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Die Hotels
auf Fuerteventura erreichen eine 90% Auslastung und der Süden meldet:
‘Alles belegt’
Fuerteventura festigt sich als
Sommer-Reiseziel für Besucher aus Spanien, Italien und Island. Der
Präsident des touristischen Unternehmerverbandes stellt fest: “Das
Problem ist, dass es nur zwei Monate sind”.
Fuerteventura festigt sich als Reiseziel für
den Sommer und kommt an eine Auslastung von 100% heran. Nach dem
Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Antonio Miguel Marrero, ist der
Süden ausgebucht und im Durchschnitt gilt eine Belegungsrate von 90% auf
der gesamten Insel. “Die Monate Juli und August sind die besten und seit
drei Jahren ist der Sommer die stärkste Zeit, während es vorher der
Winter war”, bemerkt Marrero.
Urlauber vom spanischen Festland und
diejenigen aus Italien bilden die Mehrheit in der Sommersaison, neben
dem beginnenden Tourismus aus Frankreich und Island. Dieser begann
kürzlich und wurde während des Aufenthalts der Verantwortlichen aus
Reykjavik als voller Erfolg gefeiert.
"Das
ganze Jahr über haben wir Gäste aus Deutschland und England. Doch
bemerkenswert ist die große Anzahl der Spanier vom Festland, die in den
Sommermonaten kommen. Außerdem ist es uns gelungen, einen italienischen
Reiseveranstalter zu finden, der Fuerteventura als einzige kanarische
Insel für seinen Sommerkatalog ausgewählt hat”, so der Geschäftsführer
des Tourismusverbandes.
Der Rat für Tourismus der Inselregierung
betont zusätzlich, dass die Besucher in der Sommerzeit hauptsächlich
Familien und Paare mit einer hohen Kaufkraft sind und ihr Geld in
Restaurants, Bars und Cafés ausgeben.
Auf der anderen Seite stellt der Präsident
der Asociación de Empresarios de Hostelería y Turismo ( AEHT) -
Geschäftsverband für Hotelgewerbe und Tourismus auf Fuerteventura,
Antonio Hormiga, fest, “das Problem ist, dass es diese Bewegungen nur
während zwei Monaten gibt, das Jahr aber 12 Monate hat”. Und Hormiga
fügt hinzu, dass die aktuelle Saison gut läuft “und das ist sehr
positiv, denn was uns interessiert ist, die Krise zu beenden und auch
für die Wintersaison eine gute Auslastung zu erreichen”.
Nach dem Urteil des Präsidenten des AEHT
beginnt die Insel "das Licht zu erblicken und den Tunnel zu verlassen,
weil wir dieses Jahr noch einige Monate Reserve haben, wie z.B. das
letzte Quartal ”. Antonio Hormiga besteht darauf, dass daran gearbeitet
werden muss, den ’All inklusive Urlaub’ soweit wie möglich zu
reduzieren. Dieser schadet nicht nur den Taxiunternehmern,
Einzelhändlern und Restaurantbesitzern, sondern auch den Hoteliers. “Uns
beunruhigt auch, dass viele Touristen ein Billigpaket gebucht haben mit
"all inklusive", weil dabei der Gewinn minimal ist und die Touristen nur
eine geringe Kaufkraft besitzen”.
Auf der anderen Seite, hält der Rat für
Tourismus der Inselregierung Kontakte zu den Hotelketten, um die
Problematik zu lösen, die ausgelöst wurde durch die Essenszeiten. Die
spanischen Touristen hatten sich beschwert, dass im letzten Jahr im
Sommer die Essenszeiten an die Gewohnheiten der Engländer angepasst
wurden. Und zwar für das Mittagessen von 12 Uhr bis 14 Uhr und für das
Abendessen von 18 Uhr bis 20 Uhr.
“Wir
fordern von den Zuständigen, dass die Essenszeiten verlängert werden,
weil wir auf den nationalen Tourismus setzen und dessen Gewohnheiten
korrespondieren nicht mit den unseren” betonte der Geschäftsführer des
Tourismusverbandes.
Die
Reisebüros klagen über den Anstieg von illegalen Exkursionen auf der
ganzen Insel
Die
Reiseveranstalter beziffern den Anstieg des unlauteren Wettbewerbs in
diesem Sektor auf 30%. Die Ausflüge werden auf offener Straße oder in
Bars zu niedrigen Preisen verkauft, aber ohne Versicherung für die
Teilnehmer.
Die Vereinigung der Reisebüros auf Fuerteventura ist empört über das
Anwachsen der organisierten Gruppen, die Ausflüge anbieten, ohne durch
die Inselregierung dazu berechtigt worden zu sein, ohne Lizenzen und
ohne Ausbildung, um die Besucher zu betreuen. Ein unlauterer Wettbewerb,
der sich wie ein Gewächs über alle Touristengebiete im Norden, in El
Castillo, in Antigua ausbreitet. Sie schicken sich an, die 30% in dieser
Branche der Freizeitgestaltung für Touristen zu überschreiten. Sie
handeln eigenmächtig, ohne dass irgendjemand Kontrollmaßnahmen ergreift.
“Die Verantwortlichen
tun gar nichts. Der Rat für Tourismus der Inselregierung hat nicht
genügend Aufseher, um die illegalen Geschäftemacher zu verfolgen und
deren Praktiken ein Ende zu machen”, so der Sprecher des Verbandes der
Reisebüros der Insel, José Aracil.
Die illegalen
Exkursionen werden auf offener Straße angeboten inklusive Broschüren, in
Bars und Cafés “und an der einen oder anderen Hotelrezeption” berichtet
J.A.. Die Ausflüge sind sehr viel billiger und sind nicht von der
gleichen Qualität, wie die der Reisebüros. Außerdem sind die
Organisatoren nicht ausgebildet und, wie der Verband erklärt, “einige
sprechen sogar kein Spanisch”. Das schlimmste ist nicht, dass sie ohne
Lizenzen arbeiten, sondern, so J.A. “die Reiseagenturen sind dazu
verpflichtet, dem Kunden eine spezielle Absicherung zu geben und es wird
immer eine Versicherung unterschrieben, um jeglichen Vorfall
abzusichern, etwas, das die illegalen Gruppen nicht anbieten”.
Man stellt immer wieder
fest, dass die erwähnten Verkäufer der illegalen Touren gecharterte
Busse einsetzen, um die Touristen zu befördern, und für den Fall, dass
irgendein Unfall passiert, dafür keine Versicherung besitzen.
“Wir fühlen uns im
Stich gelassen von den Verantwortlichen, die weder auf der Insel noch
auf regionalem Niveau daran arbeiten, dieses Problem zu lösen”, klagt
José Aracil im Namen der Reisebüros von Fuerteventura. Die Vereinigung
erinnert daran, dass der größte Schaden für den touristischen Bereich
darin besteht, das “viele Besucher, die an diesen billigen Ausflügen
teilnehmen, unzufrieden sind, oder sich betrogen fühlen und ihren Besuch
auf Fuerteventura nicht wiederholen möchten”.
Fakten
Ausflüge
"Die Reisebüros der Insel arbeiten äußerst professionell und mit viel
Erfahrung die Exkursionen aus, die sie dem Kunden anbieten. Für 40 €
erreicht der Tourist die schönsten Orte und Freizeitzentren der Insel
und zusätzlich wird ein reichhaltiges inseltypisches Essen angeboten.
Die illegalen Angebote sind sehr viel billiger, ohne Essen und ohne jede
Versicherung. Diese Geschäftemacher schaden dem Ansehen der Insel”. Die
Angebote richten sich vor allem an britische und deutsche Urlauber
Der unlautere Wettbewerb, unter dem die Reisebüros, die ihre Steuern
zahlen und ihre Papiere in Ordnung haben, täglich leiden, weitet sich
auch auf die Einkaufszentren aus. Der deutsche Reiseveranstalter Werner
Binder, der selbst Mitglied ist im Verband der Reisebüros, sagt: “Die
Gruppen, die diese Exkursionen anbieten, führen Verkaufsveranstaltungen
durch, bei denen weitere Produkte angeboten werden”. Laut Binder
verkaufen sie mit folgenden Mitteln: “Sie bringen die Touristen dazu,
sich zu einem Kauf zu verpflichten, wenn sie an einem Ausflug
teilnehmen”. Die Expeditionen werden hauptsächlich deutschen und
britischen Gästen angeboten. ”Spanier, sowohl Kanarier als auch
Festlandspanier sind nicht so leicht zu überzeugen”, stellt Binder fest
und betont: “Dieser unlautere Wettbewerb schadet dem Ansehen der Insel
und verursacht, dass die Urlauber sich betrogen fühlen und der Urlaub
auf Fuerteventura einen bitteren Beigeschmack bekommt”. Die illegalen
Gruppen bieten Decken und Aloe-Vera-Produkte an. Ein gutes Geschäft, das
sie bereichert und verhindert, dass der Tourist nachher auf eine
Exkursion mit Qualität setzt, “weil diese zu teuer erscheint”, so
Binder.
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