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Nachdem wir Ihnen in den
letzten Ausgaben des Fuerte Fan Magazins schon etliche Regionen der
Insel Fuerteventura mit ihren Sehenswürdigkeiten und vielfach
atemberaubenden Landschaften vorstellten, von denen sich die meisten
inzwischen zu international bekannten Tourismuszentren entwickelt haben,
lassen Sie uns diesmal gemeinsam einen Ausflug nach La Pared machen,
einer kleinen Siedlung im Nordwesten der Halbinsel Jandía, direkt an der
Landenge, dem “Istmo de La Pared” — und bis heute noch ein Geheimtipp
unter Fuerte-Fans.
In manchen älteren Reiseführern, die
anscheinend verfasst wurden, als La Pared noch in den Anfängen seiner
Entwicklung steckte, wird diese Urbanisation als eine touristische
Fehlplanung beschrieben. Allerdings war dieser Ort auch anfangs gar
nicht für den Tourismus geplant, was sich jedoch im Laufe der Jahre
änderte. Um die Gegend unbefangen kennen lernen zu können, sollten Sie
sich also befreien von jeglichen Erwartungshaltungen oder
Wertvorstellungen. Denn ich möchte Sie davon überzeugen, dass La Pared
weitaus mehr zu bieten hat, als man sich auf den ersten Blick vorstellen
kann.
LA PARED
Zunächst sollte die Herkunft des Ortsnamens
geklärt werden: Schließlich ist “Die Mauer“ (la pared) ein recht
ungewöhnlicher Name für eine Siedlung!
Quer durch den Ort zog sich vor dem 15.
Jahrhundert eine Steinmauer, die Fuerteventura in zwei Abschnitte
teilte; daher der Name. Zu dem dazu gehörigen geschichtlichen
Hintergrund werden wir später noch kommen.
Für das besseres Verständnis ist auch wichtig, dass es zwei Orte gibt,
die den Namen “La Pared” tragen: Das ursprüngliche Dorf La Pared (Pueblo
de La Pared) und die erst vor etwa 35 Jahren entstandene „Urbanización
de La Pared“ (Urbanisation La Pared).
Diese Ansiedlung soll zentrales Thema
unserer Reportage sein.
Wenn Sie von Costa Calma in Richtung Pájara
fahren, durchqueren Sie zunächst den Naturschutzpark Jandía. Die Straße
führt Sie über einen Hügel hinein in eine atemberaubende Landschaft. Wie
schlum-mernde Riesen wirken die Berge vor unserem erstaunten Auge.
Kurz hinter der scharf abbiegenden Rechtskurve können Sie links an einer
Bank Rast machen und das von Mutter Natur Geschaffene auf sich wirken
lassen. Die sanft gerundeten und wie glatt geschliffen aussehenden Berge
werden durch die Schatten der Wolken stets in ein anderes Licht getaucht
und verlieren nie ihren eindrucksvollen Zauber. Von ganz besonderem Reiz
sind diese Vulkanberge, die in Millionen von Jahren durch Wind und
Wetter geformt wurden.
Inmitten dieses weichen Landstriches sind
links von der Hauptstraße hell leuchtende Häuser zu erkennen, die,
abhängig vom Einfall der Sonnenstrahlen, immer wieder anders wirken.
Diese junge, mitten in einem Tal gelegene Siedlung, gehört zur Gemeinde
Pájara und ist inzwischen ein Refugium für Menschen, die fernab vom
Massentourismus leben und urlauben wollen. Diese Urbanisation La Pared
umfasst eine Fläche von 531.000 m², und soll, laut neuem
Flächennutzungsplan der Gemeinde, in naher Zukunft noch um 600.000 m²
erweitert werden.
Rechts von der Hauptstraße sind ein grau
überdachtes Tomatenfeld und eine Käserei zu sehen, welche zum alten
Dörfchen La Pared gehören. Die Einwohner nennen diesen Ort, der sich
hinter den Bergen fortsetzt, Pueblo (Dorf) oder auch Valle (Tal) de La
Pared. Obwohl die Urbanisation und das Dörfchen den gleichen Namen
tragen, sind es zwei völlig unterschiedliche und voneinander unabhängige
Orte.
Historischer Rückblick
Istmo de La Pared
Man vermutet, dass die Ureinwohner der
Kanaren, die Guanchen, ursprünglich einem nordafrikanischen Berberstamm
angehörten und im Zuge der großen Völkerwanderung die Insel ungefähr ab
3000 v. Chr. besiedelten.
Fuerteventura misst eine Länge von 110
Kilometern, wobei die breiteste Stelle 30 Kilometer beträgt und die
schmalste ca. 5 Kilometer. Quer über diese Landenge hinweg soll das
altkanarische Volk einen Steinwall errichtet haben, der die südliche
Halbinsel Jandía von dem nördlichen Hauptteil Maxorata trennte. Diese
Mauer verlief entlang der „Wespentaille“ der Insel (dem Istmo de La
Pared) vom Ort Matas Blancas (nordöstlich von Costa Calma) bis zum Berg
„Montaña de Pasa si puedes“ (Komm durch, wenn du kannst) in der Nähe der
heutigen Urbanisation.
Entsprechend dem Namen des nördlichen
Inselteils, Maxorata, nannten sich die Ureinwohner Maxos, was in die
heutige Bezeichnung Majoreros umgeformt wurde. (Etwas verwirrend für
diejenigen unter Ihnen, die kein Spanisch sprechen, richtig? „x“ und „j“
wird hier jeweils wie „ch“ im Wort “machen” ausgesprochen.)
Vor der Ankunft der Spanier im 15.
Jahrhundert sollen die zwei Stammesgebiete von den zwei Königen Ayose
und Guize beherrscht worden sein, die diese Mauer bauen ließen, um ihre
Königreiche und Hoheitsrechte voneinander abzugrenzen. Dieser Steinwall
bildete durch den Istmo de La Pared die Grenze zwischen den beiden
Inselkönigreichen. Bis heute sind noch Überreste dieser Mauer und
Fundstücke, wie zum Beispiel Tonscherben, zu finden. Wenn Sie der
Westküstenstraße FV 605 Richtung Pájara folgen, sehen Sie ungefähr einen
Kilometer hinter La Pared rechts und später links Bruchteile des Walls,
der sich bis zur Küste verfolgen lässt.
Zeitweise sind auch kreisförmige Gebilde („taros“)
zu erkennen, die damals Wach- und Beratungsposten waren. Sollten Sie
einen geeigneten Parkplatz finden (Achtung: Nicht auf der Straße oder am
Straßenrand parken, dies hat schon viele Unfälle verursacht!), nehmen
Sie sich Zeit, um den Weg des früheren Steinwalls zu verfolgen.
Zahlreiche Wanderwege und eine beeindruckend schöne Landschaft bieten
Ihnen eine hervorragende Möglichkeit dafür.
Die Eroberung
Trotz heftiger Gegenwehr der Ureinwohner
gelingt es Jean de Bethencourt, einem Franzosen im Dienst der spanischen
Krone, im Jahr 1403, die Insel zu erobern und in Feudal-Lehen
einzuteilen. Eines davon war die gesamte südliche Halbinsel Jandía, in
dem sich das heutige La Pared befindet.
Die kleinen Bauern litten stark unter dem
Druck der Lehnsherren, denn sie mussten ihnen 20 bis 50 Prozent der
Erträge überlassen und wurden zudem von Hungersnöten, Dürrejahren und
Heuschreckenplagen gezeichnet. In den folgenden Jahren widersetzte sich
das Großbürgertum Fuerteventuras gegen die Feudalherrschaft, sodass
diese 1836 endgültig abgeschafft wurde.
Grund und Boden
Im Laufe der Zeit wuchs durch ständige
Erbschaften die Zahl der Lehnsherren, die 1941 den gesamten Süden mit
all ihren kleinen Anteilen an die zwei Eigentümer der Aktiengesellschaft
Dehesa de Jandía S.A. verkauften.
Der deutsche Ingenieur Gustav Winter, der
angeblich wirtschaftlich wichtige Aktivitäten für das Dritte Reich auf
Fuerteventura durchführte und die “Villa Winter” in Cofete als mögliches
Durchgangsdomizil für flüchtende SS-Chargen errichten ließ, riegelte die
Halbinsel Jandía von der Außenwelt ab, indem er entlang des Isthmus’ den
ersten von drei Stacheldrahtzäunen errichtete. Die Maxos durften Jandía
ab sofort nicht mehr bewohnen.
Über die geheimnisvollen Machenschaften dieser legendenumwobenen Person
Gustav Winter während jener Zeit wird bis heute wild spekuliert
(Unsere Serie "Die Cofete-Wahrheit" startet in der nächsten Ausgabe
unseres Magazins!)
Die Dehesa de Jandía S.A. wiederum verkaufte
1962 die nördliche Hälfte (von Esquinzo bis La Pared) der Halbinsel an
die AG Terrenos Canarios S.A. Bei diesem Verkauf trat Gustav Winter zum
ersten Mal offiziell in Aktion und wurde im Handelsregister als
Geschäftsführer der Dehesa de Jandía S.A. verbucht. Das von der Terrenos
Canarios S.A. erworbene Land wurde parzelliert und anschließend
großflächig veräußert.
Erste “Schwedenhäuser”
Ein schwedisches Ehepaar namens Tarve war
1965 auf der Suche nach einem geeigneten Winterdomizil und wollte
lediglich ein Haus auf einem Grundstück von 10.000 bis 20.000 m²
errichten. Der Eigentümer des Grund und Bodens, auf dem sich La Pared
heute befindet, überzeugte die Eheleute jedoch, gleich
100.000 m² (später Urbanisation “Panorama 1” genannt) zu kaufen und
weiter zu vermarkten.
Obwohl sie mit dieser Branche wenig vertraut
waren, parzellierten die Tarves das Land und verkauften die einzelnen
Grundstücke. Kurze Zeit später übernahmen die schwedisch-deutschen
Eheleute König die Geschäfte der Freunde und kauften 1969 weitere
200.000 m² (Panorama 2).
Sie setzten die Einteilung des Bodens in
Parzellen fort, bauten ca. 30 kleine, weiße “Schwedenhäuser“ und
verkauften diese an skandinavische Familien. Die “Casa del viento“ (Haus
des Windes), die heute etwas abseits der Urbanisation La Pared gelegen
ist, ist ein solches Schwedenhaus.
Langsam entwickelte sich eine Infrastruktur,
was damals bedeutete Feldwege zu schieben, zwei Brunnen für die leicht
salzhaltige Grundwasserversorgung zu graben und Stromgeneratoren
aufzustellen.
1972 entstand das heute noch existierende
Lokal “El Camello“, eines der ersten Restaurants im Süden. Der
dazugehörige Pool hatte für damalige Zeiten geradezu olympische Maße (25
mal 12 Meter) und war im Sommer Treffpunkt spanischer Familien. Während
die Väter zum Angeln an den Strand gingen, lagen die Mütter unter
Sonnenschirmen mit ihren Kindern am Süßwasserpool und genossen das sehr
einfache aber friedliche Leben.
Da die Bewirtschaftung des Schwimmbeckens
aber zunehmend teurer wurde und das Interesse daran sank, wurde es bis
heute nicht mehr mit Wasser gefüllt und wartet auf neue Ideen.
Unabhängig von Panorama 1 und 2 war damals
jedoch noch eine weitaus größere Urbanisation mit einer Fläche von 7,5
Millionen m² von der Aktiengesellschaft Costa Ventura S.A. geplant.
Bernd Reige
Bernd Reige, ein deutscher Geschäftsmann und
späterer Eigentümer der Gesellschaft “Urbanisadora Panorama”, kam 1972
mit 25 Jahren zum ersten Mal auf diese Insel. Nach einem Salzbad im Meer
zog auch ihn der Süßwasserpool des Lokals “Camello” an und dies war ein
Grund, sich öfters in den Urbanisationen Panorama 1 und 2 aufzuhalten.
Er interessierte sich für die dortigen Bauvorhaben und kaufte 1973 von
der Costa Ventura unter anderem das Grundstück, wo sich heute das Hotel
“Costa Real“ befindet.
Er übernahm den Gedanken des vorhergehenden
Betreibers und baute die zwei vierstöckigen “Hochhäuser”, die
anschließend zur Appartementanlage “Atlantida-Club“ wurden. Neckermann
war einer der ersten Reiseveranstalter, die diese Appartements für ihre
Kunden buchten, da sie mit einer eigenen Wasserentsalzungsanlage, einem
eigenen Brunnen und Stromgenerator die damals beschwerdefreieste Anlage
auf Fuerteventura war.
Dort, wo sich heute die Wellenreitschule
Cowabunga befindet, lag früher ein Wasserdepot, welches dann
vorübergehend zum Pool des Clubs umfunktioniert wurde.
Ein österreichischer Berufstaucher wandelte
dieses Becken allmählich zur Tauchschule um und bot Schnupperkurse an.
Kurzzeitig befanden sich dort auch ein Frisör, eine Boutique und eine
italienische Kneipe.
Als dann ein italienisches
Spezialitätenrestaurant namens “Vicaría“ errichtet wurde, schüttete man
den Pool zu, legte einen Garten darauf an und baute zusätzlich das
Gebäude des heutigen kleinen Supermarktes. Erst 1998 wurde in den
ehemaligen Garagen die jetzige Wellenreitschule von Frank Bernklau
eröffnet.
Die Geburtstunde der Urbanisation La Pared
1985 entstanden die ersten Grundgedanken für
die heutige Urbanisation La Pared. Ein kleiner, nicht vom Tourismus
geprägter Ort war geplant, mit dem Ziel, einen Platz zum Leben und
Wohnen zu bauen, der nicht für Gelegenheitsbewohner oder -mieter gedacht
war, sondern für Residenten. Zielgruppe waren Menschen, die ihren
Alters-, Zweit- oder Erstwohnsitz hier einrichten wollten.
So wurde aus den drei verschiedenen
Urbanisationsplanungen “Panorama 1”, “Panorama 2” und “Costa Ventura”
eine einzige gemacht! Infolgedessen gab Bernd Reige seinen deutschen
Wohnsitz auf und zog endgültig nach Fuerteventura. Die nachts
beleuchtete Avenida del Istmo bildet bis heute noch den Ortskern,
begrenzt von zwei hübsch bepflanzten Kreisverkehren.
Die Entwicklung zur Gartenstadt durch den
Architekten Fritz Junkermann
Der deutsche Architekt Fritz Junkermann gab
1986 seine Projekte an der Costa Calma auf, um sich fortan den Plänen
von Bernd Reige zu widmen. So entstanden durch gemeinsame Ideen und gut
durchdachte Pläne neue Gebäude und eine immer bessere Infrastruktur.
Da die erforderlichen finanziellen Mittel
vorhanden waren und Stromleitungen inzwischen eine zwingende
Notwendigkeit wurden, schloss man 1989 einen Vertrag mit dem
Stromlieferanten UNELCO ab und konnte nach einem mehrjährigen Hürdenlauf
auch auf die so genannten „grupos“ (mit Diesel betriebene
Stromgeneratoren) verzichten.
So entwickelte sich La Pared im Laufe der
Jahre zu einer immer moderneren Urbanisation mit wachsender
Wohnqualität.
Das Club-Hotel Costa Real wurde errichtet
und 1993 zusammen mit der inzwischen asphaltierten Avenida del Istmo
eröffnet. Zeitweise fanden auf dieser liebevoll begrünten Palmenallee
Flohmärkte und Fiestas statt. Durch den Bau dieser mit Laternen und
Palmen begrenzten Allee bekam die Gegend allmählich einen etwas
„städtischeren“ Charakter. Fritz Junkermann, dem die städtebauliche
Planung für Bernd Reige oblag, kaufte diesem 1999 die Grundstücke in La
Pared ab, übernahm volle Verantwortung für den Ort und wurde zum
derzeitigen Promotor.
Seine Vorstellung war und ist es bis heute,
individuelle Einfamilienhäuser entstehen zu lassen, mit von Licht
durchfluteten Räumen und Meerblick, was vor allem hier durch das
ansteigende Tal gut zu verwirklichen ist, ähnlich einem Amphitheater.
Seit mehr als drei Jahrzehnten setzt auch er
sich ein für ein menschengerechtes Bauen im Einklang mit der Achtung vor
der Natur und dem Respekt vor der Insel. Im Juni 2005 soll die komplette
Infrastruktur fertig gestellt sein, und auch die Golfschule soll um
einen 9-Loch- Golfplatz erweitert werden.
Klima
Die Urbanisation La Pared darf sich seit
2003 offiziell als „Seebad mit heilklimatischer Wirkung“ bezeichnen. Sie
befindet sich in einem einzigartigen Mikroklima, das durch drei Faktoren
zustande kommt: die geschützte Lage im Tal, der Nord-Ost-Passat und der
Kanarenstrom. Durch die schützenden Berge, von denen die Siedlung
regelrecht umhüllt wird, wird der Wüstenwind „Calima“ abgefangen und im
milden Luftstrom des Passats gekühlt, so dass der tägliche
Temperaturunterschied lediglich 4 Grad Celsius beträgt!
Auch die Meeresströmungen unterstützen
dieses gesunde Klima und lassen Fuerteventura zur Frühlingsinsel werden.
Atemwegserkrankungen sind für die Einwohner von La Pared, die
offensichtlich deutlich jünger wirken als sie tatsächlich sind, ein
Fremdwort.
In der sonst so kargen Landschaft sprießen
Blumen mit prächtigen Blüten, von denen man während langer Dürreperioden
noch nicht einmal wusste, dass sie existieren. Dieses hervorragende
Klima, die saubere Luft, die Geräuschkulisse der Vögel und des Meeres,
Flora und Fauna, sowie der grandiose Panoramablick heilen oft besser als
jeder Arzt.
Wasserversorgung
Erst seit dem Jahr 2000 bezieht La Pared
sein Wasser vom “CONSORCIO“, dem hiesigen Trinkwasser-lieferanten der
Hauptstadt Puerto del Rosario, wo sich die größte
Wasserentsalzungsanlage Fuerteventuras befindet. Bis zu diesem Zeitpunkt
bekamen zum Beispiel die Schwedenhäuser ihr mehr oder weniger
salzhaltiges Grundwasser aus dem Privatbrunnen von (der oben genannten)
Frau König.
Da zu den damaligen Zeiten in Schweden weder
das Wasser noch der Strom Geld kostete, wollten die schwedischen Siedler
nun auch hier nicht dafür zahlen. Folglich versorgte Frau König nur noch
ihr eigenes Haus und das Restaurant. Von da an fuhren Tankwagen das
Wasser an und füllten die „depositos“ (Wasserspeicher). Man pumpte es
per Hand (später mit elektrischen Pumpen) in die Zisternen auf den
Dächern. So hatte man Dank des Höhenunterschiedes immer fließendes
Wasser. Mit zunehmender Besiedlung und Bebauung benötigte man immer mehr
davon. Deswegen ließ man Leitungen der Finca (Bezeichnung für ein
einem Bauernhof ähnliches Landgut) Chilegua in die Urbanisation
verlegen.
Chilegua
In Chilegua gibt es einen Felsen, aus dem
eine Quelle mit Süßwasser entsprang. Ungefähr vier Kilometer hinter La
Pared Richtung Pájara ist diese Finca schon rechts von der Straße zu
sehen. Das Schild mit der Aufschrift „Huertas de Chilegua“ (Obst- und
Gemüseland von Chilegua) erinnert daran, das sich hier früher eine der
bedeutendsten Fincas Fuerteventuras befand, aufgrund ihrer reichen
landwirtschaftlichen Erträge.
Gleich am Ortseingang sieht man die Überreste eines erstaunlich großen
ehemaligen Brunnens, dessen Windrad durch Naturgewalten komplett
zerstört wurde. Wandern sie bergauf in eine unvergleichlich schöne
Landschaft, vorbei an Ruinen und einem immensen Wasserauffangbecken. Es
ist geradezu unglaublich, dass auf diesem heute völlig verlassenen
Gelände bis vor 20 Jahren etliche Bauern lebten, die das ganze Land,
soweit das Auge reicht, bewirtschafteten.
Ein Gartenbaubetrieb erstreckte sich mit
riesigen Tomaten-, Feigenkaktus-, Zuckerrohrplantagen und Viehherden
über die Landschaft. Anfang des 20. Jahrhunderts ging es wirtschaftlich
bergab und das Gebiet entvölkerte sich.
Schon bald gelangt man an das ehemalige
Pächterhaus. Vielleicht haben auch Sie das Glück und treffen den Hirten
Antonio an, der Ihnen das in der Regel verschlossene Tor zur Finca
öffnet. Er selbst hütet hier seine Schaf- und Ziegenherde und zeigte uns
stolz das Haupthaus des Grundstückes. Es ist äußerst beeindruckend, was
dort zum Vorschein kommt. Angefangen von den rustikalen, antiken Möbeln
bis hin zu verstaubten Büchern in urigen Räumen rund um einen
überwucherten Patio (Innenhof). Der aus den Bergen kommende Schlauch
leitet das Süßwasser aus der Felsquelle in ein Becken direkt vor dem
Haus. Um uns die sehr gute Qualität dieser Quelle zu beweisen, nimmt
Antonio, ein echtes Majorero-Original, ohne zu zögern einen Schluck aus
dem Schlauch und stillt seinen Durst, bevor er seine Ziegen in den Stall
treibt und anschließend einsam der Abendsonne entgegen Richtung Heimat
wandert.
(Nacht-)Leben
Sicherlich kennen Sie das Sprichwort „Stille
Wasser sind tief“. Auch wenn La Pared damals wie heute auf den ersten
Blick wie ein stilles, ruhigen Dörfchen wirkt, so ging hier doch auch
immer so richtig “die Post ab”. Woran das lag? An Tina, der
Stimmungskanone schlechthin, die seit 25 Jahren “Tinas Bar“, die einzige
Kneipe in La Pared, führt.
Auch die Pool-Bar, eine Kneipe in
italienischem Stil, sorgte für ein ausgelassenes Ambiente. Nur wenige
Menschen lebten hier, so dass jeder jeden kannte. Wenige (Schweden-)Häuser,
das Restaurant “El Camello“, die zwei genannten Bars und der Atlantida
Club waren die einzigen Bauten auf diesem Grundstück.
Dennoch war La Pared Treffpunkt vieler Inselbewohner. In einer Zeit, als
es hier kaum Fernsehen, nicht mal Telefone, geschweige denn Computer
gab, blieb den Leuten nichts anderes übrig, als nachts “auf Tour” oder
ins Bett zu gehen. In diesen Kneipen “steppte der Bär”! So waren sie
Dreh- und Angelpunkt der Partygesellschaft.
Gemeinsames Ziel war es fast allabendlich,
José, liebevoll Joselito genannt, daran zu hindern zu Bett zu gehen,
indem man ihm einen Schnaps nach dem anderen einschenkte. Als Verwalter
des Stroms gehörte es zu seinen Aufgaben, jeden Abend den Generator
auszuschalten. Gelang es dem eingefleischten Kreis der Bewohner jedoch,
ihn auf ein, zwei oder mehrere Gläschen einzuladen, bedeutete dies für
jeden: Strom gibt es heute auch noch nach 23 Uhr und auf die Kerzen
können wir ausnahmsweise verzichten!
Aber nicht nur zur Strom-, sondern auch zur
Wasserversorgung gibt es so einige Geschichten zu erzählen. Wenn das
Restaurant El Camello, in der Zeit als Tina es ein Jahr lang betrieb,
mal wieder kein fließendes Wasser hatte, stolperte sie mitten in der
Nacht zum Brunnen, drückte den Knopf und pumpte somit wieder Wasser in
den Tank.
Vor 20 Jahren gab es noch kein
All-Inclusive-Hotel, in dem sich die wenigen Touristen verstecken
konnten. Noch nicht einmal asphaltierte Straßen, lediglich geschobene
Feldwege. Und Briefkästen? Nein, eine Holzbox an der Buckelpiste, die
nach La Pared führte und sicher nicht leicht zu bezwingen war, wurde
morgens mit Weißbroten und sämtlicher Post gefüllt. Sobald ein Stein auf
der Box lag, wusste man, dass jemand Grüße aus der Heimat oder auch die
immer “beliebten” Rechnungen bekommen hatte.
Die Brote waren für den kleinen Supermarkt
bestimmt, der sich damals neben Tinas Bar befand. Da die Verkäuferin
Vera eine waschechte Bayerin war, gestaltete sie auch diesen Supermarkt
dem entsprechend. Frisch aufgesetzter Kaffee und selbstgebackener Kuchen
luden hier zum Plauschen ein. Man schwätzte, was das Zeug hielt,
tauschte Gedanken und Erfahrungen in der gemütlich eingerichteten
Verkaufsstelle aus.
Samstagabends wurde die “Sportschau“ auf Teneriffa oder Gran Canaria
aufgenommen und auf Video am nächsten Tag zu Tina gebracht, sodass am
Sonntagmorgen die Sportschau vom Vortag gezeigt werden konnte und der
Frühschoppen noch unterhaltsamer als an anderen Tagen war.
Jede Nacht fand man hier einen Grund zum
Feiern. So krönte man “Mister Bauch”, taufte Hunde, bemalte Körper und
verlobte sich mit Ringen aus Alufolie. Für die musikalische Unterhaltung
sorgten die so genannten “Ketchup-Boys“, eine Gruppe, bestehend aus drei
Hobbymusikern, die Tina mit einer Kiste Tomaten “bestachen” (daher der
Name), um in ihrer Bar spielen zu dürfen. Sicherlich fragen Sie sich,
warum nicht sie die „Ketchup-Jungs“ bezahlte, sondern umgekehrt.
Vielleicht lag es einfach daran, dass, egal ob man zeitgleich mit den
Instrumenten einsetzte oder nicht, trotzdem konsequent bis zum Schluss
durchgespielt wurde.
Auch die Neujahrsfeiern waren ein absolutes
Highlight, bis Tina eines Nachts geweckt wurde, da jemand klammheimlich
durch ihre Kneipe schlich. Behutsam sah sie nach dem Rechten, als ihr
der vermeintliche Einbrecher erklärte: „Ich habe auf der Toilette
verschlafen.“
Nächtliche Anlaufstellen waren also immer
diese Kneipe oder die Pool-Bar, in der sogar die Polizisten gern
gesehene Besucher waren, da es noch keine Alkoholkontrollen gab. Traf
man sich tagsüber auf der Piste, knobelte man aus, welche der zwei
Kneipen am Abend öffnete. Kam es doch dazu, dass man seine Meinung
änderte, wurde zum Beispiel ein Picknickkorb mit allerhand Spirituosen
gepackt und am Pool geleert. Logisch, dass ebenso geknobelt wurde, um
herauszufinden, wer die Rechnung zahlte.
Oft fiel man (im wahrsten Sinne des Wortes)
regelrecht über seine Türschwelle, wenn man des nachts nach Hause ging.
Deshalb hielt man Kerzen, Petroleum- und Taschenlampen immer
griffbereit, denn auch die Straßenbeleuchtung war noch nicht vorhanden,
so dass man ohne Vollmond mehr oder weniger orientierungslos war.
Das Hotel Costa Real
Wer abseits des Touristenrummels urlauben
möchte, liegt im Hotel Costa Real goldrichtig. Diese sympathische
Hotelanlage mit insgesamt 111 Wohneinheiten, davon 93 Junior Suiten,
bzw. Bungalows mit Terrasse und Blick auf das Meer oder auf großzügig
angelegte Gärten, bietet auch ein umfangreiches Sport- und
Animationsprogramm. Ein modernes Wellness- und Fitnesscenter laden zum
Entspannen ein, und auch in dem exklusiven Ayurvedazentrum können Sie
die Seele so richtig baumeln lassen. Die im Burg-Dorf-Stil erbaute
Hotelanlage ist mit ihrer 30.000 m2 großen Gartenfläche mit Poolbereich
eine der schönsten Fuerteventuras.
Seit der Eröffnung 1993 war diese Anlage der
Geheimtipp für alle Urlauber, die fernab vom Massentourismus sein
wollten. Trotz einer Belegungsauslastung von 90% für den kommenden Monat
wurde das Haus Ende Juli 2004 jedoch völlig überraschend geschlossen.
Nachdem das Hotel zuvor 3 Jahre lang vom
spanischen Hotelbetreiber 'High Tech Hotels' geleitet worden war, welche
den Direktorenposten in diesem Zeitraum über zehn mal umbesetzte,
schloss der deutsche Eigentümer mit seiner Aktiengesellschaft Inter
Areal S.A. im November 2003 einen neuen Pachtvertrag mit dem eigens zur
Hotelübernahme gegründeten mallorquinischen Unternehmen Empresas
Hoteleras Mijada S.L..
Nach anfänglich recht freigiebigen
Investitionen sowie einem sehr großzügig besetzten Personalstab —
bereits vorhandene Posten wurden aufgrund von vorhandenen Freundschaften
doppelt und dreifach besetzt — ging es mit der neuen Firma langsam aber
sicher finanziell bergab. Wie sich erst später herausstellte, verfügte
der neue Pächter anscheinend nicht über die zum Betreiben einer solchen
Anlage erforderlichen Kenntnisse.
Mitten in der Hochsaison reichte die Firma
einen freiwilligen Konkursantrag beim hiesigen Gericht ein. Am darauf
folgenden Tag gab der Hoteldirektor und Teilhaber an alle
Vertragspartner die Anweisung, ihre Kunden innerhalb der nächsten 24
Stunden umzuquartieren und alle Reservierungen der folgenden Monate zu
streichen.
Eine Woche später verließ auch er das Hotel
und ist seit dem wie vom Erdboden verschluckt. Das im Hotel verbleibende
Personal hatte seit 16. Juni keine Lohnzahlungen mehr bezogen, sondern
war von seinem Direktor 'aufgrund eines vorübergehenden finanziellen
Engpasses' auf den Monat Juli vertröstet worden. Somit suchten sich
einige von ihnen bereits Ende Juli eine andere Beschäftigung.
Ca. 40 Angestellte zogen jedoch fest in die
Gästezimmer des Hotels ein, um so auf ihre Gehaltsforderungen der letzen
sechs Wochen hinzuweisen. Sie ließen sich von der Gemeinde sowie von
anderen Hoteliers mit elementaren Versorgungsmitteln beliefern und luden
regelmäßig das Fernsehen und die Presse ein, um verstärkt auf ihre
Situation aufmerksam zu machen.
Da diese Situation für kein Hotel tragbar
ist, unterbreitete der deutsche Eigentümer des Costa Real der im Hotel
verbleibenden Belegschaft bereits Anfang August 2004 ein faires Angebot
über eine Lohnfortzahlung in voller Höhe bis zum 31. August — unter der
Voraussetzung, dass die Hotelanlagen unverzüglich zu räumen seien.
Zusätzlich zu der Zahlung der ausstehenden Gehälter erklärte er sich
bereit, den langjährigen Mitarbeitern für jedes im Hotel geleistete
Arbeitsjahr eine Abfindung in Höhe von 20 Tagen pro Jahr zu leisten. Ein
großer Teil von ihnen lehnte dieses Angebot jedoch in der Hoffnung ab,
Gehaltsforderungen bis zum 1. Gerichtstermin, der für den 25. November
anberaumt war, geltend machen zu können. Mit der Zeit kehrte jedoch
Vernunft ein: Bei Redaktionsschluss bewohnten nur noch drei Arbeiter das
Hotel.
Da der Pachtvertrag mit Mijada noch immer
nicht aufgelöst werden konnte, darf der Eigentümer die absichtlich von
den Besetzern vernachlässigten Elemente noch immer nicht betriebsfähig
machen, was neue Interessenten nur unnötig hinhält. Eine Aufhebung des
Pachtvertrags kann derzeitig nur durch Gerichtsentscheid bewirkt werden,
jedoch unter der Voraussetzung, dass niemand mehr das Hotel bewohnt,
oder aber durch die Firma Mijada S.L. selbst.
Es bleibt zu hoffen, dass die Anwälte der 'Mijada
S.L. zum erneuten Gerichtstermin am 15.12.04 in Puerto del Rosario
erscheinen werden, um sich entweder zu rechtfertigen, gemeinsam eine
Lösung zu finden oder den Pachtvertrag endlich aufzulösen.
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war
leider noch keine Einigung in Sicht. Wir hoffen jedoch, dass das
beliebte Feriendomizil bald wieder freigegeben und an einen
zuverlässigen Pächter bzw. Käufer vermittelt werden kann (In unserem
ICF-Superboard finden Sie ein spezielles Forum zu diesem Thema, wo
wir laufend über die aktuelle Situation berichten!).
Sport und Freizeit
Ein großes Highlight von La Pared ist der
Golfübungsplatz mit reinem Kunstrasen, denn auch La Pared bleibt von der
allgemeinen Wasserknappheit auf Fuerteventura nicht verschont.
Haben Sie noch nie in Ihrem Leben einen
Golfschläger in der Hand gehalten, abgesehen auf einem Campingplatz beim
Minigolfen? Hier ist der perfekte Ort und die beste Gelegenheit dafür!
Die 9-Loch Zielgolfanlage lädt dazu ein, mit dem allseits sehr beliebten
Trainer Ken Ellis aus Irland spielend Golf zu lernen. Für die weiten
Schläge bietet sich die 230 Meter lange Driving-Range an. Des Weiteren
sind auch eine Putting Range, Sandbunker und ein reichhaltiges Angebot
an Leihschlägern vorhanden.
Wer die verborgenen Schätze rund um La Pared
kennen lernen möchte, sollte auf eine geführte Wanderung oder eine
Mountainbiketour nicht verzichten, denn die schönsten Orte sind eben
nicht immer nur auf asphaltierten Straßen zu erreichen.
Eine andere Möglichkeit ist es auch, mit den
örtlichen Bussen aus Costa Calma oder den Shuttlebussen der Surfschule
(in Verbindung mit einem Surfkurs) in die Urbanisation zu fahren und die
Umgebung zu Fuß zu erkunden. Überall in und um La Pared gibt es Wege,
die Sie zur Käserei, zum Fußballstadion, zum Strand oder entlang des
Istmo de La Pared geleiten. Da es überwiegend nur Holperwege gibt, ist
festes Schuhwerk auf jeden Fall angebracht.
La Pared bietet nicht nur etwas für
Unternehmungslustige, sondern auch für diejenigen, die endlich mal vom
Stress des Alltags abschalten möchten. Gegenüber vom Hotel Costa Real
befindet sich die Wellness-Oase “La Ventana“. Hier lernt man Körper,
Geist und Seele mit Hilfe von Ayurveda in Einklang zu bringen.
Schauspielerin und Grafikerin Maya Widmaier hat sich zur
Ayurvedatherapeutin ausbilden lassen. Jedes Jahr fliegt sie wieder nach
Indien, um an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.
Pferdeliebhabern ist der weniger als 3 km
entfernte Reiterhof von Walter Haag zu empfehlen. Er und seine Frau Anke
bieten Qualität vom Feinsten und stellen Ihnen sogar Reitsachen
inklusive Regenmänteln zur Verfügung. Falls Sie reittechnisch schon ein
Könner sind, sollten Sie sich einen Reitausflug durch die traumhafte
Landschaft nicht entgehen lassen. Geritten wird auf andalusischen
Pferden, die trittsicher und den Anforderungen bestens gewachsen sind.
Sie sollten bereits Grundkenntnisse mitbringen, da die zwei täglichen
Ausritte nicht nur am Strand durch die schäumende Gischt, sondern auch
die felsige Steilküste entlang führen und demzufolge nichts für Anfänger
sind.
Lassen Sie sich dieses unvergleichliche
Erlebnis nicht entgehen und galoppieren Sie der untergehenden Sonne
entgehen. Auch bekannte Fernsehstars wie Tanja Schumann (RTL-Samstag-Nacht)
und Daniela Morel (Moderatorin von Voxtours) haben hier schon im Sattel
gesessen und sich auf der Autogrammtafel im Reiterstübchen verewigt.
Sogar Fotografen und Models der Zeitschrift Cosmopolitan nehmen den
weiten Weg auf sich, um Schnappschüsse mit den edlen Pferden zu machen.
Die Strände von La Pared
Eine Fahrt nach La Pared lohnt sich schon
allein wegen des grandiosen Blicks über die Küste und das Meer. Fahren
Sie bis zum Ende der Avenida, die dort anschließenden Holperpisten
führen Sie zur Küste oberhalb der „Playa del Viejo Rey” (Strand des
alten Königs). Bei Ebbe können Sie über eine Steintreppe zum feinen,
hellen Strand gehen, ist jedoch Flut, können Sie nicht einmal mehr das
Ende der Stufen sehen.
Zwar sind die brechenden Wellen immer schön
anzuschauen, aber die Strömungen sind sehr stark und werden oft
unterschätzt. Vom Schwimmen wird hier abgeraten,
denn diese Westküste ist kein Kinderspielplatz, wohl aber ein Paradies
für Wellenreiter.
Tagsüber tummeln sich hier im Vergleich zu
anderen Stränden nur wenige Besucher, aber wenn es dem Abend
entgegengeht, füllt sich das nördlich gelegene Restaurant “Bahía La
Pared” und die wild-romantische, mit schwarzem Lavasandstrand gesäumte
Küste mit verliebten Pärchen. Einen Sonnenuntergang wie hier können Sie
nirgendwo anders auf der Insel erleben! Den Blick auf den im Meer
untertauchenden Feuerball gerichtet, kann man in der Abendröte sogar die
schattigen Umrisse der Insel Gran Canaria sehen. Bei guten
Wetterverhältnissen ist auch der höchste Berg Spaniens, der “Teíde“ auf
Teneriffa (mit einer Höhe von 3.718 Metern) zu erkennen. Hier schlägt so
manches romantische Herz höher und das Naturschauspiel lässt den Abend
einfach perfekt beginnen. Abhängig von dem Stand der Wolken wirkt es
zeitweise, als ob der Himmel brennt.
Etwas weiter nördlich von dieser Küste
befindet sich die überaus sehenswerte Region Agua Liques. Nur zu Fuß
oder mit einem Jeep können Sie zu diesen eindrucksvollen bizarren
Felsformationen mit kleinen, einsamen Buchten gelangen. Bei Ebbe kann
man mit einem einzigartigen Blick auf den Ozean entlang der Felswände
laufen, die der Atlantik im Laufe der Zeit geformt hat. Neben Ihnen
türmen sich riesige Kalksteinwände, bestehend aus unterschiedlichen
Farbschichten auf, die sich im Laufe der Jahre zusammengetragen haben.
Diese grandiose Struktur mit hellen, sandfarbenen und schwarzen
Sedimentschichten verdeutlicht, wie die Insel in Millionen von Jahren
gewachsen ist. Sobald man den Rücken zum Meer kehrt, hat man das Gefühl,
sich aufgrund der bizarren Felskuhlen und Kalksandsteinaushöhlungen in
einer riesigen Tropfsteinhöhle zu befinden. Dreht man sich aber um,
sieht man den weiten Atlantik mit seinen kleinen Muschelbänken,
unzähligen Krebsen, Bachstelzen und Möwen.
Gastronomie
Viel gastronomische Auswahl gibt es in La
Pared nicht, aber das Wenige ist durchaus erwähnenswert. So kann man im
oben bereits erwähnten Fischrestaurant “Bahía La Pared” an der
Steilküste Köstlichkeiten zu sich nehmen und beobachten, wie Spanier
ihre Familiensonntage verbringen. Der Süßwasserpool, die Minirutschen im
Kinderbecken und eine große Wasserrutsche sind ein Vergnügen für die
ganze Familie. Zwei eigene Fischerboote besitzt das Restaurant, so dass
immer fangfrischer Fisch auf dem Menü steht.
Spezialitäten aller Art finden Sie im Restaurant “El Camello”. Nehmen
Sie Platz in dem rustikalen Vorgarten, in den urig gestalteten Räumen
oder im grün bepflanzten “patio“ (Innenhof) und genießen Sie die gute
Luft. Hier wurde ein kleiner Garten gezaubert, in dem eine urgemütliche
Atmosphäre herrscht. Fast jedes Jahr finden hier ein Weihnachtsmarkt,
Ausstellungen berühmter Künstler oder auch ein Oktoberfest statt, so
dass für Unterhaltung immer bestens gesorgt ist.
Obwohl “Tinas Bar” bei Redaktionsschluss
gerade wegen Renovierung geschlossen war, weil die Dachträger marode
geworden waren, wird auch diese beliebte Kneipe mit quasi Kultstatus
bald wieder voll und ganz einsatzfähig sein. Wer etwas für die
Lachmuskeln tun möchte, sollte die über 400 Clowns begutachten, die
allesamt Geschenke der Besucher sind. Da diese Bar nun schon seit 26
Jahren besteht und früher schon der Ort des Geschehens in La Pared war,
sind viele Gäste zu lieben Freunden geworden. An dieser Stelle sei Hans
aus Hamburg herzlich gegrüßt und bedankt für seine langjährige
Unterstützung. Zu den Skat-, Kniffel- und Knobelabenden, sowie zum
allsonntäglichen Frühschoppen mit Live-Musik ist den Gästen kein Weg zu
weit. Auch der allseits berühmte Faschingsdienstag mit Kostümball wird
im Februar wieder stattfinden. Empfehlenswert sind auch die
hausgemachten Eintöpfe und Tina’s zarte Filetsteaks aus ihrer kleinen
Küche!
Umgebung
MATAS BLANCAS
Noch bevor Sie am Kreisel nördlich der Costa
Calma nach La Pared abbiegen, sehen Sie auf der Meerseite das Gebiet
“Matas Blancas“ (weiße Sträucher). Hier befand sich einst das andere
Ende des langen Steinwalls, der den nördlichen Teil der Insel vom
südlichen trennte.
Als erstes fällt ein ehemaliger
Kalkbrennofen auf. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in dieser
Gegend Kalk abgebaut. Der Kalkbruch von “Matas Blancas“ war der
ergiebigste der ganzen Insel mit der besten Qualität.
Es gibt bisher nicht wissenschaftlich
verifizierte Vermutungen, dass Fuerteventura vor vielen Jahren komplett
begrünt gewesen sein soll, was sich jedoch dadurch änderte, dass die
Wälder zum Befeuern der entstandenen Kalkbrennereien gerodet wurden.
Als nächstes fällt der seit vielen Jahren
leer stehende Fischzuchtbetrieb mit der Aufschrift “Canarian Sea Fish”
auf. Die Eigentümerin, die Firma Canamar S.A., konnte jetzt einen Erfolg
für sich verbuchen. Dem Antrag auf Installation einer Zuchtstation für
den Fisch namens 'Dorada' (Goldbrasse) ist laut einer Veröffentlichung
im öffentlichen Staatsanzeiger der Kanaren Anfang November 2004
stattgegeben worden. Der Genehmigungsprozess, seit 1991 laufend, hatte
sich aus Mangel an Unterstützung der öffentlichen Institutionen über den
Zeitraum von 13 Jahren hingezogen.
An windigen Tagen ist die Bucht von Matas
Blancas auch ein bei Windsurfern sehr beliebter Ort.
PUEBLO DEL MAR
Wenn Sie von Costa Calma nach La Pared
fahren, sehen Sie links von der Straße auf dem Hügel vor La Pared ein
Schild “Entra Usted en un Espacio Natural” (Sie betreten ein
Naturschutzgebiet), welches auf den Naturpark Jandía hinweist. In diesem
Gebiet befindet sich der Weiler “Pueblo del Mar”, bestehend aus 20
Häusern und 9 ständigen Einwohnern. Zwei Generatoren sowie Solaranlagen
versorgen das winzige Dörfchen mit Strom.
Diese Region wurde im Mai 1988 von der
kanarischen Regierung zum Naturschutzgebiet erklärt. Durch die isolierte
Lage ist es nie dazu gekommen, Strom an das öffentliche Netz
anzuschließen. Besonders von hier ist der Ausblick auf La Pared, auf die
Küste, auf die Berge und auf die im Meer versinkende Sonne sehr zu
genießen.
EL PUEBLO DE LA PARED
Das Dörfchen La Pared, von dem anfangs schon
die Rede war, befindet sich in den Bergen. Fahren Sie an der
Urbanisation La Pared vorbei Richtung Pájara bis zur nächsten Kreuzung,
und biegen Sie dort, noch vor dem spanischen Restaurant El Castillo, in
Richtung Las Hermosas ab. Über die hügelige Landschaft gelangen Sie bald
wieder an eine Kreuzung, die wie folgt beschildert ist: “Centro de
Cultura” (Kulturzentrum), “Parque infantil” (Kinderspielplatz), “Iglesia
(Kirche) de San Benito”, “Campo de fútbol” (Fußballplatz).
Hier beginnt das eigentliche Dorf La Pared,
das sich von dort bis zur Käserei erstreckt. Es besteht aus 12 Häusern,
die alle von Majoreros bewohnt sind, einige davon sind ehemalige
Arbeiter von der benachbarten Finca Chilegua. Folgen Sie dem Schild
hinauf zum Berg.
Vor Ihnen befindet sich nun das
Fußballstadion “Benito Alonso“. Seinen Namen erhielt das Stadion, da der
Stifter des Grund und Bodens „Alonso“ hieß. Die Fußballmannschaft nannte
sich einst „Union deportiva de La Pared“ (Sportverein von La Pared) und
hatte ihr erstes Fußballfeld auf dem heutigen Parkplatz des schon
erwähnten Restaurants El Camello. Als die ursprünglich bunt
zusammengewürfelte Truppe in die dritte Liga aufstieg, wurde das Stadion
gebaut. Wer Lust und Zeit hat, kann der Mannschaft, die hier vor 2
Jahren sogar gegen Real Madrid spielte, ab 17 Uhr beim Training zusehen.
Heute heißt dieser inzwischen aus Profispielern bestehende Fußballclub
“Playas de Jandía“.
Das Restaurant Bahía la Pared bekam zum
Zeitpunkt der Entstehung keine Baugenehmigung, und so wurde es der
Mannschaft gewidmet und als Clubhaus deklariert. Anfänglich waren hier
noch die Pokale in Glasvitrinen zu sehen. Inzwischen ist es ein ganz
normales Fischrestaurant und hat keinerlei Beziehungen mehr zu dem
Fußballclub.
Gegenüber dem Stadion befindet sich die
kleine Grundschule für Las Hermosas und La Pared. Die Schule mit
Meerblick, umgeben von Palmen, Rasenflächen und einem Spielplatz,
besuchen derzeit nur 8 Schüler. Auch die Kirche der zwei Ortschaften
grenzt an die Bildungsstätte an und erstrahlt mit dem dazugehörigen
Dorfplatz und den Gemeinderäumen in vollster Schönheit.
Lauschen Sie den Vögeln und genießen Sie die
Ruhe auf einer der Bänke der wunderschön angelegten und gefliesten
Plaza, ein Ort für öffentliche Veranstaltungen, der auch als Sportplatz
der Schulkinder genutzt wird. Auf einer bühnenartigen Erhebung ist neben
dem Kirchentor ein Bild von San Benito de Abad, dem heiligen
Schutzpatron der Gegend, zu sehen. Leider finden hier keine
Gottesdienste mehr statt. Das Tor wird lediglich für besondere Anlässe
geöffnet. Die Plaza ist umgeben von blauen Türen, hinter denen sich eine
Bar verbirgt, die während der im Juli stattfindenden Fiesta für gute
Verpflegung zu sorgen hat.
In den angrenzenden Gemeinderäumen trifft
sich an jedem dritten Samstag im Monat eine deutsche ökumenische
Kirchengemeinde, um ein so genanntes “Treffmahl” zu feiern. In Form
einer Henkelparty (jeder trägt etwas zum Buffet bei) wird dort
miteinander gegessen, gesungen und gebetet. Es ist schön, all das unter
Palmen, umgeben von Grasflächen und Sonnenstrahlen zu erleben.
Auch die Kinder der Umgebung treffen sich
einmal wöchentlich, um dort am “Teleclub” teilzunehmen. Es werden
Faschingskostüme geschneidert, Theaterstücke einstudiert und sogar
Gitarrenunterricht erteilt. Das einstudierte Krippenspiel wird jedes
Jahr zu Weihnachten aufgeführt und ist neben der Fiesta im Juli das
besondere gesellschaftliche Ereignis des Jahres.
Vorbei an diesen öffentlichen Einrichtungen
und entlang einer Buckelpiste geht es zur allseits beliebten Käserei von
Nicolasa Castro Roger. Auf einem Hügel weiden Hunderte von Ziegen und
Schafe, die Grundlage für den Lebensunterhalt des Familienbetriebes
sind. Sorgfältig zubereiteter Schafs- und Ziegenkäse, sowie selbst
angebaute Tomaten werden hier täglich verkauft. Obwohl die Tür aufgrund
der Hygienebestimmungen stets geschlossen ist, können Sie dennoch
eintreten, ein Stück des schmackhaften Käses probieren und einen Blick
in die Produktion werfen. Jährlich werden 2 Millionen Liter Milch für
die verschiedensten Käsearten mit einer Reifezeit von drei Tagen bis zu
einem Jahr verbraucht. Ein Blick auf den Hang überzeugt immer wieder
davon, dass es auf Fuerteventura fast so viele Ziegen wie Einwohner
gibt. Durch die hervorragende Qualität ist Ziegenkäse eine der
Spezialitäten der Insel. Auch eine Schweinezucht gibt es in dem seit 20
Jahren bestehenden Betrieb.
Vorbei an der Käserei, mitten durch das Tal,
gelangen Sie wieder auf die Hauptstrasse und an die Kreuzung zur
modernen “Urbanisation La Pared”.
Las Hermosas (Die
Schönen)
Das Gelände nördlich der Urbanisation La
Pared gehört zu “Las Hermosas”. Es ist unterteilt in drei Barrancos:
Puerto Nuevo, Chigueguo und Ugan. Ersteres bedeutet “Neuer Hafen“. Wenn
Sie dem Wegweiser nach Chigueguo auf der linken Seite an Enriques
Autowerkstatt und der Bar von Paco vorbei folgen und Richtung Küste
fahren, gelangen Sie zu dieser Fischerstelle. Lediglich sechs
Fischerboote, Netze, Käfige und drei Hütten gibt es hier zu sehen.
Menschenleer ist diese abgeschiedene Bucht, die im Sommer zum beliebten
Domizil von Festlandspaniern wird, um täglich fangfrischen Fisch zu
genießen.
An der Hauptstrasse sieht man einen weiteren
Wegweiser nach “Playas de Ugan“ (Strände von Ugan). Nur wenige Urlauber
finden den Weg zum hellen und schwarzen Sandstrand, der jedoch aufgrund
der heimtückischen Strömungen noch viel weniger zum Baden geeignet ist
als der Strand “Playa del Viejo Rey“ vor der Urbanisation La Pared. In
diesen drei idyllischen Barrancos (Schluchten oder ausgetrocknete
Flussbetten) sind nur vereinzelt Häuser zu sehen, die sich meist selbst
mit Strom und salzhaltigem Brunnenwasser versorgen, da es vielen zu
teuer ist, die Leitungen tief in die Barrancos zu verlegen. Es rentiert
sich finanziell eher, Solarzellen, Batterien, Windräder und die mit
Diesel betriebenen Stromgeneratoren zu nutzen.
Bis vor 60 Jahren gab es auch hier noch
riesige Tomaten- und Melonenplantagen, Ziegen und Schafe, soweit das
Auge reichte, Mais- und Kleefelder als Viehfutter, denn die
Landwirtschaft war damals die einzige Lebensgrundlage.
Auf der rechten Straßenseite ist ein gelbes
Gebäude zu erkennen, die Perrera Municipal, ein Hundetierheim. Verziert
mit Bildern und der Aufschrift “adoptame“ (Adoptier mich!) macht es von
außen einen recht gepflegten Eindruck. Hundeliebhaber sollten spätestens
hier halt machen, die vielen verlassenen Hunde einmal besuchen und
ausführen. Wenn es in Ihren Möglichkeiten steht, tun Sie etwas Gutes und
nehmen Sie einen der Hunde mit, um ihm Liebe und ein Heim zu geben, in
dem für ihn gesorgt wird.
In der Umgebung des Dorfes La Pared sind vereinzelt Häuser mit
wunderschön begrünten Grundstücken, Vorgärten und unzähligen
Kakteenarten zu sehen, auch das ist Teil von Las Hermosas. Folgen Sie
der Straße in die Berge und genießen Sie den Ausblick!
“American Star”
Das traurige Ende eines
stolzen Luxusliners
Wenige Kilometer nördlich von La Pared
befindet sich eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten
Fuerteventuras: Das Wrack der “American Star”!
Fahren Sie immer an der Westküstenstraße
entlang Richtung Pájara. Nach ca. 15 Kilometern sind links
Verbotsschilder mit einem Taucher darauf zu sehen, dort geht es auf
einen Schotterweg. Sollten Sie keinen Geländewagen fahren, sondern einen
gewöhnlichen Mietwagen, verzichten Sie bitte auf diese Exkursion.
Falls Sie falsch abgebogen sein sollten, missachten Sie keinesfalls die
Verbotsschilder des militärischen Sperrgebiets und kehren Sie um!
Schon bald ist das Wrack des einst so
berühmten Schiffes an der “Playa de Garcey“ zu sehen. Die einstmalige
“Königin unter den Luxuslinern“ mit einer Länge von 220 Metern lief 1939
unter dem Namen “SS America” aus dem Hafen in Newport News (USA) aus.
Sie bot Platz für 1046 Passagiere, was bei dem Umbau zu einem
Truppentransporter durch das amerikanische Militär 1941 auf 2258 Plätze
erweitert wurde. Als die inzwischen umbenannte “USS Westpoint” in den
Kriegsdienst eingezogen wurde, beförderte sie Munition, Kriegsgefangene
und insgesamt ca. 483.000 Soldaten.
In Europa war der Zweite Weltkrieg
ausgebrochen, deshalb konnte der Truppentransporter zunächst nicht im
Nordatlantikdienst eingesetzt werden, und so unternahm man statt dessen
Kreuzfahrten. Erst 1946 wurde sie wieder zum Passagierschiff.
Ab 1964 fuhr das Schiff unter dem Namen “Australis”,
nun nicht mehr als Dampfer der ersten, zweiten und der Touristenklasse,
sondern als Einklassenschiff. Es gibt immer noch Zeitzeugen, die sich im
Oktober 1970 an Bord des heutigen Geisterschiffes befanden und von einem
Brand berichten, der von der Kombüse ausging. Erst nach 9 Stunden konnte
das Feuer gelöscht werden und führte zu einer mehrtägigen Reparatur auf
den Fidji-Inseln.
1993 erhielt sie den uns heute bekannten
Namen SS American Star. Das Ziel ihrer letzten Fahrt sollte eine
Reparaturwerft in Thailand sein. Die American Star wurde von einem
Schlepptau gezogen, welches in einem schweren Sturm riss und dazu
führte, dass sie steuerlos am 18. Januar 1994 an der Westküste
Fuerteventuras auflief. Innerhalb von weniger als 2 Tagen brach das
gewaltige Schiff auseinander und wurde im Laufe der Zeit von den
Naturgewalten derartig zerstört, dass nur noch einige Reste sichtbar
sind.
Nur kurze Zeit nach dem Auflaufen begaben
sich Neugierige und auch das Militär auf das Schiff, um alles zu bergen,
was nicht niet- und nagelfest war. Zwar hat der Bug bis heute 11 Jahre
durchgehalten, aber der Zerstörungsprozess schreitet auch hier
unaufhaltsam voran.
Unternehmen Sie keine Versuche, an Deck
dieses Phantoms zu gelangen, dies hat schon so einige Surfer und
Wagemutige das Leben oder hohe Strafen gekostet, auch wenn es keinerlei
Verbotshinweise gibt. Trotz der vermeintlich geringen Entfernung zum
Ufer ist der Ozean unter den Einheimischen für seine tückischen
Unterströmungen bekannt.
Zu dem einstigen Ozeanliner gibt es
mindestens so viele Geschichten, wie das Schiff Namen trug. Die letzten
Stunden der American Star werden wohl für immer ein Geheimnis bleiben,
denn bis heute ist folgende Frage noch ungeklärt: War es ein Unglück
oder Versicherungsbetrug?
++++++++++++
Wir hoffen, dass wir Sie davon überzeugen
konnten, dass La Pared und seine Umgebung einiges zu bieten haben und es
durchaus ein lohnenswertes Reiseziel ist. Es wird nicht ohne jeglichen
Grund die “Perle“ oder auch “Oase Fuerteventuras“ genannt. Lassen Sie es
sich nicht entgehen, auch hierher einen Abstecher während Ihres Urlaubs
zu machen und kommen Sie in einigen Jahren wieder, um zu sehen, wie
schnell sich das Gesicht dieser Urbanisation verändert hat.
Wie immer hat es uns viel Vergnügen
bereitet, Sie auf eine unserer Reisen durch die Ortschaften und
Attraktionen der Frühlingsinsel mitzunehmen. Schon allein die
wild-romantische Westküste ist eine absolute Sehenswürdigkeit. Nein,
hier gibt es keine mit Geschäften bepflasterte Strandpromenade,
Diskotheken oder Menschenmassen, aber hier gibt es Ruhe. Stille zum
Nachdenken, zum Ausspannen und zum Träumen.
Die Seele fernab vom gestressten Alltag
baumeln lassen und zu sich selber finden…
das können Sie hier — umgeben von einem wundervollen Rundum-Panorama und
an kristallklarem Atlantikwasser.
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Luftaufnahme von La Pared Das Wrack der American Star 2005 Das Wrack der American Star 2005 Das Wrack der American Star 2005 Das Wrack der American Star 2005 Das Wrack der American Star 2005
Luftaufnahme von La Pared
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