Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 15.03.2007)

22 Tonnen Kupferkabel entwendet

In den letzten Monaten wurden auf der gesamten Insel Kupferkabel – lose und auf Rollen – aus verschiedenen Lagerhallen entwendet. Auch vor zur Verlegung vorbereitetem und auf Baustellen bereit gelegtem Material aus Gemeindeeigentum, wie bei der derzeitiger Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Corralejo, machten die Langfinger nicht halt.

Von den Dieben bevorzugte Gegenden waren die Gemeindekreise La Oliva, Pájara und Tuineje. In letzterem gingen der Benemérita – der Guardia Civil – endlich auch zwei der Kupferdiebe bei einer Routinekontrolle in die Fänge: Verkehrskontrolle bei Las Playitas, Alkoholkontrolle. Die Nervosität der beiden Insassen veranlasste die Beamten zu einer genaueren Inspektion des Wagens, in dessen Kofferraum dann auch 700 kg Kupferkabel entdeckt wurden.

Bei weiteren Untersuchungen spürte man dann auch die anderen vier 'Kupferklau'-Bandenmitglieder auf, alle im Alter zwischen 22 und 31 Jahren und wohnhaft in den Gemeinden Tuineje und Pájara. Sichergestellt werden konnten allerdings bislang lediglich 6 der 22 Tonnen, die einen Gesamtwert von rund 70.000 € haben.

 

Im September werden werden 150 Meerschildkröten freigelassen

Der Abgeordnete für Umweltfragen im Kanarischen Parlament, Domingo Berriel, hat angekündigt, im September diesen Jahres werde der Schildkröten-Nachwuchs aus der Aufzuchtstation auf Fuerteventura ins Meer freigelassen.

Aller Voraussicht nach und je nach dem Entwicklungsstand der einzelnen Exemplare, werden dann am Strand von Cofete, beim dortigen Fischerdorf an der Süd-West-Küste Fuerteventuras, die 157 Meerschildkröten (span.: tortugas bobas; lat.: Caretta caretta, Familie: Cheloniidae) nach mehrmonatiger, erfolgreicher Aufzucht, in die unendlichen Weiten des Meeres entlassen.
An der Ostküste wäre das Spektakel größer, allerdings auch die Gefahr, dass die wenige Zentimeter kleinen zukünftigen Meeresbewohner die geschützteren Zonen nicht erreichen.

Mit dem ehrgeizigen Projekt 'Recuperación de Tortugas Bobas en el Archipiélago' (Wiederansiedlung der Meerschildkröte auf dem Archipel) unter der Federführung des Biologieprofessors Luis Felipe López Jurado der Universität in Las Palmas auf Gran Canaria und dem Direktor des Umweltamtes auf Fuerteventura, Tony Gallardo, bereits seit runden 10 Jahren in der Ausführung, versucht man die Spezies Caretta caretta wieder in kanarischen Gewässern anzusiedeln, die jene bereits vor etwa 300 Jahren verlassen hatten. Die 'tortuga boba' gilt seit mehreren Jahren als vom Aussterben bedroht und steht unter Naturschutz.

Hin und wieder liest man auch vom Anlanden jener Meerschildkröten, meistens verletzte Exemplare, oder auch als ungewollter Beifang beim Fischen. Die aufgefundenen Tiere werden nach biologischen Untersuchungen und nach erfolgreichem Aufpäppeln wieder ins Meer freigelassen.

Die anfangs 186 Schildkröteneier haben bereits einen weiten Weg hinter sich. Sorgsam aufgelesen auf den Kapverdischen Inseln, dann vorerst ein Teil in die Aufzuchtstation nach Gran Canaria, der andere in die Biologie-Station Doñana bei Sevilla verbracht, endete die Reise vorerst auf Fuerteventura zur Akklimatisierung. Außer den 157 gut entwickelten Exemplaren warten bereits weitere 300 Jungschildkröten, verteilt auf verschiedenen Inseln des Archipels, auf das Leben im Ozean.


Fotos mit freundlicher Genehmigung des WWF/Adena www.wwf.es
 

 

¡ FUERTE-MUSIC ! am 29. und 30. Juni 2007

Für die bereits vierte Auflage des musikalischen Spektakels auf Fuerte steht nun das Datum fest. Ende Juni, am 29. und 30., wird El Cotillo wieder für zwei Tage zum kulturellen Mittelpunkt Fuerteventuras.

Das Cabildo de Fuerteventura, die Gemeinde La Oliva und der Sozial- und Kulturfond der kanarischen Sparkasse 'La Caja de Canarias' als Träger der Veranstaltung haben wiederum keine Kosten und Mühen gescheut, um aktuelle, moderne 'IN'-Gruppen nach Fuerte zu locken.

Pop, Rock, Soul, Oldies – eine gute Mischung für ein junges, jung gebliebenes und nicht mehr so junges Publikum. Spanische und internationale Solo-Sänger und Gruppen wie 'Mojo Project', 'Muchachito Bombo Infierno', 'Ojos de Brujo', 'La Negra', 'Radio Tafira', 'Arístides Moreno', 'Carmen París', 'Son de la Frontera', 'Haze', 'Elefantes', 'Los Coquillos', 'Nacho Mastretta', 'Link', 'Kevin Johansen' aus Argentinien, 'Café Tacuba' aus Mexiko, 'Ed Motta' aus Brasilien, und viele mehr werden wieder für ein heißes Wochenende sorgen. Der Sonntag wird dann zum Erholen nötig sein!
Zum Abkühlen ist ein Sprung in den Atlantik angesagt!

Wer's verpasst, ist selber schuld !!!

 

Cofete-Liebhaber aufgepasst!

Fantastische Sonnenuntergänge und ein immenser Sandstrand: Cofete, Playa de Barlovento.
Leider haben die winterlichen Regenfälle die Sandpiste von Morro Jable weiter in den Süden in miserablem Zustand gelassen. Nicht nur die Einwohner des Dörfchen 'Santa Cruz' am südlichsten Leuchtturm der Insel haben ernste Probleme — trotz ihrer robusten Allradfahrzeuge.

Lázaro Cabrera, als Minister für Umwelt, Sicherheit und Notfälle in der Inselregierung verantwortlich, hat eine größere Summe zur Erneuerung, Befestigung und Reparatur der 'Cofete-Piste' bereitgestellt. Die Arbeiten werden voraussichtlich vier Monate dauern.

Auch vorgesehen ist die Installation eines Aussichtspunktes auf Höhe des Passes am Berg 'Montaña Degollada', dem höchsten Punkt auf dem Weg nach Cofete über die Bergstrasse und eine der beliebtesten Haltestationen auf der Entdeckungstour für Touristen und Einheimische.

Der Blick über die gesamte südliche Halbinsel, sowohl West- als auch Ostküste, ist fantastisch.
Die Investition aus dem Staatssäckel belaufen sich dabei auf etwa 118.000 € .



Sport-Fest, -Show und -Ausstellung in Pozo Negro

Vormerken für alle April-Besucher auf Fuerteventura. Vom 19. bis 22. April findet auf dem Messegelände bei Pozo Negro die heimische Sport-Messe statt.

Die im Vorjahr erstmals abgehaltene Messe für Sportartikel aller Art hatte somit die Taufprobe erfolgreich bestanden, um zu einer erneuten Auflage zu animieren.

Alle die, die einen Stand betreiben wollen, haben noch bis zum 09. März die Möglichkeit, diesen beim 'Departamento de Deportes del Cabildo' schriftlich mittels eines Formulars zu beantragen. Den Vordruck erhalten Interessierte beim Sportamt in Puerto del Rosario, C/ Doctor Fleming Nº 1. Weitere Informationen dazu sind erhältlich unter 928 85 20 13 oder 928 53 20 96 (bitte Spanisch sprechen!)
Es werden auch noch Freiwillige für verschiedene Sport(geräte)-Demonstrationen, sowie freiwillige Helfer für die Dauer der Veranstaltung gesucht. Weitere Auskunft dazu auch unter einer der o. a. Telefonnummern.

 

Fred. Olsen Express vergünstigt die Tarife

Die auf dem kanarischen Archipel operierende Reederei Fred Olsen hat eine Vergünstigung der Fährpreise angekündigt.

Seit dem 1. März gibt die Reederei die günstigen Erdölpreise der Vormonate direkt an ihre Passagiere weiter. Je nach Fährroute sind Preisnachlässe von 14 € oder mehr möglich, welches vor allem dem Transport- und Schwerverkehr zugute kommt, aber auch 'Otto-Normalverbraucher' profitiert von den Preissenkungen.
Die Inseln rücken wieder ein wenig näher zusammen!

Fahrpläne, Preisliste und direktes Buchen auch auf der Internet-Seite der Fred Olsen Reederei unter http://www.fredolsen.es/lineas/index.asp

 

Und für alle, die die Mondfinsternis verpasst haben....

Von Samstag auf Sonntag letzter Woche war bei sternenklarem Himmel von den Kanaren aus die vorerst letzte 'totale Mondfinsternis' hervorragend zu verfolgen.

Gegen 22.00 Uhr hiesiger Zeit begann das Schauspiel. Gegen Mitternacht war dann der Mond vollkommen im Schatten unserer Erde, bis in den frühen Morgenstunden der Mond wieder in voller Größe am Himmel stand.

Unsere Aufnahme sind auf Fuerteventura aufgenommen worden, in der 'Wüste' hinter Costa Calma.

Die nachstehende Aufnahme ist mit einer Verschlusszeit von 1,3 Sekunden und einer Blendenzahl von f 4,5 aufgenommen.
Auf dem Mond sind links oben noch gut die letzten Sonnenstrahlen zu sehen, bevor sich die Erde auch noch komplett davor schob.

Die nächste totale Mondfinsternis wird bereits von der Mutter Erde aus am 28. August zu sehen sein, allerdings muss man dafür schon etwas weiter reisen. Sie wird zu sehen sein in den Nachtstunden von Montag, dem 27.08. auf Dienstag, den 28.08.2007 in Ost-Asien, Australien, dem Pacific und Amerika.

Wer von Europa aus zusehen will, muss sich gedulden bis zum 21. Februar 2008. An jenem Donnerstag ist die totale Mondfinsternis zu beobachten von Europa, Afrika, Amerika und dem Zentral-Pazifik aus. Tages-/Zeitangaben sind amerikanische Ostküstenzeit. Mehr Information dazu gibt es auf der Web-Seite der amerikanischen Regierung, mit dem Programm der NASA unter http://sunearth.gsfc.nasa.gov/eclipse/lunar.html

Bitte beachten: Die Fotos sind KEIN PUBLIC DOMAIN !

 

Terminal ohne Verbindung

Seit guten eineinhalb Jahren stehen im Gemeindekreis Pájara mehrere dieser 'Wundertüten'-Konsolen, verteilt in den Ansiedlungen Jandía / Morro Jable, Costa Calma, Pájara...

Nicht nur die Besucher, die bereits mehrmals in den vergangenen 18 Monaten den Süden besuchten, sondern auch Einheimische fragen sich beim Vorübergehen, WAS wohl darin versteckt ist...? Gelüftet wurde das Geheimnis durch einen wohl extrem Neugierigen, der es sich nicht nehmen lassen wollte, einen 'Blick ins Innere' zu werfen. Zum Vorschein kam ein Endterminal, welches – laut Angaben aus der Gemeinde Pájara – für den Urlauber, Besucher oder auch Einheimischen vor allem für den Tourismus relevante Informationen direkt zum Abfrager bringt. Über das mitinstallierte Telefon können spezielle Anfragen direkt über eine Service-Info-Leitung mehrsprachig abgefragt werden. Detailliertere Auskünfte waren nicht zu erhalten, auch nicht, WANN jene Terminals erstmals in Betrieb genommen werden.

 

Der Hund – der beste Freund des Menschen?

“Ja” und “Nein” – so verschieden sind die Meinungen zwischen Hundbesitzern und jenen, die nie einen Hund halten würden — und selbst in der Community der Hundehalter gehen die Meinungen weit auseinander – und noch mehr, falls es sich um sogenannte “gefährliche Hunderassen” handelt.

Vergangenes Wochenende, an einem gut besuchten Strand auf Fuerteventura, in unmittelbarer Nähe eines Chiriguitos... — Es fühlte sich niemand durch den Hund ernsthaft bedroht — der Boxer war ein Jungtier, allerdings waren die Proteste der Anwesenden wegen des Hundes am Strand doch nicht zu überhören und selbst die Kellner an der Strandbar wurden von erbosten anwesenden Urlaubern und Gästen um Abhilfe gebeten, manch einer verlangte die Polizei...

Der Strand ist an diesem Abschnitt durch eine Informationstafel der Gemeinde Pájara als Badestrand ausgewiesen; u.a. ist das Campen, Müll deponieren und Mitnehmen von Tieren aller Art hier nicht gestattet!

Die junge Dame scheint dies nicht beeindruckt zu haben, bis...

...unsere Kamera von der 'Lady' entdeckt wurde...

...danach wurde schnell der Hund angeleint und man zog von dannen...

Der spanische Gesetzgeber regelte – nach dem Vorbild anderer europäischer Länder – im Jahre 1999 per Erlass jene Lücke.
(Ley 50/1999, 23 de Diciembre, Régimen Jurídico de la Tenencia de Animales Potencialmente Peligrosos;
Web-Link: http://noticias.juridicas.com/base_datos/Admin/l50-1999.html  ; auf Spanisch)

Dies geschah nicht, um den Streit zwischen den “Für-und-Wider”-Kontrahenten zu schlichten, sondern: Nach mehreren Angriffen verschiedener Hunde(-rassen) auf Kinder und Erwachsene mit fatalem Ausgang , die in der spanischen Presse wochenlang und titelseitenfüllend publiziert wurden, sah sich der spanische Gesetzgeber gezwungen, endlich zu reagieren.

Das damals eiligst verabschiedete Gesetz wurde in einer überarbeiteten Neufassung im Jahre 2002 ergänzt und erweitert und im "Boletín Oficial del Estado BOE" (dem staatlichen Generalanzeiger) mit dem “Decreto 287/2002, de 22 de Marzo” unter der Nummer BOE74/2002 am 27. März 2.002 veröffentlicht (nachzulesen unter: www.gencat.net/mediamb/lleis/boe/caza/caza009.htm  oder unter den lokalen Netzen und Webseiten der spanischen Gemeindekreise; auf Spanisch)

Geregelt wurde in diesem nachgeschobenen Dekret eine genauere Spezifikation, WELCHE Hunderassen als 'gefährlich' eingestuft werden, WIE diese Hunde gehalten werden müssen, WER jene Hunde besitzen darf (und wer nicht!), sowie die sonstigen Voraussetzungen, die ein Hundehalter im Allgemeinen und für die speziellen, gefährlichen Rassen erfüllen muss.

Grundsätzlich sei dazu gesagt, dass ALLE Hunde in der Öffentlichkeit angeleint geführt werden müssen – ob groß, ob klein, ob gefährlich oder nicht! Das in der als 'gefährliche Rasse' eingestufte Tier muss einen Maulkorb in der Öffentlichkeit tragen – ohne Ausnahme.

Der Halter jeden Hundes muss diesen bei der Gemeinde (an-)melden, bei speziellen Rassen zusätzlich eine Erlaubnis beantragen und eventuell in einem physisch-psychologischen Test die Fähigkeit, das Tier dominieren zu können, nachweisen. Für staturmäßig große Hunde kann zudem der Nachweis über eine adäquate Unterbringung verlangt werden. Eine (Haftpflicht-)Versicherung
ist unerlässlich.

Einige Hundebesitzer, und hier vor allem – aber nicht nur! - residente Wahlspanier, sind oftmals nicht gut informiert über jenen Gesetzeserlass und dessen Auswirkungen. Die Bußgelder im Fall der Fälle können schmerzhafte 3.000 € erreichen, dazu, je nach Vorkommnis, eventuelle Schadensersatzforderungen von privater Seite.

Beachten Sie bitte: die Unkenntnis oder Unwissenheit über ein Gesetz befreit nicht von dessen Erfüllung!

Auch wenn Ihr Hund der “aller-aller-aller-liebste” auf der ganzen Welt ist, der “keiner Fliege was zu Leide tun könnte” und “gar nicht weiß, wozu er seine Zähne hat”.... - das wissen im besten Fall nur Sie als sein “Herrchen” oder “Frauchen”! Die meisten anderen Passanten, Spaziergänger, Strandbesucher sind da oftmals ganz anderer Ansicht...

 

 


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