Lage
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Östlichste der Kanarischen Inseln, knapp 100 km von der marokkanischen Küste entfernt
(zwischen 28. und 29.
nördlichem Breitengrad und 13. und 15. westlichem Längengrad),
zwischen den Nachbarinseln Lanzerote
(Entfernung 14 km) im Nordosten und
Gran Canaria (Entfernung 115 km) im Südwesten gelegen. |
Größe
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Nach Teneriffa die zweitgrößte der Kanarischen Inseln mit
1.660 Quadratkilometern und einer
Gesamtküstenlänge von 339,82 km
(davon 144 offiziell registrierte Strandabschnitte!)
Insel Los Lobos = 5,35 Quadratkilometer |
Alter
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Ca. 20.000.000 Jahre |
Letzte vulkanische Aktivität
ca. 5000 v. Chr. |
Älteste menschliche Siedlungsspur:
ca. 220 n. Chr. |
Geschichte
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1100 v. Chr.
entdecken Phönizier die Inseln Fuerteventura und Lanzarote,
ohne sie jedoch zu betreten. |
922 n. Chr.
starten Araber erste Eroberungsversuche.
Sie nennen die Kanaren "Aldjezir al-Khalidah" (die Glücklichen Inseln)!
Ob die Ureinwohner der Kanaren, die heute allgemein (nicht ganz korrekt) „Guanchen" genannt werden, arabischen Ursprungs waren, ist bis heute unter Wissenschaftlern umstritten. |
1344
krönt Papst Clemens X. den Grafen von Clermont zum König der Kanarischen Inseln.
Ein Titel, der allerdings nur auf dem Papier Gültigkeit hat. |
1402
erobert der normannische Baron Jean de Béthencourt die Insel Lanzarote und unternimmt von der Nachbarinsel Los Lobos aus einige Male den Versuch, auch Fuerteventura zu besetzen. |
1403
gelingt ihm schließlich die Eroberung, trotz heftiger Gegenwehr der
beiden damaligen Königreiche Maxorata (der große nördliche Teil Fuerteventuras) und Jandía
(die sichelförmige Halbinsel im Süden).
Er gründet die erste Hauptstadt der gesamten Insel, Betancuria. |
1405
Friedensvertrag zwischen den Königen
Guize von Maxorata und Ayoze von Jandía und den Eroberern |
1927
wird Fuerteventura der neuen kanarischen Provinz Las Palmas zugeteilt,
zu der auch noch die Inseln Gran Canaria und Lanzarote gehören. |
1957
Puerto del Rosario (vorher „Puerto de las Cabras" = Ziegenhafen)
wird zur neuen Hauptstadt der Insel Fuerteventura erklärt. |
1968
beginnt mit der Eröffnung des Hotels Jandía Playa (dem späteren weltweit ersten "Robinson-Club")
der Charter-Tourismus auf Fuerteventura. |
1978
erhalten die Kanarischen Inseln begrenzte politische Autonomie. |
1992
Die Kanaren werden Vollmitglied der Europäischen Gemeinschaft. |
Einwohner
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Mit heute insgesamt knapp 90.000 Einwohnern das, nach El Hierro, am dünnsten
besiedelte
Eiland des Archipels ( 52 Einwohner je km2 ). Inzwischen
leben gut 20.000 Ausländer auf Fuerteventura,
wobei Deutsche mit ca. 12.600 Residenten die zahlenmäßig stärkste Gruppe bilden. |
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Gemeinde |
Total |
Männer |
Frauen |
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FUERTEVENTURA |
86.642 |
46.891 |
39.751 |
| Antigua |
7.578 |
4.257 |
3.321 |
| Betancuria |
738 |
372 |
366 |
| Oliva (La) |
17.273 |
9.419 |
7.854 |
| Pájara |
18.173 |
10.211 |
7.962 |
| Puerto del Rosario |
30.363 |
15.961 |
14.402 |
| Tuineje |
12.517 |
6.671 |
5.846 |
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Quelle: INSTITUTO CANARIO DE
ESTADÍSTICA (ISTAC) — Volkszählung 2005 |
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Wirtschaft
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82% des insularen Bruttosozialprodukts werden direkt oder indirekt durch den Tourismus erwirtschaftet, wobei die
Deutschen die zahlenmäßig mit Abstand stärkste Gruppe der Urlauber bilden.
Fischfang, Landwirtschaft und Viehzucht
(hauptsächlich Tomaten, Aloe Vera, Ziegenkäse und Zuchttierhandel mit Ziegen)
und Kleinhandel
bilden weitere wichtige Eckpfeiler im Wirtschaftsgefüge. |
Flora
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Bedingt durch die geringen Niederschlagsmengen gedeihen in freier Natur nur Pflanzen mit geringem Wasserbedarf.
Dazu gehören insbesondere die Kanarische Dattelpalme, der Feigenkaktus, die Sisal-Agave, kaktusartige Wolfsmilchgewächse wie die Euphorbie und die Eisblume, die durch ein raffiniertes System
Luft- und Bodenfeuchtigkeit speichert und daher auch längste Dürreperioden überlebt. Farbenprächtig blühende Pflanzen wie die Bougainvilla oder die Strelitzie können nur dort existieren,
wo sie regelmäßig mit Süßwasser versorgt werden. Eine sehr interessante
Website zum Thema finden Sie
HIER
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Die Bougainvilla findet man nur dort,
wo sie regelmäßig gegossen werden kann. |

Agaven blühen immer nur einmal.
Danach bilden sie Ableger, die wieder neue Blüten treiben. |

Der Feigenkaktus trägt süße Früchte --
doch Vorsicht vor den feinen Stacheln der Schale! |

Euphorbiengewächse:
mit dem giftigen Saft dieser Pflanze betäubten die Ureinwohner
die küstennahen Fische, um sie dann leicht von der Wasseroberfläche abschöpfen zu können |

Kaktusblüten bilden eine besondere Augenweide in der an sich vegetationsarmen Landschaft Fuerteventuras |
Fauna
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Vögel wie Strandläufer, Wiedehopf, Buchfink, Möwe, Bussard und Seeadler bevölkern den Luftraum der Insel.
Eidechsen, Blindschleichen, Erdhörnchen, Igel und vor allem Wildkaninchen teilen sich den kargen Lebensraum am Boden. Dagegen ist der Fischreichtum vor den Küsten Fuerteventuras immer noch
groß (siehe auch den Artikel : "Mal essen wie die Majoreros?").
Ca. 30.000 Ziegen , die außergewöhnlich anspruchslos sind, zeugen von Jahrhunderte langer Züchterarbeit. Auf der FEAGA, der jährlich bei Pozo Negro stattfindenden
Landwirtschafts-Ausstellung, trifft man auf Einkäufer aus aller Welt, um preisgekrönte Zuchtböcke zu erstehen.
Esel und einige Dromedare leisten heute noch Hilfe bei der Feldarbeit oder dienen zur Unterhaltung der Urlauber.
Für den Menschen lebensgefährliche Tiere gibt es auf Fuerteventura nicht! |

Die Majorero-Ziege ist besonders
anspruchslos und widerstandsfähig. |

Der Esel wird auch heute noch bei der
landwirtschaftlichen Arbeit gebraucht. |