Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 18.10.2006)

Zwei Lokalbusse – vollkommen 'abgefackelt'...

Komplett ausgebrannt sind in Costa Calma zwei Linienbusse des lokalen Transportverkehrs in der Nacht
von vergangenem Freitag auf Samstag.

Die alarmierten 'bomberos' (die Feuerwehr) aus Morro Jable brauchten nur 14 min, das Geschehen zu erreichen. Allerdings waren die Busse in diesem Moment schon nicht mehr zu retten. Mit 8.000 Litern Wasser und Bindemitteln versuchte man erfolgreich ein Übergreifen der Flammen auf die nahe gelegene Tankstelle zu verhindern, was durch das dortige abschüssige Gelände, einen Parkplatz, und den auslaufenden Dieselkraftstoff sehr leicht hätte passieren können. Nach dem Löschen der Flammen wurde weiterhin das heiße Metall-Plastik-Gemisch gekühlt, um ein plötzliches Selbstentzünden zu vermeiden. Unklar ist noch der Grund des Brandes, ausgeschlossen wird nichts. Die CSI der Guardia Civil haben sich des Falles angenommen.

Die Reederei NAVIERA ARMAS expandiert weiter

Die Reederei ARMAS ist einer der Fährschiffbetreiber, der die Kanarischen Inseln enger zusammenrücken lässt.

Mit einer seit 2 Jahren andauernden Erneuerung der Flotte will man auch in Zukunft einen erstklassigen Service für die Fährschiffnutzer anbieten. Der jüngste Neuerwerb, das Fährschiff 'Volcán de Tamadaba', wird im kommenden Mai seine Route zwischen Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote aufnehmen. Zur Zeit befindet sich die Fähre noch beim Schiffsbauer 'Hijos de J. Barreras' in Vigo, im Norden Spaniens und wurde vergangene Woche für ihre Jungfernfahrt aufs kanarische Archipel getauft. Mit einer Kiellänge von 154 Metern und 24 Metern Breite werden auf dem Parkdeck bis zu 231 Pkws oder 57 16-m-Trailer und 174 Pkws Platz finden können. Insgesamt 1000 Passagiere werden die gemütlichen Installationen während der 23-Knoten-Reise nutzen können. Ein Zwilling des neuen 'Volcán de Tamadaba' ist bereits in Auftrag gegeben. Dem wird dann ein weiterer folgen, um das Trio komplett zu machen. Mit der Expansion will man auch andere Ziele ansteuern, die hinter vorgehaltener Hand mit Madeira und Marokko benannt werden.
 

Gefährliche Zeit für die 'pardela'

Für einen vor allem im Norden Fuerteventuras heimischen Vogel, die 'pardela cenicienta' (lat. calonectris diomedea, auf Deutsch: Sturmtaucher, gehörend zur Familie der Röhrennasen), beginnt die gefährlichste Zeit des Jahres, vor allem für die gerade geschlüpften Jungvögel.

Obwohl die Brutzeit der Pardela von etwa Mai bis Ende Oktober dauert, liegt die Flügge, eben die Zeit, in der die Jungvögel das heimische Nest verlassen, auf Fuerteventura in den Monaten September und Oktober. Die Jungvögel sind noch etwas ungeübt und tollpatschig im Vergleich mit den flugakrobatischen und tollkühnen erwachsenen Vögeln. Genau in diesen Herbstmonaten werden immer wieder Jungvögel von vorbeifahrenden Autos erfasst, wie uns Lázaro Cabrera, Minister für Umwelt und Jagd im Cabildo Insular de Fuerteventura, erklärte. Seine Consejería, sein Ministerium, hat wie jedes Jahr um diese Zeit alle Hände voll zu tun, die verletzten Vögel zu lokalisieren und aufzupäppeln.

Die 'Pardela Cenicienta' ist eine geschützte Vogelart und von besonderem wissenschaftlichem Interesse. Vom Laien leicht mit einer Möwe zu verwechseln (sie hat etwa die gleiche Größe), hat sie mit jenen jedoch keine familiären Bande, sondern ist vielmehr eine Verwandte der Albatrosse. Señor Lázaro Cabrero bittet alle, die einen verletzten Vogel auffinden, jenen unter keinen Umständen selbst aufzupäppeln zu versuchen, keine Nahrung und Wasser zuzuführen und auch nicht zum Fliegen zu helfen, sondern sich mit der Hotelrezeption, der lokalen Polizei, der Guardia Civil oder den Umweltschutz-Beamten in Kontakt zu setzen. Jene sind bereits mit viel Erfahrung in diesem Metier die besten Ansprechpartner.

 

Neue Kreisverkehre für die Insel

Ein kleines Chaos findet man zur Zeit wegen Straßenbauarbeiten am zukünftigen Kreisverkehr in Morro Jable, genau an der Zufahrt zur Wohnsiedlung im Barranco del Ciervo.

Stets ein Nadelöhr gewesen – es befinden sich dort auch mehrere Schulen, die Ärztestation (Centro de Salud) – ist es eben, durch die Bauarbeiten bedingt, noch ein wenig enger geworden. Die dortige Zufahrt ins Zentrum von Morro Jable ist im Moment gesperrt. Der dort entstehende Kreisverkehr, ein enormes Projekt, der die Untertunnelung des Regenwasserkanals einschließt, wird wohl eines der tollsten artistischen Projekte beherbergen, die jemals auf Fuerte aufgestellt wurden! WAS das sein wird? - Lassen Sie sich überraschen...

Einstweilen werden in den Verkehrsinseln entlang der gesamten Insel Kunstwerke aller Art installiert. Nach dem ersten, fehlgeschlagenem Versuch vor etwa vier Wochen, ist bei der Zufahrt nach Costa Calma ein Windspiel mit etwa 20 Meter Höhe zu bewundern. Eine Konstruktion aus poliertem, rostfreiem Edelstahl, die in sich über eine senkrechte, feste Achse durch den Wind frei bewegt wird. Cesar Manrique lässt grüssen...

Viel Bewegung sieht man auf den Kreisverkehren bei Gran Tarajal – Tesejerague und Gran Tarajal – Tuineje. Auch hier wird die öde Leere der künstlerischen Fantasie weichen. Fahren Sie doch mal wieder vorbei... !

 

 

 


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