Aktuelle Fuerteventura Nachrichten 26. Woche 2007

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Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten
(zusammengestellt am 17.06.2007)

Straßenarbeiten in Pájara

Der Gemeindekreis Pájara hat vor wenigen Wochen mit umfangreichen Asphaltierungsarbeiten begonnen. Am Ende der Straßenarbeiten werden rund 23.000 qm Asphaltdecke erneuert worden sein.

Im Zuge der periodischen Erneuerung der Straßendecke wurden zudem verschiedene Verkehrsinseln an die teilweise geänderte Straßenführung angepasst (wie z.B. in Morro Jable am Kreuz zum Ambulatorio im "Barranco del Ciervo"), welche sich in kürzester Zeit zu einem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt entwickelt hat — nicht zuletzt durch die ständig wachsende Neubesiedlung im Barranco, in dem u.a. jetzt die Schulen, das Ambulatorio (die Ärztestation) und der neue Busbahnhof zu finden sind.

In der kommenden Phase werden die Altstadt Pájara und die benachbarten Siedlungen Toto, El Cardón, etc. eine neue Teerdecke bekommen. In diesem Zusammenhang bedankt sich die Stadtverwaltung für das Verständnis der Bevölkerung für die Behinderungen, die sich im Zuge der Erneuerungsarbeiten ergeben (haben).

 

Oltimer-Ausstellung in Gran Tarajal

Aus Anlass der öffentlichen Ehrung verschiedener Personen, die sich auf dem Sektor des kommerziellen Transports auf der Insel verdient gemacht haben, und im Zuge der Veranstaltung der Consejería de Transportes y Comunicaciones del Cabildo Insular (des Transport- und Verkehrsministerium der Inselverwaltung), schlug das Herz eines jeden Oldtimer-Liebhabers bei dieser Veranstaltung höher.

Nach der Festansprache des Inselpräsidenten Mario Cabrera und der anschließenden Aufführung des bekannten Satire-Duos "Piedra-Pómez" in der Veranstaltungshalle von Gran Tarajal wurde die Auto-Show eröffnet. Neben dem bereits legendären Kleinlaster des Gustavo Winter aus Cofete, stellten viele Einheimische ihre Schmuckstücke aus vergangenen Zeiten dieser Ausstellung zur Verfügung, andere reisten aus den Nachbarinseln Lanzarote und Gran Canaria an. Groß und Klein erlagen dem Charme der Volkswagen Käfer, Mercedes Benz, Opel, Citroën – und manch einem lief eine Träne über die Wangen, wegen der “guten, alten Zeiten”....

 

Neue Sportplätze

Vergangenen Monat fand die Einweihung des neuen Fußballplatzes in Tarajalejo statt, der nach den zig Jahren als 'Sandplatz' jetzt endlich eine Kunstrasendecke erhielt. Eine Investition von rund 450.000 €, die auch die Montage einiger Sonnenenergiepaneele einschließt.

Noch in der Bauphase befindet sich der Sportplatz in Costa Calma, über den wir schon mehrmals berichtet hatten – vor allem wegen seiner langen Anlaufzeit von vielen Jahren bis zu seinem Baubeginn. Für hiesige Verhältnisse ein Fußballstadion der Superlative, und nicht nur der Investition von fast 1.000.000 € wegen. Es dauert wohl noch zwei bis drei Monate, bis er bespielt werden kann, aber hier schon mal vorweg eine Ansicht des Fußballfeldes — sieht schon gar nicht so schlecht aus!

 

Erneuerbare Energien

Nach der Windkraft wird auf Fuerteventura seit geraumer Zeit auch mit fotosensiblen Energiepaneelen experimentiert. Während der Installation von Windkraftenergieparks stets große Bedenken von vor allem Umweltschützern entgegen stehen, hat der Ausbau mit Sonnenenergiepaneelen nicht mit diesen Problemen zu kämpfen.

Bislang war der Wirkungsgrad der Sonnenenergiezellen jedoch noch nicht ergiebig genug, allerdings hat die Forschung auf diesem Sektor große Fortschritte gemacht. Die neuen CIS-Paneele  (genaue Bezeichung: CuInS2-Solarzelle, eine spezielle Silizium-Verbindung, die das Licht absorbiert) sind die bislang besten, die der Markt hervorgebracht hat.

Die größte dieser Sonnenenergieanlagen auf dem kanarischen Archipel befindet sich in Gran Tarajal, finanziert über eine Eigeninitiative der Brüder González-Ramírez. Die Installation der ersten Solarzellen begann bereits im Jahr 2004 und die Energiesparinvestition endete vorerst vergangenes Jahr. Es summieren sich auf dem Terrain 1320 Sonnenpaneele an 66 Konvertern mit einer Produktionsleistung von je 100 kW.

Das Bild zeigt einen Teil der Sonnenenergieanlage in Gran Tarajal, inspiziert vom Abgeordneten des Ayuntamiento de Tuineje, Salvador Delgado, und dem Abgeordneten für Staatsinvestitionen Jorge Alfonso.

Auch in anderen Orten und vielen Privathäusern treten vermehrt die Energiegewinner der Solartechnik auf. Bislang nur für eine kurzzeitige Beleuchtung einer Bushaltestelle oder Gartenanlagen eingesetzt, werden inzwischen komplette Steueranlagen mit Solarenergie betrieben. Bei den Solarpaneelen auf dem folgenden Foto reicht die gewonnene Energie aus den Fotozellen, die dahinter liegende Steuerzentrale in einer Neusiedlung bei Tesejerague komplett zu versorgen.

Auf Fuerteventura gibt es inzwischen von Norden bis Süden verschiedene Firmen, die sich in der Technik, Installation und Wartung auf dem Solarenergiemarkt spezialisiert haben. Zuschüsse für Firmen- und Privatinvestitionen werden von der kanarischen Regierung auf Antragstellung gewährt, die zudem von verschiedenen Forschungsprojekten des Instituts für Neue Technologien, je nach deren Budget, zusätzlich bezuschusst werden können. Antragstellung kann über einen Installateur erfolgen oder direkt bei der kanarischen Regierung. Weitere Information und Auskünfte können im Gebäude der Inselregierung in Puerto del Rosario erfragt werden.

 

Warnschilder an Palmen

Unsere Redaktion erreichen immer wieder Anrufe und Anfragen über die Gefahrenschilder, die an Palmen auf der gesamten Insel angebracht sind (siehe Foto). Dabei handelt es sich tatsächlich um Warnhinweise (peligro = Gefahr). Auf dem Schild steht weiter: "...die Pflanzen sind mit pflanzensanitären Produkten behandelt worden".

Der Grund war ein kleiner Borkenkäfer, der bei einer unbehandelten Ladung ägyptischer Palmen vor etwa zwei Jahren auf die Kanaren eingeschleppt worden ist. Dieser rote Käfer mit dem unaussprechlichem Namen 'Rhynchophorus ferruginus' , auf Deutsch 'Palmrüssler', setzt sich in der Palmkrone fest und bohrt die Palmen von innen her auf, um seine Nachkommen mit Flüssigkeit zu versorgen.

Zum Opfer gefallen sind dem Palmbohrer jedoch weniger Palmen als befürchtet. Die großen Palmenhaine wie in Costa Calma und Costa Caleta werden jedoch noch weiterhin regelmäßig gespritzt, bis eine Eindämmung der Ausbreitung des Käfers mit Sicherheit bejaht werden kann.

Weiteres darüber kann in unseren Fuerteventura-News vom 18.01.2006 nachgelesen werden.

 


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