Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten

(zusammengestellt am 17.09.2005)

 

V. Bildhauer-Symposium in Puerto del Rosario

Vormerken für alle Kunstliebhaber und -interessierte: vom 19. September bis 25. Oktober findet auf dem großen Parkplatz an der Hafenstrasse in Puerto del Rosario eine Neuauflage des Kunst-Symposiums statt.

Die im Jahre 2001 aus der Taufe gehobene Veranstaltung erfreut sich ständig zunehmender Interessentenschar, die während dieser vier Wochen den Steinmetzen auf die Finger — sprich: Pressluftbohrer, Hämmer und Meißel — sehen und eventuell sogar einen kurzen Plausch mit den Artisten in der Mittagspause unter den schattigen Lorbeerbäumen halten können.

Viele nationale und internationale Künstler haben bislang ihr Talent einem breiten Publikum vorstellen können. Vom Rohblock aus Marmor oder Granit bis zu mächtigen Holzstämmen — nichts konnte dem Künstlerwillen widerstehen. Ausgestellt sind die meisten der Arbeiten in den Strassen unserer Inselhauptstadt (im Moment etwa 70 Kunstobjekte aus vorhergehenden Editionen), andere auch an markanten Plätzen in den anderen Gemeindekreisen.

Die diesjährige Auflage wartet wiederum mit hochkarätigen Künstlern auf: aus dem fernen Japan erwarten wir Kenji Takahashi und Ogata Yoshin, aus Mexiko Carlos Monge, aus Argentinien Jorge Romeo, aus Europa: Ziyatin Nuriev (Türkei), Hans J. Müller (Deutschland), Maxim Dumitras (Rumänien), Goran Cpajak (Yugoslawien).

Fast schon 'legendär' ist die Teilnahme von J. Miguel Cubas aus Fuerteventura und Nicolae Fleissig aus Frankreich, die bislang keine Edition 'verpassten'!

Als Arbeitsobjekte werden Blöcke aus Alicante-Stein zur Verfügung gestellt.
Und die diesjährigen Motive? Zusehen und abwarten...!
 


Heißes Dauerthema: Flughafen für den Süden


Während der Sommermonate — dem berühmten 'politischen Sommerloch' — hat sich auf Fuerte die Planung eines zweiten Flughafens im Süden zu einem brandheißen Diskussionsthema entwickelt.

Wahrscheinlich im Hinblick auf neue Studien und Hochrechnungen, die belegen, dass die derzeitige, zu knapp bemessene Erweiterung des Flughafens durch den weiter steigenden Passagier- und Warenverkehr den Airport schon in wenigen Jahren erneut kollabieren lassen, ist der Neubau eines Zweitflughafens im Süden, im Gemeindekreis Pájara, in Erwägung gezogen worden.

Ein gemeindeeigenes Gelände im Gebiet 'Matas Blancas' in der Nähe des Barrancos 'Guerepe', nördlich der Costa Calma, soll für den Plan bereitgestellt werden. Initiiert wurde die Diskussion vom Hauptpromoter, der südlichen Gemeindeverwaltung und unterstützt von der Inselverwaltung sowie der mächtigen Hoteliervereinigung 'Hecansa'.

Außer 'normaler' gegenseitiger Beschimpfungen und Unterstellungen seitens der politischen Befürworter und Gegner kam noch kein erwähnenswerter Kommentar zustande, nicht zu reden von rational untermauerten Fakten.

Geschmacksprobe: „..die Feudal-Naturschützer, die sich grundsätzlich gegen alle zum Allgemeinwohl anstehenden Neuerungen der Infrastruktur stellen..“ oder auch: „..wissen nicht zu unterscheiden zwischen wirklicher Ökologie und veralteten Ansichten..“.

Sollten interessantere Fakten bekannt werden, halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden!
 

Weiterhin verboten: Abernten von Muschelkolonien und Napfschnecken

Wahrscheinlich sind Ihnen als Besucher auf Fuerte in den letzten Wochen die übergroßen Schilder an den Straßenrändern in Richtung Westküste aufgefallen, aufgestellt von der Inselregierung 'Cabildo Insular', auf denen etwas von 'mejillones', 'lapas' und 'prohibido' steht.

Es geht hier um das Abernten der Muschelfelder und das Ablösen der Napfschnecken, vorrangig an der felsigen Westküste, seit einem Jahr per Gesetz (respektiv vom 29. Juli 2004 und 14. August 2004) verboten!

Der minimierte Bestand durch die maritimen Wilderer hat die Anzahl beider Spezies an den Küsten unserer Insel inzwischen so weit reduziert, das sie sogar vom Aussterben auf dem hiesigen Eiland bedroht sind. Das Verbot, erlassen im vergangenem Jahr (wir berichteten im Juli und im August des Vorjahres davon) durch die Inselregierung, scheint nach einem Jahr in Kraft wohl für viele nicht mehr zu gelten; dazu kamen auch die Urlauber (vorwiegend Insulaner des restlichen Archipels, welche die Sommermonate auf den Campingplätzen auf Fuerte verbringen und sich mit Vorliebe aus dem Meer ernähren). die heftig dazu beigetragen haben, dass die Bestände der Muscheln und der Napfschnecken alarmierend abgenommen haben.

Die wenigen zur Kontrolle abgestellten Beamten der Umweltpolizei sind allerdings fast machtlos gegen die Umweltfrevler, welche die durchaus hohen Strafen scheinbar nicht von der Übeltat abhält.

Ein neuer Aufruf der Inselregierung in den lokalen Medien appelliert an die Einsicht und die Vernunft der Bevölkerung und bittet jene auch um Mithilfe.

Die Strafen bei Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot reichen von 300 bis 60.000 €, je nach Schwere der Tat, in diesem Falle der Menge der eingesammelten Muscheln und der dabei verursachten Schäden.

Die speziell dafür eingerichtete direkte Telefonleitung mit der Nummer 064 soll die schnelle Meldung im Fall der Fälle ermöglichen.

 


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