Aktuelle Fuerteventura Nachrichten 20. Woche 2006

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Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten
(zusammengestellt am 17.05.2006)

 

Neuheiten im Mai auf der Landwirtschaftsmesse FEAGA 2006

Vom 25.05.06 bis 28.05.06 findet zum 21. Mal die Messe für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei auf Fuerteventura statt, wie die Jahre zuvor auf dem Ausstellungsgelände des Landwirtschaftszentrums in Pozo Negro.

Am Festakt nehmen unter anderem teil: der Präsident der Inselregierung, Mario Cabrera, der Landwirtschaftsrat, Juan Estárico, verschiedene Techniker des Rates und Repäsentanten von verschiedenen Landwirtschaftsverbänden.

Auf der FEAGA werden dieses Jahr verschiedene Neuheiten vorgestellt. Zum ersten Mal, neben den Wettbewerben um Käse und Vieh, wird ein Wettstreit der Schafscherer ausgetragen.

Für Besucher, die nicht so gut zu Fuß sind, wird der Stadtrat einen Minizug (normalerweise eingesetzt als touristischer Service in Caleta de Fuste) zwischen Messegelände und Parkplätzen einsetzen.

Mario Cabrera ist überzeugt davon, „dass sich diese Messe in ein essentielles Werkzeug gewandelt hat, um die Zukunft der Agrikultur der Insel zu sichern, und zwar dadurch, dass sie die Jugend jedes Mal mehr in die landwirtschaftliche Arbeit mit einbezieht.“ In diesem Sinne, betont Cabrera, hat die FEAGA in ihrer Entwicklung die Akkreditierung im Laboratorium für landwirtschaftliche Produkte von Fuerteventura (LFA) erreicht, das einzige dieser Art auf dem kanarischen Archipel.

Ein weiteres Thema der Messetage wird die verstärkte Ansiedlung der Muschelkulturen in den nächsten zwei Jahren sein, um Fuerteventura ein charakteristisches Merkmal wiederzugeben.

Der Vorsitzende des Landwirtschaftsrates, Juan Estárico, unterstreicht "die Notwendigkeit des Einsatzes von neuen Techniken und Technologien in der Landwirtschaft, um jeder Art von Anbau das bestmögliche Entwicklungsmilieu zu verschaffen, immer jedoch unter Berücksichtigung der traditionellen Erfahrungen und Gewohnheiten unserer Landwirte.Genau diese Idee wird ihre Bestätigung finden, wenn die unterschiedlichen Institutionen, Firmen und landwirtschaftlichen Vereinigungen sich in Pozo Negro treffen."

Unter all den angekündigten Aktivitäten der Messe für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei sollte folgende hervorgehoben werden: Der "5. Nationale Wettkampf der Ziegenkäsehersteller 2006" (Premio Tabefe Fuerteventura 2006), an dem mehr als 70 Ortschaften des Landes teilnehmen und der sich zum einzigen dieser Art in Spanien entwickelt hat.

Sie möchten den 'perro majorero', ein nur hier heimische Mischung aus Jagd- und Windhund, sehen, bei einem Ziegen-Melkwettbewerb zusehen, Käse und andere einheimische Agrar-Produkte verkosten, Fischerei- und Wassersportgeräte aller Art in Augenschein nehmen? Zeit dafür ist bis zum Sonntagabend, dem 28. Mai, wenn der Präsident des 'Cabildo de Fuerteventura', Mario Cabrera, die Messe mit einem feierlichen Akt beenden wird.

Eine interessante Abwechslung — nicht nur für die hier Ansässigen!

 

Dyrecto leitet die öffentliche Finanzierung für ein neues Projekt auf Fuerteventura in die Wege

Spaniens größte Finanzierungsgesellschaft 'Dyrecto' kümmert sich um die öffentliche Finanzierung von ca. 15 Millionen Euro aus dem EU-Fond für strukturschwache Regionen (FEDER) für das Hotelprojekt der Gesellschaft "Fuertevalle Golf" auf Fuerteventura.

Fuertevalle Golf S.L., unter der Direktion der 'Cororasa'-Gruppe, arbeitet an der Renovierung von vier obsoleten Hotelgebäuden auf Fuerteventura für ihre spätere Wiederbenutzung.

Ein Teil des Projektes ist die vollständige Modernisierung des Hotelkomplexes Maxorata (TOFIO und BAHIA), um die Kategorie von 3 auf 4 Sterne zu erhöhen. 

Dieses Objekt ist das einzige, welches in der Ortschaft Tarajalejo, an der Küste der Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura, zu finden ist und stellt derzeit einen Hauptmotor der lokalen Wirtschaft dar.

Das Hotel mit 366 Zimmern wird einen Spa-Talassobereich bieten, mit Schwimmbädern, Whirlpools im Innen- und Außenbereich, Sauna, Massagen, heißen und kalten Thermalbädern und eine Aussichtsterrasse auf das Meer. Außerdem wird es über Gesellschaftsräume, Innen- und Außenpool, zwei Speiseräume und eine Cafeteria verfügen.

 

Das neue allgemeine Krankenhaus von Fuerteventura feiert Richtfest

Der Rohbau des neuen allgemeinen Krankenhauses, welches im Auftrag des Gesundheitsrates der Regierung der Kanarischen Inseln umgebaut und erweitert wird, ist zu 100 % fertig gestellt. Der Umbau ermöglicht die Anpassung der Einrichtung an das vorausgesagte Bevölkerungswachstum der Insel und richtet ihre gesundheitliche Versorgung nach den Bedürfnissen der Einwohner auf spezielle Fachgebiete aus.

In der ersten Phase sind aktuell folgende Bereiche fertig gestellt:

- das Gebäude der Ambulanz. Der Rohbau steht und die Arbeiten verlaufen weiter nach Plan und gemäß voraussichtlichen Fristen. Im Moment ist man mit dem Innenausbau des Gebäudes beschäftigt, mit Schlosser- und Installationsarbeiten.

- Verbindungsflure mit den einzelnen stationären Bereichen des Krankenhauses.

Außer dieser Bauten werden folgende Bereiche und professionelle Dienstleistungen geschaffen, mit denen das Krankenhaus seine definierte Bestimmung erlangt:

- Bereich der Notfallambulanz auf einer Fläche von 1200 qm, die schon in Betrieb genommen wurde.

- Temporäre externe Sprechstunden, während der Fertigstellung des neuen Gebäudes für die ambulante Versorgung.

- Dialysestation auf einer Fläche von 300 qm. Diese Einrichtung wird die Räumlichkeiten der ehemaligen Notfallambulanz übernehmen und wird über 7 Dialyseplätze verfügen. Einen Platz für Bauchdialyse, einen Platz für Virus C und einen zusätzlichen Platz für akute Fälle. Diese Station verfügt über eine Kapazität mit der sie in zwei Schichten 28 Patienten behandeln kann. Falls es notwendig wird, kann sie auf drei Schichten täglich ausgeweitet werden.

Die Investitionen des Gesundheitsrates in die Ambulanzgebäude und Verbindungskorridore belaufen sich auf 14.118.538 Euro. Die Komplettinvestition wurde mit 49.900.00 Euro beziffert. Davon sind 12,3 Millionen Euro für die medizinische Ausstattung vorgesehen.

Zweckplanung für das allgemeine Krankenhaus von Fuerteventura

Das allgemeine Krankenhaus von Fuerteventura besitzt am Ende des Ausbaus und der Umgestaltung, initiiert durch den Gesundheitsrat der Kanarischen Regierung, folgende Kapazität, gemäß der verfassten Zweckplanung für die gesundheitliche Versorgung auf den Kanarischen Inseln:

- Stationäre Behandlung:
Sie wird verdoppelt auf 249 Betten, wobei zunächst von heute 125 Betten auf 165 in einer ersten Phase aufgestockt wird und schließlich in der zweiten Phase weitere 84 Betten geschaffen werden.

- Externe Sprechstunden:
Es werden insgesamt 58 Praxisräume zur Verfügung stehen, gegenüber anfänglich 12 Räumen. Diese Erweiterung wird ebenfalls in zwei Phasen realisiert, wobei zunächst 30 und im zweiten Abschnitt nochmals 16 Sprechzimmer dazukommen. Voraussichtliche ambulante Tätigkeiten in dem neuen Gebäude werden sein: externe Sprechstunden, Diagnostik und Therapie für verschiedene klinische Fachgebiete und Rehabilitation. Außerdem wird mit einem Anmeldebereich gerechnet, sowie mit einem Bereich für Lehre und Forschung, Archiven und einer neuen Cafeteria.

- Notfallambulanz:
Die momentan existierenden 6 Behandlungsräume für Notfälle werden auf 12 aufgestockt. Mit dieser Vergrößerung ist das Krankenhaus auf eine Verdoppelung der aktuellen Situation vorbereitet.

- Operationssäle:
Die Räumlichkeiten der operativen Chirurgie werden von 3 auf 8 erweitert.

- Kreißsäle:
Die Abteilung für Geburtshilfe wird in Zukunft über 4 Kreißsäle verfügen, 2 mehr als aktuell.

- Betten für Kurzaufenthalte für weniger als 24 Stunden:
Voraussichtlich soll das Krankenhaus 45 Plätze für Kurzaufenthalte bereithalten.

- Bereich für Diagnostik, Therapie und zentrale Versorgung:
Angestrebt sind 20 Räumlichkeiten für fachspezifische Verfahrensweisen in Diagnostik und Therapie, 4 für Neurophysiologie und 13 für Bilddiagnose.

 

Fremdenverkehrsamt Fuerteventura setzt verstärkt auf Qualität

Das Fremdenverkehrsamt Fuerteventura entwickelt derzeit einen Katalog für Gesundheits- und Schönheitsreisen mit dem Ziel, vermehrt Urlauber mit gehobenen Ansprüchen auf die Insel zu locken. Der Spezielreiseführer wird die Angebote der auf der Insel existierenden Spa- und Wellness-Zentren beinhalten.

Diese Initiative ist die Antwort auf die steigende Nachfrage des so genannten Gesundheitstourismus, der in den letzten Jahren auf der Insel erprobt wurde.

Der "Tourismusführer für Gesundheit und Schönheit" umfasst die Gesamtheit der Aktionen des Verbandes, um den qualitativ hohen Tourismus auf der Insel zu etablieren.

Parallel dazu wird eine neue Karte für den Aktivurlaub entwickelt, die dem Feriengast nicht nur zeigt, wo die besten Strände für Wassersport zu finden sind, sondern auch kulturelle Standorte berücksichtigt, wie zum Beispiel Museen oder Konzerthäuser.
Auf der Karte werden drei alternative Routen (Norden, Mitte, Süden) beschrieben sein, um die Insel unter verschiedenen Gesichtspunkten wie historisch, geologisch und archäologisch bereisen zu können.

Mit all diesen Publikationen sollen letztendlich die Informationen über die kulturellen Angebote von Fuerteventura erhöht werden und jedem Interessenten die Alternativen zu "Sonne und Strand" näher gebracht werden.

 

Besucher der Kanarischen Inseln gaben 2005 durchschnittlich 101,96 Euro täglich aus

Urlauber, die im letzten Jahr die Kanarischen Inseln besuchten, verbrauchten in ihrem Urlaub durchschnittlich
101,96 Euro täglich. Gemäß der Daten des kanarischen Statistikinstituts sind das 11,9 % mehr als im Vorjahr.


Im Jahr 2004 gaben Touristen auf den Kanarischen Inseln jeden Tag nur 91,09 Euro aus. 55,18 Euro davon im Herkunftsland für Flüge und Unterkunft, 35,9 Euro für Restaurantbesuche, Mietwagen und verschiedene Arten von Einkäufen am Urlaubsort.

Dessen ungeachtet stiegen die Ausgaben im vergangenen Jahr um 10,87 Euro, in der Form, dass im Ursprungsland 61,87 Euro und am Urlaubsort 40,09 Euro ausgegeben wurden. Davon entfielen 30 % auf Restaurantbesuche, 13,4 % auf Einkäufe von Non Food Artikeln, 12 % auf Einkäufe in Supermärkten, 6,2 % auf Mietwagen, 5,2 % auf Ausflüge und 29,6 % auf andere Kosten.

Die Ursprungsländer der Touristen, die in ihrem Urlaub mehr ausgaben, sind Russland und das spanische Festland, mit 113,7 bzw. 113,2 Euro, gefolgt von Portugal mit 112,5 Euro.

Diejenigen, die im Herkunftsland weniger ausgaben, wo die Mehrheit Flug und Hotel bezahlt, sind die Tschechen mit 50,05 Euro täglich, gefolgt von den Polen, die 53,9 Euro täglich aufwandten und den Irländern mit 55,7 Euro — während diejenigen, die mehr bezahlen mussten, aus Luxemburg (87,7 Euro) stammen, aus Belgien (70,2 Euro) und aus Russland (69,7 Euro).

In einigen Fällen ist zu beobachten, je mehr die Urlauber im Ursprungsland ausgeben müssen, desto weniger leisten sie sich am Urlaubsort. So gaben die Luxemburger kaum mehr als 31 Euro täglich aus, die Belgier 31,8 Euro.

Feriengäste, die am Urlaubsort mehr verbraucht haben, waren die Irländer mit 53,6 Euro täglich, gefolgt von den Spaniern mit
50 Euro täglich.

Die Besucher aus England, die den größten Marktanteil für die Kanarischen Inseln ausmachen, hatten tägliche Kosten in Höhe von 98,75 Euro — 58,5 Euro im Herkunftsland und 40,2 Euro am Urlaubsort.

Die Deutschen, als zweitwichtigste touristische Einnahmequelle für die Inseln, kamen auf tägliche Belastungen von 91,51 Euro, die sich aus 63,24 Euro für Flüge und Unterkunft und 28,35 Euro für Ausgaben im Urlaub zusammensetzen. Damit lassen sich die Deutschen unter denjenigen einordnen, die im letzten Jahr weniger ausgegeben haben.

Gran Canaria liegt bei den täglichen Aufwendungen der Touristen mit 104,1 Euro an der Spitze, gefolgt von Teneriffa mit 101,9 Euro, Lanzarote mit 99,9 Euro, Fuerteventura mit 98,4 Euro und La Palma mit 93,1 Euro.

Aufgeteilt nach den Arten der Unterkunft lagen jene, die die Insel mit einem Kreuzfahrtschiff erreichten, vor denen, die einen Aufenthalt im Hotel gebucht hatten, bzw. in einem Landgasthaus.

Wer in Apartments untergebracht war, bei Freunden oder in der Familie, gab deutlich weniger aus.



Steuern werden fällig

Alle Residenten werden einmal pro Jahr zum Auffüllen des Staatssäckels gebeten. Der Stichtag ist der 31. Mai. Steuern werden fällig für Grundstücke, Häuser, Wohnungen, Appartements, Pkw's und sonstige Fahrzeuge, Müllgebühren, Lohn- und Einkommenssteuer.

Einfach für alle, die der Gemeinde die Zahlung per Bankeinzug erlaubt haben. Hier werden Sie auf Ihrem Kontoauszug eine Buchung mit dem Text 'basuras' finden, die Müllgebühren, Grundbesitzgebühren sind mit der Registereintragsnummer ausgewiesen, Fahrzeuge mit dem Kennzeichen, etc.

Für alle anderen ist der Gang zur entsprechenden Gemeindekasse unumgänglich – und zwar am besten freiwillig!
Achtung: In Spanien wird KEINE Rechnung versandt, Sie müssen sich selbst erinnern, sollten Sie nicht auf die Mahnung mit den entsprechenden Mahngebühren warten wollen.

Für Lohn- und Einkommensteuer ist der Stichtag auch der 31. Mai für Arbeitnehmer. Der 'borrador' sollten Ihnen bereits vor wenigen Wochen zugegangen sein. Sollte Sie konform damit sein, Ihre Hausbank nimmt jenen entgegen. Im gegenteiligen Fall könnten Sie sich entweder bei der Steuerbehörde (Agencia Tributaria, oficina de hacienda) in Puerto del Rosario einfinden, mit allen Papieren, die Sie reklamieren wollen, oder per Internet bei www.agenciatributaria.es oder https://aeat.es/ bei der Sie allerdings, um Änderungen vornehmen zu können, eine digitale Unterschrift benötigen.

Die Web-Site der Steuerbehörde gibt auch Auskunft darüber, wo Sie eine solche digitale Unterschrift beantragen können. Die Seite ist ausschließlich in Spanisch und spanischen Dialekten aufrufbar. Sollten Sie des Spanischen nicht mächtig sein, es wird Ihnen gerne Ihre Hausbank helfen oder eine 'gestoría', bzw. eine 'asesoría fiscal', bei denen Sie allerdings einen Obolus entrichten müssen.


Die alten Zisternen in El Cotillo werden restauriert

Auch auf Fuerteventura hat man erkannt, dass die historische Vergangenheit ihren besonderen Reiz gehabt hat, deren heute noch existierende Zeugnisse nicht verschwinden dürfen.

Allerorts werden jetzt teilweise sehr stark verfallene historische Bauten restauriert, wie die gerade in Angriff genommenen Wasser-Zisternen in El Cotillo. Zur damals modernen Form der Wasserverteilung über Wassernetze haben jene schon lange ausgedient und sind im Laufe der Zeit verwittert und teilweise total zerfallen

Überall auf der Insel werden diese Ruinen wieder restauriert. Ein eigens dafür unter Vertrag genommenes Team aus 'pedreros' (eigentlich: Steinarbeiter, ähnlich: Steinmetze), Männern, die heute noch einen fast ausgestorbenen Beruf ausüben, wird verschiedene Projekte, finanziert aus Mitteln der Inselregierung, realisieren und den architektonischen Charme aus vergangenen Zeiten wieder in die Dörfer auf Fuerte zurückbringen.

'Pedreros' waren die Konstrukteure der oftmals kilometerlangen Steinwälle, die vor allem im Inselnorden zu finden sind, aber auch die Errichtung der alten Windmühlen und Kalköfen (z.B. in Ajuy) war deren Handwerk. Größere Steine, an denen es auf Fuerte nun mal nicht fehlt, werden aufeinander gesetzt und mit kleineren Steinen verkeilt. Original wurde dabei kein Zement oder sonstiges Bindemittel verwendet.
 


 


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