Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 03.10.2003)

Telefónica und die Konkurrenz — enorme Tarifunterschiede

Der Festnetz-Markt, aufgeteilt unter neun Telefonanbietern in ganz Spanien, weist erhebliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaften auf. Zu den teuersten gehören die Anbieter ONO, AUNA und die TELEFÓNICA, der ehemaliger Monopolist in Spanien.

Die entsprechenden Grundgebühren von 16,90 - 14,10 - 12,62 EUR liegen mit bis zu 78% über dem günstigsten Mitbewerber auf dem Festnetzmarkt, TELECABLE (mit einem Grundpreis von 9,60 EUR), der allerdings nur in der Provinz Asturien operiert.

Entgegen den Aussagen des Präsidenten der TELEFÓNICA, Julio Linares, der in einer Presseerklärung verlauten lässt, die Grundpreise für Festnetzanschlüsse liegen über 75% unter denen der Konkurrenz, zeigt der direkte Vergleich das Gegenteil. Zudem sind seit dem Ende der Vorherrschaft des einstigen Monopolisten im Jahr 1998 die Preise um satte 75% gestiegen! Da hilft auch die Ankündigung einer 2%igen Preissenkung der Tarife für den kommenden Oktober wenig, da gleichzeitig eine Preisanhebung der Tarife für Anfang 2004 geplant ist...

Gleich sieht es auch auf dem Mobilfunkmarkt aus. Die Quoten und Tarife sind so unterschiedlich wie die Anbieter. Für Urlauber könnte es sich unter Umständen lohnen, eine Pre-Paid-Karte zu erstehen, vorausgesetzt das Mobiltelefon ist anbieterfrei...! Vor dem Schrecken der Telefonrechnung nach dem Urlaub, empfiehlt es sich, vorher die Tarife der einzelnen Anbieter auszuloten und eventuell das vermeintliche MUSS einfach zuhause zu lassen...


Gleich 2x GOLD nach Fuerteventura

Die im August zu Ende gegangenen Windsurf- und Kiteboard-Weltmeisterschaften unter der Federführung von René Egli, wurden von der kanarischen Regierung mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Jener ‘Galardon’, verliehen für eine andauernd qualitativ gute Ausführung jener Veranstaltung und das damit verbundene, positive Marketing auf dem Weltmarkt - auch zugunsten des Tourismus der Kanarischen Inseln gesamt, für Fuerteventura im Speziellen - wurde dieses Jahr zum ersten Mal mit der höchsten, der Tourismusbehörde auf dem kanarischen Archipel zur Verfügung stehenden Auszeichnung gekrönt. Die offizielle Preisverleihung fand am 24. September statt.

Die zweite 'Goldmedaille' in Form eines Tellers - in Gold! - wurde einem der wohl besten Restaurants auf Fuerteventura zuerkannt. In 'Cañada del Río' (besser bekannt unter 'Costa Calma') hat es sich seit vielen Jahren etabliert, und langjährige Gäste kehren immer wieder gerne ein: das 'Restaurante Don Quijote'.

Jene hohe Auszeichnung, verliehen vom spanischen Tourismus-Ministerium, wird jährlich den besten 24 Restaurants in ganz Spanien zuerkannt, bei denen man sowohl das Ambiente, den Service und auch die Qualität des Dargebotenen als Wertung zugrunde legt. Der Eigentümer des in die Reihen der Besten aufgenommenen Restaurants von Spanien, José Macario Perera, kann äußerst stolz auf seine langjährige Arbeit und sein Team sein.

An beide 'Gold-Jungs' auch seitens unserer Redaktion die besten Glückwünsche; vielleicht sollten einige der Unternehmer oder/und deren Direktoren doch mal bei einem der beiden in die Schule gehen... Der Maßstab ist die Qualität, von der ‘Schnellen-Geld’-Welle’ bleibt nur noch ein leises, leichtes Plätschern über!

 

Harte Realität auf der "ruhigen Insel"...


Keine gute Werbung für die ansonsten so gepriesene ‘ruhige Insel’: Innerhalb weniger Tage mussten gleich mehrere Vergewaltigungen gemeldet werden. Die Täter sind bereits gefasst und inhaftiert, bleibt aber der üble Nachgeschmack des Geschehenen, abgesehen von den physischen und psychischen Leiden der Betroffenen.

Das erste Opfer war eine junge Galizierin, erst wenige Tage auf Fuerte. Scheinbar wurde ihr aufgelauert, als sie ihren Arbeitsplatz, ein Hotel in der Touristikzone Costa Calma, in den frühen Morgenstunden verließ. Nicht genug mit der Vergewaltigung, wurde sie auch bei ihrer Gegenwehr körperlich stark misshandelt. Der mutmaßliche Täter, ein Immigrant aus Lateinamerika, wurde wenige Tage später von der Polizei dingfest gemacht.

Gleich zwei deutsche Frauen erwischte es wenige Tage später nach einem Konzertbesuch in Morro Jable. Die beiden residieren an der Costa Calma, wohin sie sich im Anschluss an jenes Musikfestival per Taxi begeben wollten. Während sie am Taxenstand auf ein Fahrzeug warteten, hielt ein silbergrauer BMW der 5er-Reihe und die Insassen boten sich als Chauffeure an. Nichts Schlimmes ahnend und mit dem Wunsch, rasch nach Hause zu kommen, stiegen die beiden Frauen ein. Auf halber Strecke, in Höhe der Abfahrt ‘Risco del Paso’, bog der Fahrer auf eben diesen Weg ab. Die anschließende Aggression der beiden ‘Chauffeure’, bei denen eins der beiden Opfer ebenfalls weitere schlimme Verletzungen aufgrund der Gegenwehr abbekam, lassen wir hier unkommentiert...

Auch jene mutmaßlichen Täter wurden wenige Tage später von der hiesigen Polizei festgesetzt, dem Richter vorgeführt und inhaftiert. Die beiden Aggressoren, beide resident in Morro Jable, konnten aufgrund der Auffälligkeit ihres Autos schnell überführt werden. Als einen Tag später Familienmitglieder der beiden sich am Gericht in Puerto del Rosario einfanden, war die Fassungslosigkeit der Mutter eines der beiden mutmaßlichen Täter hervorzuheben, welche der festen Überzeugung war, ihr Sprössling könne dies nicht gewesen sein, da “ihre Kinder mit einer festen Vorstellung von moralischen Werten aufgewachsen und erzogen worden seien..”
Auch in diesem Fall sind die beiden Einwanderer aus einem lateinamerikanischen Land.

Anm.d.Red.: Wir möchten keine Pferde scheu machen, Fuerte ist immer noch eine der wirklich ruhigen Inseln. Aber allzu leichtfertig sollte man auch hier nicht sein. Schwarze Schafe gibt es in jeder Ecke der Welt, auch im entferntesten Winkel unserer Erde. Unsere Polizei hat sehr schnell reagiert und jene Fälle in fast Rekordzeit gelöst. Allerdings bleibt anzumerken: eben nur ‘reagiert’. Zu bemängeln bleibt die fehlende, präventive Präsenz auf der ganzen Insel, wobei die Schuld aber nicht unbedingt bei den Beamten zu suchen ist, sondern vielmehr der andauernden Überlastung durch ein Übermaß an Präsenz auf anderen Gebieten und der fehlenden Kooperation der verantwortlichen staatlichen Organe, dieses Manko zu beheben. Fuerte hat nun eben keine 30.000 Einwohner mehr, wie vor sechs oder sieben Jahren und die Bevölkerung hat ein Recht darauf, vor sich nicht in die Gesellschaft mit seinen Regeln und Normen integrieren wollenden Individuen beschützt zu werden.
Eventuell hätten sich jene Ereignisse durch eine (präventive) Präsenz der Polizei abwenden lassen können, vielleicht hätten sich jene Triebtäter ihr Vorhaben schon im Vorfeld aus dem Kopf geschlagen, wäre die Polizei in der Nähe des Taxiplatzes sichtbar gewesen...


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