Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 24.04.2006)

 

Die 'Wolkenfänger' sind gefangen!

Gefangen in den administrativen Fängen der Verwaltungen und verwirrenden Gesetzen ist momentan noch eine viel versprechende Idee, aus den Wolken über Fuerteventuras Bergen Wasser zu gewinnen.

Eine Alternative zur Wassergewinnung aus den Wolken, die von den höheren Bergkuppen der Insel festgehalten werden – das Programm "Interreg Dysdera" – wurde vergangene Woche erst mal auf Eis gelegt, und zwar auf Antrag des Bürgermeisters der Gemeinde Betancuria, auf 'dessen' Montaña Morro Velosa acht dieser Apparate zur Wassergewinnung installiert werden sollten.

Laut seiner Aussage wurde er von dem Vorhaben in seinem Regierungsbezirk nicht informiert. Scheinbar hatte er auch schon längere Zeit keine Zeitung aufgeschlagen...

Das Projekt "Interreg Dysdera", gefördert und finanziert von der kanarischen Regierung, sieht die Installation von jeweils acht Vorrichtungen zur Wasserkondensation auf drei der höchsten Berge Fuerteventuras vor: dem 'Pico de la Zarza' (807 m) in Jandía, dem Berg 'Montaña Muda' (689 m) beim Dörfchen Tindaya und eben dem Berg 'Montaña Morro Velosa' (724 m) im Naturpark von Betancuria.

Außer auf Fuerteventura ist bei diesem Projekt auch die Installation gleicher Apparate auf den kanarischen Inseln La Palma,
El Hierro und La Gomera vorgesehen, außerdem auf der portugiesischen Insel Madeira. Die kanarische Regierung finanziert dieses Projekt mit 132.000 € aus öffentlichen Mitteln.

Die Grundidee ist, aus den sich ständig um die Bergkuppen drehenden Wolkenbändern, auch bekannt als 'horizontaler Regen', Frischwasser und — bei guter Wasserqualität — Trinkwasser zu gewinnen. Gedacht ist an die Aufforstung und die Bewässerung der durch die Erosion stark verwüsteten Berge oder auch an die Einrichtung lokaler Trinkwasserstationen — je nach Wasserqualität eben.

Die Installation der 'Atrapanubes', wie sie im spanischen Volksmund genannt werden, ist schon bereits seit über einem halben Jahr angekündigt worden, nachdem das Projekt im vergangenem Jahr einstimmig von der kanarischen Regierung abgesegnet wurde. Nur in Betancuria scheint die Information noch nicht angekommen zu sein...

Eine sich bereits in den Händen der Verwaltung befindliche Lizenz zur Installation verzögert somit die Ausführung des Projekts um voraussichtlich vier Monate, oder fünf, oder....!
 

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – nur teurer!

Seit mehreren Jahren ist in der Siedlung Costa Calma ein Fußballplatz geplant. Aufgestellt wurde vor Jahren ein Schild, dass die Beendigung der Arbeiten für das Jahr 2003 ankündigte.

Die Zeit war verstrichen, der Fußballplatz noch bei den Vorbereitungsarbeiten. Das Schild wurde ausgetauscht, das neu aufgestellte markierte als Stichtag das Jahr 2005, die Einweihung war für den Septembermonat geplant.

Aber auch dieses neuere Datum verstrich ohne eine fertig gestelltes Fußballfeld. Monate später wurde auch dieses Schild wieder ausgetauscht. Das Neueste ist auf dem Foto zu sehen.

 

Dritter Anlauf – Fertigstellung für dieses Jahr geplant.
Erstaunlich ist die Kostenexplosion dabei. Waren im ersten Anlauf noch 450.000 € dafür eingeplant, kostet dieses Projekt inzwischen fast eine runde Million. Ist der gestiegene Ölpreis daran schuld?
 

"Mirador Morro Velosa" wieder geöffnet

Mitte April zelebrierte die Inselregierung von Fuerteventura die Wiedereröffnung des "Mirador de Morro Velosa",
des beliebten Aussichtspunktes auf dem Berg "Morro Velosa" (724 m) bei Betancuria.

Die neuen Öffnungszeiten sind dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr (auch an Feiertagen).

Neben der Cafetería mit Restaurant bietet der Mirador den Besuchern einen Bazar / Souvenirshop und demnächst auch eine Ausstellung über die umliegende Region, sowie Anschauungsobjekte von Skeletten der an Fuerteventuras Küsten gestrandeten Meeressäugetiere, wie Wale und Delfine.


 


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