Aktuelle Fuerteventura Kurznachrichten
(zusammengestellt am 18.04.2003)

Telefónica ändert ihre Telefonnummern!
kjr. Die spanische Telefongesellschaft Telefónica hat ihre Servicenummern modifiziert. Nummern, die mit 10.. begannen (wie z.B. die Telefonauskunft) sind ab sofort über 118.. zu erreichen. Im Falle der Inlandsauskunft ist dies für Privatanschlüsse 11818, für die ‘Gelben Seiten’ wählen Sie 11888. Die Gewerbeauskünfte der Telefónica schließen als erweiterten Service auch weitergehende Informationen ein, welche je nach Interesse des Anrufenden variieren können. Man kann sich z.B. die nächstgelegene Werkstatt suchen lassen, das Spezialitätenrestaurant oder den Arzt und die Antwort als SMS auf’s Handy, als Fax oder auch ins Emailfach schicken lassen.

Hier die wohl wichtigsten:

Internationale Telefonauskunft: 1025 - geht über in: 11825
Nationale Telefonauskunft:: 1003 - geht über in: 11818
NEU! Nationale Telefonauskunft mit Extraservice: 11822
Gewerbeauskunft (Gelbe Seiten): 1088 - geht über in: 11888

Weitere Servicenummern stehen dann in den neuen Telefonbüchern oder sind erhältlich unter der Nummer 1004, die momentan noch nicht geändert ist (Linea de Atención al Cliente).
Nach einer Entscheidung der spanischen Regulierungsbehörde darf die Telefónica die Direktverbindung mit der erfragten Nummer nicht mehr herstellen, wegen des Wettbewerbs...


Und weg war der Strom...!
Costa Calma hat’s wieder mal getroffen! Ein Baggerfahrer hat mit seinem schweren Gerät die Versorgungsleitung des Stromanbieters Unelco-Endesa am späten Nachmittag gekappt. Schwerer Stand für all die Köche in den Hotelrestaurants: nichts funktionierte! Unsere Urlaubsgäste haben davon wenig mitbekommen: als man vom Strand zurückkam ging schon alles wieder. Vor einigen Jahren hat dies noch fast einen Tag gedauert, heute ist es in zwei Stunden erledigt. Gute Serviceleistung!


Versteigerung in Puerto del Rosario
Das Verteidigungsministerium versteigert in Puerto del Rosario ein Ladenlokal in der Strasse Juan XXIII, Nº 63 (zu finden auf dem Stadtplan auf unserer Web-Seite). Die Unterlagen können bei der Abteilung Gebäudeverwaltung der Streitkräfte (INVIFAS) in Las Palmas de G.C., Paseo Tomás Morales, Nº 103-105, Tel. 928-244787, oder bei der Verwaltung in Madrid, Paseo de la Castellana, Nº 233 angefordert werden. Anträge zum Mitsteigern können bei den beiden vorher genannten Verwaltungen beantragt werden und müssen bis zum 21. April 2003, 14.00 Uhr dort hinterlegt werden. Die öffentliche Verkündung der Angebote wird am 09. Mai 2003, 11.00 Uhr im Verwaltungsgebäude in Madrid stattfinden.


Erfolgreicher Strandservice
Wer kennt sie nicht, die Umkleide- und Servicekabinen an (fast) allen Strandzugängen im Süden der Insel? Nach (zu) langem Brachliegen sind sie dann doch in Betrieb genommen worden, und das, so verlautet aus der Kreisverwaltung in Pájara, mit vollen Erfolg. Ein halbe Million Benutzer kann man bislang vorweisen, die die Wickeltische, Duschen, Toiletten und Umkleideräume als ‘eine gute Einrichtung’ sehen. Zusammen mit den Hinweistafel, einige davon interaktiv, die die aktuelle Wasserqualität und die derzeitige Wasserbewegung in drei Sprachen anzeigen, sowie einigen Wasserwacht- und Erste-Hilfe-Stationen hat die Kreisverwaltung hier eine sehr hohe Investition betätigt. Der Sauberkeit seiner Strände und des Wassers und dieser Annehmlichkeiten für den Strandbesucher wegen, können sich die Badestrände und -buchten im Süden der Insel mit der ‘blauen Fahne’ schmücken, eine Auszeichnung allererster Qualität.


Nepper, Schlepper, Bauernfänger...
kjr. Kanaren, am frühen Nachmittag, auf einem Parkplatz in der Nähe eines Shopping-Centers.
Eine Leserin schilderte uns folgendes: “Gestern Nachmittag wurde ich von zwei Männern auf dem Parkplatz eines Shoppingcenters angehalten und nach dem Parfüm, welches ich benutze, gefragt. Und man bot mir an, doch mal ihren sensationellen Duft zu schnuppern und rein zufällig wäre dieses auch noch im Angebot. Eventuell hätte ich mich breitschlagen lassen, hätte ich nicht vor einiger Zeit so einen Rumor gehört...
Sie ließen von mir ab und verweilten zwischen den geparkten Autos, bis, wie es schien, sie ein neues ‘Opfer’ gefunden haben würden.
Ich hielt eine Frau an, die an mir vorbei geradewegs in ihre Richtung ging, und erzählte ihr, man höre von Männern, die zwischen den Autos auf Parkplätzen Frauen Parfüm zum Riechen anböten, das sie auch kaufen könnte, und das ‘Parfüm’ sei in Wirklichkeit Äther! Wenn man wieder bei Sinnen ist, ist mit größter Wahrscheinlichkeit auch das Auto weg...”


Ihre Schnappschüsse - reif für den Wettbewerb?
Sie haben gute Schnappschüsse? Prämienreif? Wie ein echter Fotograf? Die sollte jeder mal sehen? …
Es sind in Fuerteventura zur Zeit zwei Fotografiewettbewerbe ausgeschrieben: 
Der erste von der Kreisverwaltung Antigua. Das Thema ist frei wählbar, die Fotos sollten jedoch mit dem Landkreis Antigua in Zusammenhang stehen oder dort aufgenommen worden sein. Es werden das Motiv, der plastische Ausdruck und die Zusammensetzung des Fotos bewertet. Jeder Kandidat kann mit bis zu drei Fotografien in schwarz-weiß oder Farbe teilnehmen. Der Abgabeschluss ist der 25. April 2003 bei der Kreisverwaltung in Antigua. Im Gegensatz zu den früheren Wettbewerben dieses Landkreises müssen die Teilnehmer nicht im Landkreis Antigua ansässig sein.
Als Preise winken zwei Geld- und zwei Nebenprämien.
Die Verwaltung der Häfen in der Provinz Las Palmas - zu denen Fuerteventura, Las Palmas und Lanzarote gehören - ist der Veranstalter des zweiten Fotografie-Wettbewerbs. Das Thema ist auf die Aktivitäten der Kreuzfahrtschiffe, die in den Häfen in Fuerteventura und Lanzarote anlegen, fixiert. Das Motiv ist dem Fotografen frei überlassen. Die Fotos werden per Email an die Web-Seite der Hafenverwaltung geschickt, www.palmasport.es. Dort sind auch nähere Einzelheiten zu finden. Der Einsendeschluss ist Ende April diesen Jahres, die Web-Site-Besucher wählen im Mai die 20 Endteilnehmer aus und im Juni werden die 13 Finalisten von einer Jury selektiert. Der Gewinner erhält die Nachricht per Email und einen Preis von runden € 1.000,00. Und wann findet man ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Puerto del Rosario? Tel. 928-860200, Hafenverwaltung oder - wie auch eine detailiertere Beschreibung der Wettbewerbsgrundlagen - findet man auf der o.g. Web-Seite (nur in spanisch).


Aktuelle Kunstausstellungen
Der deutsche Maler Peter Wehr stellt seine Werke dem Publikum in El Cotillo vor. Im Leuchtturm ‘El Tostón’ werden seine Werke unter dem Titel ‘¿Qué hablan las montañas? - Was erzählen die Berge?’ noch bis zum 08. Juni zu begutachten sein können.
In Puerto del Rosario, im Pub ‘Calle 54’ sind Gemälde des Künstlers Ramón Smith unter dem Titel ‘Colores de Paz - Farben des Friedens’ noch bis zum 30. April zu sehen.
Am Fusse des Berges Tindaya, genauer in der ‘Bar María’ im gleichnamigen Dorf sind (St)eindrücke nicht ganz alltäglicher Art des Künstlers Jo Hammer ausgehängt. Wem der Weg - von wo auch immer - zu weit scheint, kann sich die Fotoexhibition auch auf einer Web-Seite unter dem gleichnamigen Motto ansehen: www.atlantura.com. (Sollten sie sich doch für einen Besuch bei María entscheiden, viele Grüße von unserer Redaktion.) Letzter Tag ist voraussichtlich der 22. April.


Zuschüsse für antike Häuser
Im Landkreis Betancuria werden ab sofort Anträge für die Reformierung und Rehabilitierung antiker Häuser entgegengenommen. Der Verwaltungsrat der kanarischen Regierung hat für Häuser, die gewisse Kriterien erfüllen und sich in der als ‘medio rural’ eingestuften Zone befinden, ein spezielles Programm ausgearbeitet, die Zuschüsse variieren je nach Zustand und Alter der Gebäude, Lage, finanzieller Möglichkeit des Eigentümers und zukünftigem Verwendungszweck. Information und Antragsabgabe sind im Verwaltungsgebäude in Betancuria möglich.


Las Islas Canarias bekommen eigene Hymne
Nach 20 Jahren Autonomie, nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Melodien und nach einem erfolglosen Texter-Wettbewerb ist sie nun doch endlich uraufführungsreif, das letzte noch ausstehende institutionellle Symbol der ‘Comunidad Autónoma de Canarias’: die Hymne.
Nachdem sich zwei Melodien in die letzte Runde gespielt hatten, entschied man sich letztendlich für ‘Arrorró’, aus dem Werk ‘Cantos Canarios’ (kanarische Lieder) von Teobaldo Power. Aus 82 Textvorschlägen, die auf einen Texter-Wettbewerb hin eingegangen sind, entsprach wohl keiner so richtig den Vorstellungen. Kurzerhand beauftragte man einen Profi. Der Text stammt dann also aus der Feder von Benito Cabrera, Texter, Linguist, Dichter. Offiziell vorgestellt wird die Hymne am 29. Mai diesen Jahres, dem ‘Día de Canarias’, der ‘heiligste’ aller Feiertage - für die kanarischen Inseln.


Gefährliche Wasser - Übermut ist nicht gefragt!
kjr. Fuerteventura, Ostküste, südliche Halbinsel. Strände, Strände, Strände - ohne Ende. Über 30 Kilometer feinster Sandstrand, fast immer ruhiger Wellengang - ein echtes Badeparadies. Fuerteventura, Westküste, ebenfalls südliche Halbinsel. Cofete: Noch ein scheinbar endloser, traumhafter Strand, 10 Kilometer feinster weißer Sand, in dem man knöcheltief versinkt, ein leuchtendes Blau des Atlantikwassers, ein Traum für Romantiker - aber tödlich für Leichtsinn!!!
An diesem herrlichen, trügerischen Strand wird Übermut sogleich bestraft. Abseits von den von Rettungsdiensten und Wasserwacht überwachten Stränden und Buchten, abseits von jeglicher sonstigen schnellen Hilfe wird hier die Strafe für Übermut gleich vollzogen, und das mit Höchststrafe: dem Tod. Vor wenigen Tagen wurde dies wieder Wirklichkeit. Ein deutscher Urlauber ertrank, unterschätze die Kraft der Wellen, den Untersog des zurücklaufenden Wassers... Als die Rettungskräfte eintrafen, der Such-Hubschrauber aus dem Norden der Insel, ein Feuerwehr- und ein Rettungswagen aus Morro Jable, war er inzwischen wieder an den Strand gespült worden...
Doch der Strand von Cofete ist nicht die einzige ‘Wasser-Falle’. So gut wie alle Strände an der Westküste haben die gleiche Unterströmung, die wie ein Sog wirkt, die sich noch verstärkt bei ablaufender Flut. Auch einige Strände und Buchten im Norden sind mit Vorsicht zu genießen. 

Einige Gebote, damit ihr Urlaub nicht im wahrsten Sinne der Worte ‘ins Wasser fällt’:
• Sie kennen Ihre Grenzen besser als jeder andere, Selbstüberschätzung ist nicht gefragt!
• Versuchen Sie nicht jemandem zu imponieren, Supermann ist nur eine Comic-Figur!
• Vertrauen Sie nicht auf ihre guten oder sehr guten Schwimmkünste! Das Meer wird Ihnen Ihre Grenzen zeigen!
• Halten Sie den Boden unter den Füßen, und Achtung bei starken Wellengang. Das Meer kann sich von einem Moment auf den anderen um zwei bis drei Meter erhöhen!
• Gehen Sie nicht ins Wasser, sollten Sie den Grund nicht sehen können!
Schauen Sie sich um: Keiner im Wasser? Oder höchstes bis zu den Hüften? Hat seinen Grund - glauben Sie es!
• An bewachten Stränden weht die rote Fahne: Schwimmen verboten! Schwimmen kann zur Zeit lebensgefährlich sein!
• Lassen Sie sich nicht von den Surfern (Wellenreitern - die Jungs mit den Brettern ohne Segel) dazu hinreißen! Viele von diesen Jungs sind Einheimische und mit dem Meer aufgewachsen. Zudem haben sie im Fall der Fälle das Brett als Rettung!
• Vertrauen Sie nicht darauf, dass ‘schon jemand kommen wird und hilft’. Diesen Irrtum könnten Sie schwer bezahlen müssen.
• Und sollten Sie sich einmal nicht sicher sein - bleiben Sie lieber draußen. Denken Sie daran, es gibt Strände - wie in Cofete -, an denen sich nicht einmal erfahrene Taucher mit Gerät zum Unterwasserüberleben in die Wellen wagen...


Die läääängste Baustelle auf Fuerte
kjr. Die Nord-Süd-Straße, ausgehend von Corralejo, vorbei an Puerto del Rosario, dem Flughafen, Gran Tarajal, über Costa Calma bis Morro Jable: der Ausbau der Schnellstrasse geht langsam voran. Nach und nach werden kleinere Teilstücke für den Verkehr freigegeben. Im Norden ist gerade der Kostenvoranschlag für die Umgehungsstraße der Dünenlandschaft veröffentlicht worden (Wir berichteten in unserer Ausgabe vom Frühjahr 2002 von den ersten Überlegungen und Planungen für dieses Teilstück). 
Die bereitgestellten Gelder zur Ausführung belaufen sich auf über 30.000.000 €, die Bauarbeiten sollen im Frühjahr des kommenden Jahres zur öffentlichen Ausschreibung gelangen, und nach weiteren zwei Jahren Bauzeit soll die Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben werden. 
Die derzeitige Straße, die Dünenlandschaft von Corralejo durchquerend, wird dann für den Durchgangsverkehr geschlossen sein. Die Umgehungsstraße, in der derzeitigen Ausführung als Landstrasse geplant, soll, in nicht allzu ferner Zukunft, als Schnellstrasse ausgebaut werden. In den ersten Planungen sollte die Umgehungsstraße am Kreisverkehr am ‘Parque Holandés’ ins Inselinnere bis zum Kreisverkehr in ‘Morro Francisco’, ein paar Kilometer westlich von Corralejo, umgeleitet werden. Im aktuellen Plan beginnt die Umgehung bereits am Kreuz nach ‘La Caldereta’. Vor kurzem ist die Begradigung der Haarnadelkurve kurz vor ‘Puerto Lajas’ dem Verkehr freigegeben worden. Diese 180-Grad-Kurve in einer Senke war wohl mit eines der unfallträchtigsten Teilstücke auf dieser Straße.
Zum Süden hin gehen die Arbeiten wesentlich langsamer voran. Abgesehen von zwei Teilstücken zwischen ‘Tarajalejo’ und der Steigung nach dem Zoo ist noch kein weiterer größerer Fortschritt zu verlauten. Die unfallträchtige Kreuzung in La Lajita wurde in einen Kreisverkehr umgewandelt, und zur Zeit wird gerade die am Zoo in ‘La Lajita’ vorbeigehende Straße zur Erweiterung vorbereitet. Das wohl aufwendigste Projekt, die Brücke im ‘Barranco de Los Canarios’, wird den kompletten Taleinschnitt überspannen. Die meisten Brückenpfeiler stehen schon. 
Im weiteren Verlauf, oberhalb des Hotels ‘Club Tierra Dorada’, ist ein halber Berg abgetragen worden, und die Brücke im ‘Barranco del Mal Nombre’ scheint fertig zu sein. Eines der interessantesten und abenteuerlichsten Bauwerke ist die Brücke, die die Senke direkt vor der Siedlung ‘Esquinzo-Butihondo’ überspannen wird. Geschätzte 40 Meter hohe Brückenpfeiler lassen einen doch zweimal hinsehen. 
Die Bauarbeiten im Süden sind sehr wetterabhängig. Bei starkem Wind, und der ist ja in Fuerteventura nun mal nicht gerade selten, ist für die Brückenbauer die Einschalung so gut wie unmöglich. Die unstabile Wetterlage in diesem Winter hat die Ausführung kräftig in Verzug gebracht.
Aber da gibt es doch das alte deutsche Sprichwort: Was lange währt, wird endlich gut!


Was Wahlen doch alles bewegen können...
kjr. Was jahrelang hin und her geschoben wurde - Schulen, Sozialeinrichtungen, Verbesserung der Infrastruktur im Allgemeinen - zwei Monate vor den Kommunalwahlen kommt auf einmal alles auf einen Schlag. Und der Wahlkampf, offizieller Beginn am 09. Mai diesen Jahres, hat noch gar nicht begonnen. 
Die Verwaltung in Puerto del Rosario hat endlich das Gelände für den Busbahnhof zugewiesen und die zur Ausführung gehörenden Gelder bereitgestellt. Dazu muss man wissen, dass die Inselhauptstadt von Fuerteventura die einzige der Kanaren ist, die über keine derartige Installation verfügt. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2006 geplant.
Bekannt ist schon seit langen, dass die Bevölkerung auf Fuerteventura die jüngste in ganz Europa ist, dass die Zuwanderung in den letzten Jahren die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt hat, dass seit mehreren Jahren die Geburtenrate steigend ist... Nur die zuständigen Verwaltungen scheinen den Überblick verloren zu haben. Soeben sind neue Schulprojekte genehmigt worden, in La Lajita und in Gran Tarajal, da die dortigen Zustände einfach untragbar geworden sind. Es fehlen sowohl Lehrer als auch Schulräume. 
Die Grundsteine sollen, laut Auskunft des zuständigen Erziehungsministers, schon Mitte Mai gelegt werden. “Es kann nicht im Interesse des Staates sein, dass die zukünftige steuerzahlende Bevölkerung in notdürftig aufgestellten Wohncontainern unterrichtet wird, während ein paar Kilometer weiter die Touristen im wahren Luxus versinken!” Auch an anderen Stellen wird dann so kurz vor den Wahlen um die Gunst gebuhlt: ein schon länger existierender öffentlicher Kindergarten im Süden wurde mit zusätzlichem Spielgerät ausgestattet, was heißt, vor den Wahlen darf mehr gespielt werden...!
Die derzeit regierende Partei in Spanien, die Partido Popular (PP) hat für den 25. Mai, dem Tag der Wahlen, schon heute angekündigt, an jenem Tag einen Plan vorzustellen, der vorsieht, für die Bevölkerung eine halbe Million bezahlbare Mietwohnungen zu konstruieren - in der nächsten Legislaturperiode. (Und warum nicht schon heute?)
Und in Puerto del Rosario soll dann - endlich - dieses Jahr das öffentliche Freibad fertiggestellt werden, wie es der Bürgermeister Manuel Travieso seinen Anwohnern schon vor längerer Zeit versprochen hatte.
Überall in den verschiedenen Gemeinden eröffneten Parteien Zweigstellen, um ‘Bürgernähe’ zu demonstrieren....! Und im Kreis Tuineje wurde eigens eine neue Partei gegründet.
Wir wollen nur hoffen, dass sich all die Versprechen am 26. Mai nicht als Versprecher herausstellen und dann die nächsten Wahlen nicht so lange auf sich warten lassen!!!


Virtuelle Kunstgalerie kanarischer Künstler
Etwa 50 kanarische Artisten nehmen an der “Iª Muestra de la Galería Virtual”, ins Lebens gerufen von der regionalen Regierung, teil. Die Ausstellung, die junge, kanarische Künstler ohne finanziellen Aufwand einem breiten Publikum vorstellen soll, wurde im Juni des vergangenen Jahres von der Stiftung IDEO, deren Träger die Abteilung für Jugendarbeit im Sozialministerium ist, ins Web hochgeladen. Mit 6.200 Besuchern im Internet seit der Veröffentlichung ist es eine sehr gut besuchte Web-Site. Mit aus diesem Grunde hat man diese Ausstellung nun auch auf Papier gebracht und zieht seit dem 04. April bis noch einschließlich zum 18. Mai als Wanderausstellung von Insel zu Insel. In Fuerteventura war sie bis zum 18. April in Puerto del Rosario, und wer den Kunst-Event verpasst hat, hier die Internetadressen: www.juventudcanaria.com oder www.galeriacanaria.com.
Es werden auch weiterhin junge Leute mit künstlerischen Ambitionen gesucht, die ihre Werke dann auf diesen Seiten mit ein paar Mausklicks exponieren können.


Smart & Touareg
Gleich zwei Freizeitautos wurden im letzten Monat einem breitem Publikum live vorgestellt. Welches Ambiente eignet sich besser als der ewige Sommer auf Fuerteventura, um ein Cabrio zu unterhalten?! Mit über 330 Sonnentagen im Jahr das ideale Freizeitauto. Der Smart Roadster, aus der Ideen-Schmiede des schweizerischen Uhrenherstellers gleichen Namens, wird in den Mercedes-Benz-Filialen angeboten. Der Preis des komplett modifizierten Sonnenautos, inzwischen weg von dem Kistenimage des alten Modells, soll sich bei 15.000 € bewegen.
Die zweite Neuvorstellung ist ebenfalls aus deutscher Produktion und eine echte Überraschung: der Volkswagen Touareg. Mit dem ersten Geländewagen des Tourismus- und Nutzfahrzeugherstellers ist wohl DER Wurf schlechthin gelungen. Repräsentanten der Volkswagen-Vertretung in Puerto del Rosario zeigten in einem Live-Event die Leistungs- und die Manövrierfähigkeit des Touareg. Auf Fuerteventura, wo jedes zweite Auto ein Geländewagen ist, dürfte er sich wohl schnell etablieren.


‘Schlimme Finger’ in Gran Tarajal
Großer Schreck für die Angestellter einer Reiseagentur in Gran Tarajal. Als sie das Lokal nach der Mittagspause wieder aufmachen wollten, stellten sie fest, dass man sie währenddessen beraubt hatte. Und die Beute hatte sich gelohnt. Aus einem - leichtsinnigerweise - nicht verschlossenen Safe fehlten 48.000 €, sowie verschiedene Schecks. Durch ein mannsgroßes Loch in einer Wand verschafften sich die Täter Zugang zur Abholung ihres Geldsäckels.
Die Eindringlinge, die sich im benachbarten Haus als Installateure ausgaben, hatten einen guten Plan: Die Eigentümerin des danebenliegenden Hauses wartete tatsächlich auf die Installation eines Wasserzählers, sodass sie auch keinen Verdacht schöpfte, als sich am frühen Nachmittag zwei Handwerker an ihrer Haustür präsentierten und vorgaben, jenen fehlenden Zähler installieren zu wollen. Sie ließ die beiden ihre Arbeit ausführen. Als die Frau außer Sichtweite war, hauten die beiden kurzerhand ein Loch in die Wand und verschafften sich einen eigenen Eingang zu der Filiale. Das ganze geschah am Freitag, 11. April. Lange konnten sich die beiden Täter über ihr nachträgliches ‘Weihnachtsgeschenk’ aber nicht freuen, bereits vier Tage später waren sie dingfest gemacht. Vom gestohlenen Geld konnten lediglich 3.000 €, die einer der beiden bei sich hatte, sichergestellt werden, über den Verbleib des Restes des Geldes wird noch geforscht, und von den Schecks hatten sich die Täter bereits bei ihrer Flucht aus Gran Tarajal getrennt.


Gute Spanischkenntnisse Voraussetzung
Wie aus dem echten Leben gegriffen! Im spanischen Fernsehen ist für die Sonntagabende eine sit-com allererster Sahne angesetzt: ‘siete vidas’. Wer gut spanisch spricht ( und vor allem versteht) kann bei dem mit viel Selbstironie und erstklassigen Texten gestylten Humorprogramm sein Zwerchfell trainieren. Mit (fiktiven) Personen aus der spanischen Mittelschicht, mit Handlungen, die uns irgendwie alle bekannt vorkommen, werden die Leben eines Freundeskreises auf’s Korn genommen. Die einzigen Voraussetzungen in den Genuss zu kommen sind der Empfang des spanischen Senders ‘Tele5’, den Sonntagabend frei und ein gutes bis sehr gutes Spanisch, da die Texte sehr schnell gesprochen werden, und die Sprache, wie auch im Deutschen, sehr mehrdeutig ist.


Erweiterung des neuen Flughafens vonnöten!
‘Exito’ oder ‘Exodus’? - das ist die Frage beim neuen Flughafen in Fuerteventura. Erst vor wenigen Jahren in Betrieb genommen, ist er schon zu klein geworden. Die ersten Erneuerungen und Erweiterungen sind schon in vollen Gange, allerdings nicht zur Begeisterung aller! Der Ministerrat hat Mitte April einstimmig beschlossen, zur notwendigen Erweiterung der Start- und Landebahnen 40 Privatgrundbesitzer zu enteignen. Die Grundstücke befinden sich allesamt in der kleinen Siedlung ‘El Matorral’, direkt hinter dem Flughafen in Richtung Costa Caleta (Caleta de Fustes).
Das Dekret, das schon im Jahre 2001 vom Ministerrat abgesegnet worden war, hat in diesen Tagen Aktualität bekommen. Der ständig zunehmende Flugverkehr und der - geplante - Einsatz größerer Maschinen lässt dem Flughafenbetreiber AENA keine andere Wahl. 
Seit der Inbetriebnahme des neuen Flughafens im Jahre 1997 war bekannt, dass der Flughafen schon bald an seinem Limit angekommen sein würde, welches jetzt erreicht zu sein scheint. 
Im Jahr 2002 starteten und landeten 32.619 Flugzeuge, sowohl spanischer wie auch ausländischer Fluggesellschaften und beförderten 3.619.939 Passagiere, d.h. einen Durchschnitt von 90 Flugzeugen, oder 10.000 Passagieren am Tag. Soweit die Statistik. Bedingt durch Hauptan- und Abreisetage, wie Samstage und Montage, kann dies variieren bis zu 250 Flugzeugen und mehreren Zehntausenden Fluggästen.
AENA, der Flughafenbetreiber in Spanien, rechnet sogar mit einer Zunahme der Verkehrs auf dem hiesigen Flughafen von bis zu 8.000.000 Passagieren jährlich in den nächsten zehn Jahren!
Das alles ist keine große Hilfe für die Anwohner, die im September diesen Jahres ihre Wohnungen und Häuser geräumt haben müssen. Viele von ihnen wohnen schon seit zehn, zwanzig Jahren oder ihr ganzes Leben in der Enklave. Häuser, die von Generation zu Generation in der Familie den Besitzer gewechselt haben, werden ebenso dem Boden gleich gemacht, wie eines der bislang besten Restaurants auf Fuerteventura, ‘El Molino’, welches vom Eigentümer bereits geschlossen wurde. Bislang wurden den zu Enteignenden noch keine Entschädigungen angeboten, sondern eben nur der offizielle Bescheid der Regierung, ihre Domizile bis September verlassen haben zu müssen, übersandt.
Die Unsicherheit unter den Grundstückbesitzern verstärkt sich zudem noch, da laut eines Schreibens des zuständigen Ministeriums bei einigen Fincas die tatsächliche Quadratmeterzahl erheblich geringer bemessen wurde als sie in Wirklichkeit ist, was für die betreffenden Eigentümer eine erhebliche Minderung bei der ausstehenden Entschädigung bedeuten würde. Mit aus diesem Grunde lassen sich mehrere betroffene Anwohner nun durch eine Anwaltskanzlei beraten und vertreten.


Sommerflugpläne von Binter Canarias und Islas Airways
Die nur auf den Kanaren operierende Fluggesellschaft Binter Canarias hat für ihren Sommerflugplan 2003 weitere Flüge von und nach Gran Canaria eingesetzt. So wird die Mutterinsel Gran Canaria nun an jedem Tag fast stündlich angeflogen. Die Reservierungen können zudem, als Extraservice, auch telefonisch unter der Nummer 902-391.392 oder im Internet, www.bintercanrias.es, erfolgen.

Neu dazu kommt seit April die konkurrierende Fluggesellschaft Islas Airways, im Internet vertreten unter www.islasairways.com/ Telefonisch kann man reservieren unter 902 477478

Der aktuelle Flugplan (IF = Islas Airways / NT = Binter):

von Fuerteventura nach Gran Canaria (täglich)
08.00 h - Flug-Nº NT203
08:10 h - Flug-Nº IF510
09.00 h - Flug-Nº NT205
10.00 h - Flug-Nº NT207
10:10 h - Flug-Nº IF511   mo, mi, do, fr, so
12.00 h - Flug-Nº NT211
12:05 h - Flug-Nº IF512   täglich außer mi
13.50 h - Flug-Nº NT213
14:10 h - Flug-Nº IF513
15.55 h - Flug-Nº NT217
16.40 h - Flug-Nº NT225
16:50 h - Flug-Nº IF514   di, mi, do, fr, so
18.40 h - Flug-Nº NT231
18:50 h - Flug-Nº IF515   täglich außer mi
19.40 h - Flug-Nº NT235
20.30 h - Flug-Nº NT241
20:50 h - Flug-Nº IF516
21.30 h - Flug-Nº NT245
22.20 h - Flug-Nº NT243
22:40 h - Flug-Nº IF517

von Gran Canaria nach Fuerteventura (täglich)
07.00 h - Flug-Nº NT202
07:10 h - Flug-Nº IF150
08.00 h - Flug-Nº NT204
09.00 h - Flug-Nº NT206
09:05 h - Flug-Nº IF151   mo, mi, do, fr, so
11.00 h - Flug-Nº NT210
11:10 h - Flug-Nº IF152   täglich außer mi
12.40 h - Flug-Nº NT212
13:10 h - Flug-Nº IF153
14.45 h - Flug-Nº NT216
15.30 h - Flug-Nº NT224
15:40 h - Flug-Nº IF154   di, mi, do, fr, so
17.30 h - Flug-Nº NT230
17:50 h - Flug-Nº IF155   täglich außer mi
18.20 h - Flug-Nº NT234
19.30 h - Flug-Nº NT240
19:50 h - Flug-Nº IF156
20.30 h - Flug-Nº NT244
21.10 h - Flug-Nº NT242
21:50 h - Flug-Nº IF157

von Fuerteventura nach Teneriffa-Nord (täglich)
10.45 h - Flug-Nº NT415
20.30 h - Flug-Nº NT429
17.10 h - Flug-Nº NT423  mo - fr 

von Teneriffa-Nord nach Fuerteventura (täglich)
09.30 h - Flug-Nº NT414
19.15 h - Flug-Nº NT428
18.25 h - Flug-Nº NT422  mo - fr 

 

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