Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 30.10.2004)

 

Sheraton Fuerteventura Beach Golf & Spa*****

Zur Zeit noch in Konstruktion ist der Abschluss der Arbeiten des neuen Luxus-Hotels für Ende 2005 geplant. Der Konstrukteur, die spanische Firma Anjoca, hat mit der US-amerikanischen Hotelkette Starwood ein Abkommen zur Bewirtschaftung des neuen 266-Zimmer-Komplexes ausgehandelt.

Die Kette Starwood betreibt bereits zehn Hotelkomplexe in Spanien, zuzüglich der sieben, die sich gerade noch im Bau befinden. Aus Direktionskreisen war zu hören, man setze für die Zukunft auf Zielgebiete wie die Kanarischen Inseln, da die finanziell gut situierte Klientel der Luxushotels Urlaubsdomizile mit einem Angebot von Sonne und Strand vorzieht — neben anderen Annehmlichkeiten wie dem Vorhandensein von Gesundheits- und Spa-Zentren
(SPA = salud por agua, Gesundheit durch Wasserbehandlungen; Anm.d.Red)
und einem Spielplatz für das 'Lieblingsspiel der Reichen', sprich: Golf.

Das Hotel ist auf einem Gelände von 2 Millionen Quadratmetern angesiedelt, zusammen mit weiteren drei Hotels der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorien, mehreren Pools und Hallen-schwimmbädern, Einkaufszentren, Restaurants, Bars, Tennis- und Golfplätzen und einem langen "Etcetera".

Die Investition der Firma Anjoca sieht — inklusive der 50-Millionen-Kostenkalkulation des Sheraton — eine Summe von etwa 600 Millionen Euro vor, von der ein Teil schnellstens zurückfließen soll aus dem Verkauf der ins Gelände eingegliederten 1.500 Luxusvillen, die an gut situierte In- und Ausländer verkauft werden.

Der Komplex befindet sich im Süden von Caleta de Fustes/Costa Caleta, und beim Vorbeifahren kann man sich von den Ausmaßen des mehr als Eine-halbe-Milliarde-Unternehmens in etwa ein Bild machen.
 

TUI bald mit kanarischer Beteiligung!

Zwei kanarische Giganten, die Firmen Lopesan und Satocan, wollen vor Ablauf dieses Jahres den Deal unter Dach und Fach gebracht haben: den Kauf von 31% der Aktien des größten europäischen Reiseveranstalters TUI.

Der Verkäufer ist die deutsche Bank West-LB, die sich aus Wettbewerbsrechten von ihrem Anteil auf dem Reisesektor trennen muss. Als Verkaufssumme stehen 1.200 Millionen € zur Debatte, und aus Direktionskreisen der West-LB war zu hören, dass es schwer gefallen war, einen liquiden Käufer für dieses Potenzial zu finden.

Aktienkurs der TUI hatte sich in den letzten Monaten an der Börse nach der Veröffentlichung der Zahlen für das abgelaufene Jahr 2003 mehr als verdoppelt, was einige Mitbewerber um die Beteiligung bei TUI zum Rückzug ihrer Angebote veranlasste. Laut den veröffentlichten Zahlen hat sich der Gewinn des Reiseunternehmens verachtfacht, und die Aktien an der Börse stiegen von 7,00 € auf über 15,00 € pro Aktie.

Auf den Kanarischen Inseln kontrolliert die TUI zur Zeit 40 Hotels, die 14% des gesamten Angebots an Gästebetten auf den Kanaren widerspiegelt. Insgesamt stehen zur Disposition der TUI 152.000 Gästebetten auf der ganzen Welt, aufgeteilt in 286 Hotels, überwiegend in Europa, Afrika und dem amerikanischem Kontinent. So gehört, unter anderen, die Hälfte der Hotelkette RIU dem deutschen Urlaubsriesen, und zu 100% die Robinson Clubs auf Fuerteventura.

Weiter unterhält die Touristik Union International eigene Fluglinien. Dazu gehören die Britannia (jetzt firmierend unter dem neuen Namen Thompson), Thompson.fly.com, Britannia Nordic, Hapag-Lloyd, Hapag-Lloyd Express, Neos und Corsair. Die TUI präsentiert auch unter anderen Firmennamen ihr Angebot: TUI Nordic, Thompson, Fritisdisresor, Star Tour, Finnmathat, und vielen mehr.

Die Finanzierung des Kaufs/Verkaufs soll über fünf beteiligte Banken ablaufen: die spanischen Banken 'Santander Central Hispano', 'BBVA' und 'La Caixa', sowie die beiden deutschen Banken 'Dresdner Bank' und 'Deutsche Bank'. Andere, vor allem kanarische Ableger verschiedener Banken, hatten vor der dargelegten Summe von über eine Milliarde Euro zum Rückzug geblasen.

Mit dem Paket von 31,7% wird das Konsortium aus den beiden Baugiganten etwa 25% aller Gästebetten auf dem Archipel mitkontrollieren, was eine stabilere Zukunft auf dem Tourismussektor — sprich: Belegung der Hotels — mit sich bringen könnte.
 

Investitionen zur Verbesserung der Wasser-Versorgung

Die 'Junta de Consorcio de Abastacimiento de Aguas de Fuerteventura' (CAAF), der hiesige Wasserversorger, hat auf seiner letzten Sitzung eine Erneuerung von sechs Pumpstationen im Inselinneren, und somit eine Verbesserung der Wasserversorgung, beschlossen. Die vorzunehmende Investition in Höhe von 180.000 Euro wird von der Inselregierung subventioniert.

Die immer wiederkehrende gleiche Beschwerde der Wasserverbraucher auf Fuerteventura bezieht sich auf den Druckverlust während der Morgen- und Abendstunden, welcher vor allem der extremen Wasserentnahme in diesen Stunden seitens der Hotels zugrunde liegt. Durch die gleichmäßige Verteilung der sechs zu erwartenden Wasserpumpen, soll dieser Engpass durch die Erhöhung des Drucks beseitigt werden.

Als weiterer Tagespunkt stand auf der Liste die Ausgleichung der Schulden der sechs Gemeinden auf Fuerteventura, die sich im Laufe der letzten Zeit durch unpünktliche Zahlungen summiert haben, und im Falle vom Gemeindekreis Pájara eine Summe von 790.000 Euro erreicht haben. Auch hier sind Lösungen mit dem Grossteil der Gemeindevertreter gefunden worden.

Im gleichen Zuge verlautete aus der Gemeinde Pájara, man habe in vier Hotels in Jandía, teilweise in langjährigem Betrieb, Wasserentsalzungsanlagen stillgelegt und versiegelt, die ohne die entsprechende Erlaubnis von den Hotels betrieben wurden. Auf die Spur ist man gekommen, als man die Monats-/Jahresabrechnungen über den Wasserverbrauch aller Komplexe verglich und einen minimalen Konsum der betreffenden Hotels feststellte. Da jene Hotels allerdings das Abwassersystem des Wasserkonsortiums auch zum Abführen ihrer Abwässer aus den Entsalzungsanlagen benutzten, ohne einen entsprechenden Obolus dafür zu entrichten, sah man in der Gemeinde keine andere Lösung, als die von den Hotels illegal betriebenen Anlagen zu schließen.

Betroffen sind die Appartementanlage Jandía Mar Sol, der Club Aldiana, der Club Robinson Jandía Playa und das Hotel RIU Palace. In den Hotels selbst stellt der Hotelgast keinen Unterschied fest, da jene Anlagen bereits an das öffentliche Wasserversorgungsnetz angeschlossen sind, und lediglich ein Hebel umgelegt zu werden brauchte.

 

Gute Aussichten für einen Kurzabstecher auf die Kanaren über die Wintermonate

Wer hat nicht schon mal daran gedacht, der grauen und kalten Winterzeit für ein paar Tage zu entfliehen und etwas Sonne und Wärme zu tanken. Das ideale Ziel dafür in der kalten Jahreszeit sind die Kanarischen Inseln mit ihren dauerhaften Frühlings-temperaturen.

Um den Entschluss zu erleichtern, haben die deutschen Reiseveranstalter angekündigt, die Preise in dieser Zeit für das Urlaubsziel Kanaren zu senken, trotz der gestiegenen Kosten, die vor allem die Erhöhung des Erdöls hervorgerufen hat. Allen voran der Reiseveranstalter Thomas Cook, der eine 10%ige Senkung vorsieht, gefolgt von den 6% des Unternehmens ReWe, 5% senkt TUI und 4% Preisnachlass gibt es auf die Angebote von Alltours.

Auch andere Reiseveranstalter haben eine Preissenkung in der Winterzeit für Urlaubssuchende, Sonnenhungrige und all die, die 'reif für die Insel' sind, parat, die Sie am besten in Ihrem Reisebüro erfragen können. Bis bald...!
 

Verfahren gegen Beamte der Guardia Civil wegen angeblicher unrechtmäßiger Verwertung von Bootsmotoren eingestellt

Wir berichteten in der vorletzten Heftausgabe des Fuerte Fan Magazins über die Einleitung eines Verfahrens gegen mehrere Beamte der Guardia Civil des Postens in Gran Tarajal, aus deren Depot mehrere Dutzende von beschlagnahmten Bootsmotoren 'abhanden' gekommen waren.

Laut Aussagen der beschuldigten Beamten waren jene allerdings als 'Bezahlung' für Dienstleistungen an Dritte ausgehändigt worden. Jene 'Dienstleitstungen' waren Reparaturen an verschiedenen Fahrzeugen des Automobilpark der Guardia Civil, sowie Arbeiten am und um das Dienst- und Wohngebäude der Beamten der Kaserne am Stützpunkt in Gran Tarajal.

Somit habe sich kein Beamter in irgendeiner Weise unrechtmäßig bereichert, was die ASIGC (die Dachorganisation zur Überwachung der Tätigkeiten der Beamten der Guardia Civil) vor einem Jahr zur Einleitung eines Dienst- und Strafrechtsverfahren veranlasste und das nun von der Richterin am Amtsgericht in Puerto del Rosario Mitte Oktober zu den Akten gelegt wurde.

Bewiesen ist allerdings, dass die aus dem Depot verschwundenen Bootsmotoren, die allesamt von den Booten der Schwarzimmigranten, die die Meeresenge zwischen Afrika und den Kanarischen Inseln durchquerten, stammten, als Gegenleistung an Firmen und Unternehmer aus dem Gemeindekreis ausgehändigt wurden, als Bezahlungen für erbrachte Leistungen, die der Staat in seiner Funktion als oberster Dienstherr hätte begleichen müssen - aber nicht beglichen hatte.
 

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