu sehen war, daneben gestellt werden!

 

Fuerte-Fan-Treff 2002
im schönen Boppard am Rhein

Die Idee hatten einige Leser des nicht mehr existenten Monatsmagazins "Fuerte": Ein jährliches Treffen von Fuerteventura-Fans in Deutschland, um unter Gleichgesinnten Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen und die Zeit bis zum nächsten Urlaub auf der Lieblingsinsel nicht zu lang werden zu lassen.

Publizistisch unterstützt wurden sie bis dato von o.g. Magazin und dessen Internetseite. Dass der Verlag im Sommer Insolvenz anmelden musste, das überraschte die Initiatorin dieser Treffs, Regina Breitbach, doch sehr, und so kam es, dass beim letzten mal mangels gewohnter Verabredungsplattform nur 15 Fuerte-Fans zusammentrafen.

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Es wurde trotzdem ein gelungenes Meeting, und zwar diesmal in Boppard am Rhein. Am 22. Juni, um 16 Uhr fand sich die kleine Fan-Gemeinde im Hotel "Rheinlust" ein, wo bei einem Glas Sekt das Treffen 'eingeläutet' wurde. Nach anschließender Stadtrundfahrt mit dem "Bimmel-Bähnchen" und einem guten Essen im Hotel nutzte man das schöne Wetter, um bis 24 Uhr auf der Terrasse zu klönen und zu feiern. Die Stimmung war bombig und so beschloss man die Nacht nach einem ausgedehnten Kneipenbummel in einer kleinen Bar mit Fuerte-Musik. 

Beim gemeinsamen Frühschoppen war man sich einig, das nächste Treffen wieder in Boppard zu veranstalten, wegen der Ferientermine allerdings zu einer anderen Zeit, die bei Redaktionsschluss leider noch nicht feststand 

Interessenten wenden sich bitte an Frau Regina Breitbach, 
Leiergasse 36, in 56154 Boppard/Rhein. Fon & Fax: 06742-3283. 
Außerdem stellen wir auf unserer Website über den Link "ICF-Superboard" ein speziell dafür eingerichtetes Forum zur Verfügung. 

Um rege Beteiligung (aller Altersklassen) am "Fuerte-Fan-Treff 2003" wird gebeten!

 

 

 

Nähere Infos zu den folgenden Fuerteventura-Links sehen Sie beim Verweilen des Mauszeigers auf den Stichwörtern.......
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